Autor: junKie` geschrieben am Montag 22.01.2007 um 22:05 Uhr

Silvers Nachwort zum iFNG Paris

Eine Nacht in Paris - Rückblick auf das Intel Friday Night Game

[center]» [iurl=http://www.mymtw.de/index.php?module=special&action=article_detail&articleID=5566][b]Silvers Nachwort zum iFNG Paris[/b][/iurl] - [iurl=http://www.mymtw.de/index.php?module=special&action=article_detail&articleID=5572][b]Zwischen Alt und Neu[/b][/iurl] - [iurl=http://www.mymtw.de/index.php?module=gallery&action=view_gallery&galleryID=627][b]Bildergalerie[/b][/iurl] «[/center] Ich mag Frankreich nicht, wirklich, ich mag es einfach nicht. Es ist wohl einfach natürlich, dass man als gebürtiger Pfälzer unser ach so tolles Nachbarland nicht leiden kann. Das kann man nicht nur historisch begründen, nein, eine absolut “objektive” Betrachtung der Sprache untermauert ebenfalls meine Meinung. Wieso ich dann trotzdem freiwillig nach Paris fahre? Ganz einfach, ich liebe eSport. Vier Uhr Fünfundzwanzig - Meine Wecker versuchten mittlerweile zum fünften Mal, mich aus dem Schlaf zu reißen. Wie widerlich so etwas nach lediglich vier Stunden Schlaf klingen kann, vermag ich wirklich nicht in Worte zu fassen. Gleichzeitig sagte mein Radio durch, dass alle Fernzüge wegen dem Sturm am Tag zuvor ihre Fahrten nicht aufnehmen können. Angeblich zum ersten Mal in der Geschichte der Deutschen Bahn. Und an welchem Tag wäre es denn passender gewesen als am 19. Januar, an dem sich ein Jonas Lempa mit dem ICE auf den Weg zu Deutschlands eSport-Hochburg Köln machen möchte, um sich von aus dort mit der PR-Crew der ESL in einem Neun-Sitzer nach Paris zu begeben? Durchgeplant war alles recht ordentlich, aber leider nur in der Theroie.[float=right][url=http://www.mymtw.de/index.php?module=gallery&action=view_image&imageID=16537][img]http://images.mymtw.de/galleries/31/152/627/t16537.png[/img][/url][center][size=9]Das Espace Clacquesin[/center][/size][/float] Denn in Mannheim angekommen ahnte ich schon sehr viel Böses. Die Anzeigetafel war voll von gestrichenen Verbindungen und mehrstündigen Verspätungen. Als meine Augen dann bei 6:35 Uhr stehen blieben und ich sah, dass ein bestimmter Zug - MEIN Zug - der erste an diesem Morgen war, der planmäßig abfahren sollte, verbesserte sich meine Laune direkt wieder ein wenig. Ich wagte sogar wirklich zu glauben, dass dieser erste Lichtschimmer mich für die restlichen Stunden des Tages begleiten würde. Wie furchtbar leichtgläubig! Fünfzig Kilometer vor Köln machte mein InterCity Express den ersten unplanmäßigen Stopp, ganze 20 Minuten lang. Dies wiederholte sich periodisch und summierte sich letztendlich auf eine Verspätung von anderthalb Stunden. Um 9:20 Uhr stand der Zug nun 200 Meter vor dem Bahnhof, der zum Greifen nah schien. Nicht nur das brachte mich ein wenig aus der Fassung, auch der eigentlichte Zeitpunkt der Abreise am ESL-Office rückte beunruhigend nah. Für 9:30 Uhr war diese nämlich vorgesehen, dabei stand ich bis zwanzig vor Zehn hilflos einen Steinwurf vom Kölner Hauptbahnhof entfernt. Im Anschluss bat ich den Taxi-Fahrer dann so oft darum, schneller zu fahren, dass er mir schon mit einem Rausschmiss drohte. Alles in allem viel zu viel Stress am doch noch so frühen Morgen. Dabei war alles nur falscher Alarm! Denn im selben Moment, in dem ich in der Siegburgerstraße 189 aus dem cremefarbenen Mercedes mit dem freundlichen Fahrer ausgestiegen war, trafen dort Affentod (David) und DieJule (Julia), deren Nase tief in einem Taschentuch steckte, vollkommen gelassen ein. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass Verstöße gegen die Pünktlichkeitsnorm im Hause Turtle Entertainment nicht drastisch geahndet und bestraft werden. Dadurch hatte besonders eine Person, oder besser gesagt ein Päärchen, viel Glück mit den umsichtigen Angestellten, die ein wenig Acht auf sie geben sollten. Manuel “Grubby” Schenkhuizen und seine Freundin Cassandra leiden scheinbar an chronischer Verspätung. Woher ich das weiß? Er und sie reisten aus irgendeinem glücklichen Zufall in unserem Transporter gen Paris mit. Ich möchte nicht nerdig klingen und etwa sagen, dass ich Luftsprünge gemacht habe, als mir dies gesagt wurde, denn so war es dann auch wieder nicht. [float=left][url=http://www.mymtw.de/index.php?module=gallery&action=view_image&imageID=16544][img]http://images.mymtw.de/galleries/31/152/627/t16544.png[/img][/url][center][size=9] Grubby & Cassandra[/center][/size][/float]Es war allerdings schon sehr interessant für mich, den wohl besten WarCraft-Spieler der Welt mal ein wenig kennen zu lernen. Angefangen hat es aber eher schlecht, denn niemand wartet gerne zwanzig Minuten auf irgendjemanden vor dessen Hotel, selbst wenn es ein Grubby ist. Auf Cassandra allerdings schon eher! Nichtsdestotrotz muss ich zu Grubbys Verteidigung noch sagen, dass ich ihn als einen durchaus netten Menschen kennen lernen durfte und er einen schwer verliebten Eindruck machte. Aus diesen Gründen kann ich ihm auch nicht ganz böse sein, dass er sich trotz mehrfacher Versuche meinerseits nicht zu einem Interview hinreißen lassen wollte. Verspätet hat er sich trotzdem, zu einfach jeder Gelegenheit! Checkpoint Paris! Unser Navigationsystem “Neverlost” hatte uns bis hierher noch Glück gebracht. Nach vier Stunden hatten wir zumindest die Stadt erreicht, die Location jedoch noch lange nicht. Der Boulevard Peripherie zog sich zur Nachmittagszeit zu einem langen Straßenkampf hin.Lebensmüde Roller- und Motorradfahrer zwängten sich durch jeden Spalt im kilometerlangen “Stop and Go”, Peugeots und Renaults fuhren bis auf Fingersbreite auf ihren Vordermann auf, sogar Polizeistreifen versuchten mit Blaulicht und Sirene durch den blechernen Fluß zu kommen - ohne Erfolg. Wir haben es dann nach knapp zwei Stunden geschafft, das Stadtviertel Malakoff, in dem auch der Destillateursbetrieb Espace Clacquesin liegt, anzugelangen. Auf eine spezielle Weise fand ich es übrigens irgendwie bemerkenswert, wie sich im Transporter CS-Admin und Quotenbelgier Pesticide mit WC3L-Admin Niels ständig wechselnd auf Deutsch, Englisch oder auch Französich unterhielt. Für viele Impressionen reichte es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht; die mit dem Aufbau betraute ESL-Crew hatte bei unserer Ankunft noch einiges vor sich. Auf die Location, das Viertel und das Event gehe ich noch gesondert im Artikel "[i]iFNG Paris - Zwischen Alt und Neu[/i]" (23.01.) ein. Von daher entschied sich der Großteil unserer kleinen Gruppe, noch für eine Stunde in das zehn Minuten entfernte ETAP-Hotel (welche es in Paris en Masse gibt) zu fahren. Und das war er, der Genickbruch! Für diese lächerlichen drei Kilometer haben wir über eine halbe Stunde gebraucht, dem Neverlost sei “Dank”. Unser Navigationssystem schickte uns in Einbahnstraßen, auf gesperrte Brücken oder auf Parkplätze, aber nicht zum gewünschten Ziel. In der Tat sehr ärgerlich, besonders weil das Gerät schon auf dem iFNG in Stockholm nicht einwandfrei funktionieren wollte und sich so einige Personen zum wiederholten Male mit den Fehlanweisungen “zufrieden” zu geben hatte. Nach der standardmäßigen Verspätung von Grubby und einer gekonnten Schuldzuweisung seitens Ian, Mitverantwortlicher der europäischen ESL, (“She had to make up her hair!”), ging es zurück zum ersten intel Friday Night Game Frankreichs. [float=right][url=http://www.mymtw.de/index.php?module=gallery&action=view_image&imageID=16571][img]http://images.mymtw.de/galleries/31/152/627/t16571.png[/img][/url][center][size=9] mousesports in gewohnter Pose[/center][/size][/float]Ich muss zugeben: Ich hatte hohe Erwartungen! Nach der Besucherzahlenpleite von Stockholm konnte man schon ein wenig mehr erwarten - und ich wurde zufrieden gestellt. Alle konnten per GIGA und GIGA2 mitverfolgen, wie stimmungsvoll und durchaus erfolgreich das iFNG von Statten ging. Auch im Gamingroom von mousesports herrschte ein ähnlicher Zustand; wie gewöhnlich gab es die Gruppenumarmung zu Beginn und die Motivations- und Freuderufe während des Spiels. Dies hat sich auch im Ergebnis wiedergespiegelt, welches für Silver schon dort eine [url=http://www.mymtw.de/index.php?module=special&action=article_detail&articleID=5566]Bestätigung für das wochenlange harte Training[/url] war. Ich nahm mir auch nicht die Gelegenheit, einfach mal Fanboy zu spielen und mir die Unterschriften von ToD, Grubby und den CS-Teams auf ein großes Extreme Masters Poster zu geben - welches später noch böse leiden musste. Für mich war die Sache nach dem Event klar: Es war der richtige Schritt, der nach Frankreich gemacht wurde. Auch wenn ich an diesem Abend leider nicht viel vom Pariser Nachtleben sehen konnte - ungewöhnlich lustlos waren viele TE-Mitarbeiter und niemand, den ich ansprach, hatte so wirklich das Verlangen, noch auf die Piste zu gehen. Das könnte daran gelegen haben, dass alle durch die vielen Veranstaltungen der letzten Zeit erschöpft waren und wir sowieso am nächsten Tag schon früh wieder die Heimreise antreten wollten. Und für eine WLAN-Karte, die zwei Stunden lang das Glück des World Wide Webs versprach, wollte ich auch keine Zehn Euro bezahlen. Da trauerte ich lieber meinen unterschriebenen Postern nach, die bei dem Versuch, die Lichtschranke des schließenden Aufzuges zu betätigen, eingeklemmt und in den nächsten Stock gezogen wurden - zur großen Belustigung von Jule. Was den Abend oder eigentlich schon die Nacht abrundete, war ein interessantes Gespräch mit Niels über alte WC3-Legenden, die Zukunft von Online-Poker und eSport-Skandälchen. Ich wusste gar nicht, dass bds so eine dunkle Vergangenheit haben soll. Die Rückreise verlief überraschend ereignislos, schon fast verdächtig. Vielleicht war das die Ruhe vor dem Sturm, der mich auf der Reise zur nächsten eSport-Veranstaltung erwarten und volle Kanne ins Gesicht treffen wird. Später dann dachte ich bei einem zünftigen McRösti im Kölner Regen daran, wie bemerkenswert und beeindruckend der eSport doch schon geworden ist und was in diesem Jahr 2007 auf ihn zukommen wird.
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#1 csc, geschrieben am 23.01.2007 00:06:52
schöne sache jonas.. :)
#2 [mash], geschrieben am 23.01.2007 09:13:05
bds hat Porn gedreht, oder was ?
#3 stephan, geschrieben am 23.01.2007 14:21:43
\"Eine Nacht in Paris\" Und ich dachte schon eine deutsche Synchronisation :rolleyes:
#4 R0cK3r, geschrieben am 24.01.2007 00:32:49
also dass die franzosen partout, ja ich kann frazösisch ;) , kein englisch sprechen wollen nervt mich echt. la grande nation. da musst der franzose für nik immer schön übersetzen, dafür hätte es keine shirts geben dürfen !
#5 sot3k, geschrieben am 24.01.2007 14:48:23
Neverlost ftw! Die siebte Ausfahrt rechts!!111 :D
#6 root_enzersberger, geschrieben am 28.01.2007 21:26:08
nette geschichte nächstes mal will ich auch mit :D
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