Autor: mousesports | capo geschrieben am Dienstag 16.11.2004 um 23:51 Uhr

Ein Blick über den Tellerrand

eSport – Sinnloser Zeitvertreib oder steckt mehr dahinter? 1/2

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e-Sport – Sinnloser Zeitvertreib oder steckt mehr dahinter?

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SK-Gaming
Im alltäglichen Sprachgebrauch umfasst der eSport eine große Vielfalt an verschiedenen Tätigkeiten. In den letzten Jahren entwickelte sich die ganze Szene entscheidend. Es wurden die ersten Turniere ausgespielt, Preisgelder wurden zum Anreiz eingeführt, Manager übernahmen die Leitung mancher Clans. In der Folgezeit sollten sie die führende Hand sein, die zu Ansehen und „Ruhm“ führen sollte. Das Geld fing an, eine Rolle zu spielen. Hochdotierte Turniere wie die EPS, die CPL oder die WCG deuten darauf hin,
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Siegerehrung der WCG.ger
in welche Dimensionen dieses Metiér stilisiert werden kann. Jetzt schon – ca. 5 Jahre nach der „Entdeckung“ dieser Marktlücke – gibt es die ersten, die von sich behaupten können, dass der eSport sie ernährt. Diese Entwicklung ist im Moment noch anderen Kontinenten vorbehalten, aber ein Land welches sich Viertplatzierter auf der WCG nennen will, kann nicht weit von diesen letzten Schritten entfernt sein. Die jetzige Generation ist der Meinung, dass es vielleicht bald soweit sein könnte, was „aber wirklich schwer vorauszusehen ist. Es ist zwar ein kleiner Nebenverdienst, aber man kann nicht davon leben; zumindest nicht in Deutschland“. Jetzt werden sicherlich viele anmerken, dass man auch eine gewisse Zeit aufbringen muss. Doch was muss geschehen, um sich unter Tausenden profilieren zu können?



Am wichtigsten für Erfolg sind wohl Talent, Disziplin und Erfahrung“, sicherlich darf man auch den Zeitfaktor nicht ganz außer Acht lassen. Die Beständigkeit ist von Fall zu Fall verschieden. Die Ersten sagen sich: „Unter der Woche kann man eh nicht viel machen. Ob ich nun mit Freunden irgendwo ab und zu rumgammele oder zu Hause vorm PC sitze und Spaß habe“, die Zweiten merken an, dass sich „bis auf die Trainings gegen Abend im Allgemeinen an meinem Tagesablauf nichts gravierendes verändert hat“, die Dritten gestehen aber „weniger Zeit für andere Sachen“ zu haben. Sicher „sollte man es nicht übertreiben und sich komplett abschotten und nur vorm PC hängen“, aber wo liegt eine erkennbare Grenze?



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Erfurt nach dem Attentat
Eines ist sicher – der PC kann ein gefährliches Spielzeug werden. Meist werden bereits kleine Kinder mit dem Computer beschäftigt und mit den Jahren wird dies zu einer Abhängigkeit. Dann wird der Computer zur Sucht und das kann in Verbindung mit anderen Faktoren ungeahnte Folgen haben. Schon oft ist dieses Suchtpotenzial außer Kontrolle geraten, was in Extremfällen endete, die in ihrer Widerwärtigkeit nicht zu übertreffen sind – die eSport-Szene selbst wird nur ungern mit den Vorfällen von Erfurt oder Littleton in Verbindung gebracht. Die Medien dürfen an dieser Stelle nicht genau diesen Fehler machen und alle PC-Spieler in einen Topf schmeißen und zudem noch behaupten, dass sie alle potenzielle Mörder sind.
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Doom3: "Dieses Spiel ist widerwärtig"
Nun stellt sich die Frage, wie sich die restliche Gesellschaft – einschließlich der kritischen Medien – gegenüber der eSport-Szene verhalten soll. Über Doom3 ist man sich, so scheint es, einig. „Dieses Spiel ist widerwärtig. Und es ist brutal. Doch ist dieses Spiel nicht widerwärtig, weil es brutal ist. Es ist brutal, weil es so widerwärtig ist.“ – so klingt eine Beschreibung, wie sie vor einigen Wochen in einer Zeitung veröffentlicht wurde. Bizarr mag dabei klingen, dass dieses Spiel lange Zeit als Favorit galt, mit einem Rekord-Preisgeld von 1.000.000 $ auf der CPL World Tour ausgestattet zu werden.



An diesem Punkt angekommen, greifen wir wieder das vorhin Genannte auf. Um erfolgreich sein zu können, muss man sich ausgiebig mit etwas beschäftigen. Das hat in diesem Fall zur Folge, dass man sich einem „widerwärtigen Shooter“ sehr oft aussetzt. Gefährlich ist dabei die Tatsache, dass diese Aktivität erstaunlicherweise schnell aus den Fugen geraten kann. Wer wird nun die Schuld tragen, wenn einer von diesen Tausenden die scharfe Grenze zwischen Realität und Virtualität nicht mehr ziehen kann? Das Geschrei wird groß sein, der Schuldige – die eSport-Szene. Doch was für eine Schuld
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Johnny R. und Django
wird sie wahrhaftig haben? Eine Fülle der e-Sport-Aktiven wird Doom3 nie gespielt haben, muss sich aber mitschuldig nennen. Denn zu der eSport-Szene gehören weitaus mehr, als nur die Doom3-Spieler.
Zu beachten ist dabei, dass jeder einzelne andere Grundlagen hat, sich mit einem Thema auseinandersetzen zu müssen. Die einen berichten darüber, die anderen interessiert es, wieder andere spielen es aus Spaß, ganz andere spielen es, um ihre Kassen zu füllen. Dabei wird der „kleine Zocker“ den Wunsch haben, so gut zu sein, wie seine Idole. Dieses Ziel wird wohl für immer unerreichbar bleiben und ein Sechser im Lotto mag wahrscheinlicher klingen, als dieses Vorhaben.



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SK-Gaming in Freizeit
Doch trotz dieser „Träume“ kann man dem e-Sport auch Realistisches abgewinnen. Einen "erhöhten Teamgeist, eine Menge an Disziplin und an Ehrgeiz" eignet man sich an, was sich im späteren Leben nicht negativ auswirken dürfte. Die jetzige Generation lebt in einer teilweise toleranteren Welt, denn auch mit diesem Hobby erreicht man heutzutage Akzeptanz in einer Gemeinschaft – es ist zwar ein anderer Weg, aber wie wir wissen führen „mehrere Wege nach Rom“. Man „wurde dadurch nicht anders behandelt bzw. hat andere deswegen auch nicht anders behandelt.“ Es „ist für die Meisten noch unerforschtes Gebiet“.

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#1 , geschrieben am 16.11.2004 23:58:00
moep netter bericht.. :)
#2 jogy, geschrieben am 17.11.2004 00:16:00
jo nice bericht :)
#3 pwnface, geschrieben am 17.11.2004 00:19:00
paar nette bildchen aber vom text her naja, das gleiche habe ich in all den anderen artikeln auch schon gelesen - nix neues das thema wird langsam langweilig btw
#4 TACO, geschrieben am 17.11.2004 00:19:00
ganz cool :)
#5 MupfeL, geschrieben am 17.11.2004 00:25:00
schoen geschrieben, so denk ich auch drüber
#6 Stiller|Sportfreund, geschrieben am 17.11.2004 00:28:00
fahr jeden tag an der scheiss schule vorbei :/
#7 d!nCo, geschrieben am 17.11.2004 00:33:00
sehr schön geschrieben sauber !
#8 pac0rzZzZZz!, geschrieben am 17.11.2004 00:39:00
sehr schön wobei ich zustimmen muss das es wirklich schon "kinder" oder jugendliche gibt die den bezug zur realität schon verloren haben sehr netter beitrag phatte ou probs von mia yeah :o
#9 h9lz4, geschrieben am 17.11.2004 00:48:00
geil das mein kommentar einfach gelöscht wurde...
#10 Acidjunge, geschrieben am 17.11.2004 01:22:00
was war dein comment?
#11 apathy, geschrieben am 17.11.2004 03:17:00
sehr nice
#12 ®.LoBi, geschrieben am 17.11.2004 06:51:00
nuja. passt scho alles
#13 Ben, geschrieben am 17.11.2004 07:20:00
Wirklich nichts Neues, das Thema ist leider inzwischen etwas ausgelutscht.
#14 mümmler, geschrieben am 17.11.2004 08:11:00
toleranz wird in der esport scene gross geschrieben und davor hab ich derb den respekt!! ausserdem lernt man ne ganze menge neuer leute kenne und das is auch gut so :X
#15 storm^cKa, geschrieben am 17.11.2004 08:19:00
Dann wird der Computer zur Sucht und das kann in Verbindung mit anderen Faktoren ungeahnte Folgen haben. Schon oft ist dieses Suchtpotenzial außer Kontrolle geraten, was in Extremfällen endete, die in ihrer Widerwärtigkeit nicht zu übertreffen sind – die eSport-Szene selbst wird nur ungern mit den Vorfällen von Erfurt oder Littleton in Verbindung gebracht. Dazu hab ich ein nice Text gefunden. http://www.mymtw.de/community/forum/showpostings.aspx?topic_id=174039
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