Wir schreiben das Jahr 2011. Die Welt hat sich versammelt um eine
ultramoderne Hafenanlage, welche einen unschätzbaren Stellenwert für
die Weltwirtschaft darstellt, einzuweihen, als plötzlich die
Feierlichkeiten von einer markerschütternden Explosion jäh beendet
werden

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| Karte der Insel |
Wir schreiben das Jahr 2011. Die Welt hat sich versammelt um eine ultramoderne Hafenanlage, welche einen unschätzbaren Stellenwert für die Weltwirtschaft darstellt, einzuweihen, als plötzlich die Feierlichkeiten von einer markerschütternden Explosion jäh beendet werden.
Die anschließenden Untersuchungen der Geschehnisse ergeben, dass es sich um einen Anschlag einer terroristischen Vereinigung namens "Sarasen" handelte, welche sich aus ehemaligen Inselbewohnern zusammensetzt, die bei dem Bau der Hafenanlage ihre Heimat verloren haben und nun auf Rache sinnen. 32 Gruppen, bestehend aus je 12 Soldaten und Söldnern, werden ausgesandt, um die Ordnung auf der Insel wiederherzustellen. Doch die Terroristen scheinen wie vom Erdboden verschluckt. Unmut macht sich zwischen den Söldnern breit, und eine nach der anderen Gruppe wird auf mysteriöse Weise tot aufgefunden, bis schlussendlich nur die Gruppe Nummer 13 unnachgiebig ihrer Pflicht nachkommt und schnell erkennt, dass ein Verräter unter ihnen sein muss.
Traue nur Dir selbst...
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| Die "Echten" |
so der Slogan des neuen eSport-Online-Shooters VitalSign von Yusho und Gameforge. Dabei setzt man nicht nur auf altbewährte Konzepte nach dem martialischen Motto "Back to Frag", man versucht darüber hinaus, das Beste aus diversen 3D-Shootern und RPG-Elemente in einem Spiel zu vereinen. Nach Aussagen der Entwickler habe man mit diesem Flickwerk ein Spiel geschaffen, das aus 100% reinem eSport bestehe. Während VitalSign (VS) in vielen asiatischen Ländern eine konstante Spielerzahl von über 3,5 Millionen und bis zu 30.000$ (USD) dotierte Turniere aufweisen kann, ist der praktisch kostenlose Shooter bei uns noch gänzlich unbekannt. Um dies zu ändern, startete vor wenigen Tagen die deutsche Beta, welche schon bald darauf 15.000 registrierte Nutzer aufweisen konnte.
Best of the Best
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| Hinterhof Szenerie |
Dabei richtet sich VS an erfahrene Spieler und favorisiert in geradezu darwinistischen Maßen die Stärkeren, was sich nicht zuletzt an der Mapauswahl bemerkbar macht. Von den 16 möglichen Maps stehen dem Spieler anfänglich nur ein paar wenige zur Vefügung. Mit dem Erreichen höherer Ränge, von denen es insgesamt 19 gibt, schaltet man sich die übrigen Maps frei und kann fortan in tiefen Häuserschluchten oder in alten Kirchen seine Jagd nach Erfahrung in vier verschiedenen Spielmodi - CTF, FFA, TDM und Scoring - fortsetzen. Damit will man verhindern, dass Anfänger auf den selben Maps wie hochdekorierte Spieler kopflos durch die Gegend rennen und diese behindern. Auch hätten die ranghohen Spieler wenig davon, einen Anfänger ins Jenseits zu befördern, da die Erfahrungszunahme nur allzu gering ausfallen würde. Um den Narzismus zu komplettieren, kann man, falls man völlig von sich und seinem eigenen Können überzeugt ist, auf seinen eigenen oder den Sieg des Teams setzen.
Zum ersten Mal zahlt sich spielerische Stärke in barer Münze aus. Je besser man ist, desto günstiger wird VS und für die Besten der Besten sogar umsonst - dies regelt das komplizierte Lifepointsystem, welches zum ersten mal angewendet wurde. Diese Lifepoints, nicht zu verwechseln mit den Lebenspunkten des jeweiligen Spielers, müssen benutzt werden, um einem Spiel beizutreten und können in neue Items, Kleidung und natürlich Waffen umgetauscht oder im Wettsystem eingesetzt werden.
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| Agent Smith? |
Dabei unterscheidet
VS zwei Arten von Lifepoints: Zum einen die Lifepoints (LPs), welche man praktisch für alles, wie oben beschrieben, einsetzen kann und die sogenannten Free-Lifepoints (FLPs), welche nur zum Wetten und Spielen eingesetzt werden dürfen.
Woher kommen nun diese Lifepoints? Beim Registrieren erhält jeder Spieler einmalig 10 FLPs. Besitzt ein Spieler weniger als 4 LPs, so erhält er täglich 5 FLPs, außerdem hat er die Chance, weitere 5 FLPs zu sammeln, indem er die Möglichkeit wahrnimmt, an einem "Life-Recharge-Game" teilzunehmen und dieses zu gewinnen. Auch bei einer Beförderung erhält man einmalig, gemessen am Rang, FLPs. Dabei startet man zunächst als Trainee und kann sich bis zum General, welcher 700 Bonus FLPs erhält, hochkämpfen.
Das zugängliche Waffenarsenal umfasst nicht nur einfache Sturmgewehre bis hin zur tödlichen Lasergun, auch andere hilfreiche Waffen und Upgrades sind im InGame-Shop verfügbar, welche unter anderem dazu dienen, Teammitglieder katapultartig an schwer zugängliche Plätze zu befördern oder mit Hilfe eines Zielfernrohrs aus normalen Gewehren hochpräzise und tödliche Sniperwaffen zu basteln.
Von den 13 zur Auswahl stehenden Charakteren weist ein jeder ein ausführliches Profil und eine kurze Biographie auf - da fällt es doppelt so schwer, sich auf maximal drei Charaktere festzulegen, zumal die Palette vom zierlichen japanischen Schulmädchen bis hin zum US-amerikanischen Elitekämpfer reicht. Es dürfte also für jeden etwas passendes dabei sein. Um noch mehr Spielraum für Individualität und strategisches Denken zu gewährleisten,
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| Interface |
kann man aus 50 möglichen Kleidungsstücken nach Belieben auswählen, z.B. den Wüstenlook in einer überwiegend braun gehaltenen Map, um ein schwereres Ziel darzustellen. Während man diese Kleidungsstücke permanent zur Verfügung hat, haben die meisten käuflich erwerbbaren Waffen und Items eine Haltbarkeit von 7 oder 15 Echtzeittagen.
Dies erlaubt dem cleveren Spieler, für wichtige Ladderspiele seine Lifepoints in tödlichere Waffen und Upgrades zu stecken, um seine Chancen auf den Sieg deutlich zu verbessern, während man in Trainingseinheiten mit dem Clan mit der normalen Lasergun arbeiten kann. Ähnlich wie bei WarCraft und dem BattleNet ist auch in
VS ein Laddersystem integriert, welches ein Player- und Clanranking sowie ein erweitertes Clan-Management zulässt.
Brevarium
Alles in allem spielt sich Vitalsign wie eine Mischung aus Quake 3 und dem guten alten Unreal Tournament. Auch erinnert die Grafik sehr stark an letzteres, wobei die Spielgeschwindigkeit zwischen einem schnellen und einem mittleren Tempo - je nach individueller Spielweise - schwankt. Die Rollenspiel-Elemente sind verschwindend gering gesät, was aber die Zielgruppe nicht sonderlich stören dürfte. Ein großer Pluspunkt sind sicherlich die sehr geringen Systemanforderungen und der verhältnismäßig kleine Client, der zum spielen benötigt wird. Interessant ist auch eine mögliche Finanzierungsoption, die sich die Vitalsign Macher offen gehalten haben: Im Spiel können Werbeflächen, welche zur jeweiligen Map gehören, lukrativ vermietet werden, was sich natürlich bei entsprechendem Erfolg des Spieles durchaus auszahlen dürfte. Gameforge hat mit VitalSign sicher einen Online-Shooter mit solider Basis auf den deutschen Markt gebracht, welcher ohne Zweifel sein Publikum finden wird. Ob aber längerfristig eine ebenso solide Community wie in Asien aufgebaut werden kann, entscheiden - wie immer - die Spieler selbst.