Autor: Cosmo geschrieben am Freitag 13.04.2007 um 16:51 Uhr

Erinnerungen an vergangene Zeit

Vom Aussterben bedroht: LAN-Parties

Wer kennt sie als Spieler nicht, [i]die[/i] eine LAN-Party, die einem am meisten aus der eigenen Vergangenheit in Erinnerung geblieben ist. Aber, geht es nur mir so, oder verblassen diese einmaligen Momente immer mehr und es will einfach nichts Neues in der LAN-Landschaft entstehen, das dem ebenbürtig sein könnte? Gerade jetzt im April, in dem wieder eine der beliebtesten LANs Deutschlands, die „The Summit“ in Osnabrück, stattfindet, stelle ich mir öfter und öfter diese Frage. Zu gern erinnere ich mich noch an die Zeit, in der ich in Spielezeitschriften von den diversen Veranstaltungen in Deutschland gelesen habe und einfach mangels Auto oder bedingt durch mein damaliges Alter, nicht in der Lage war, an diesen teilzunehmen. Wehmütig schießen mir Namen wie „Das große Beben“, „gXp3“ oder auch „Zenith“ durch den Kopf. [float=right][center][thumb]7050[/thumb][size=9]Das große Beben #7[/size][/center][/float]Pflichtveranstaltungen, an denen Teams wie mortalTeamwork, Ocrana oder das Schroet-Kommando teilnahmen. Bei denen man sich traf um gemeinsam ein Spiel zu spielen, ein Turnier zu gewinnen oder eben aus dem einfachsten aller Gründe - um Spaß zu haben. Doch waren es damals nicht nur die großen LANs bei denen man sich traf. Viel öfter kam es vor, dass an einem Freitag das Telefon klingelte und die Stimme am anderen Ende sagte: „Lust heute zu mir auf LAN? Wir könnten mal wieder ordentlich UT oder CS zocken“ fast immer lautete die Antwort: „Klar - Da bin ich dabei!“. Also packte man seinen Rechner ein, kratzte die letzten Chips- und Colavorräte zusammen, zog unverständnisvolle elterliche Blicke auf sich und schon konnte es auch losgehen; annähernd 48 Stunden Dauerzocken, Junk Food und ganz wenig Schlaf – herrlich. Ich musste schon lange überlegen, bis mir einfiel, wann so etwas das letzte Mal passierte. Gut fünf Jahre ist das nun her. Warum dem so ist, weiß ich selber nicht mal so genau. Irgendwie hat sich das ganze mit den Jahren verloren. In Zeiten von Breitband-Internet für Jedermann und dem dadurch ständigen „vernetzt sein“ besteht scheinbar einfach nicht mehr der Drang sich solch lange Zeit zusammen in einen stickigen Raum voll ionisierter Luft vor die Rechner zu klemmen und zu Zocken. Da ziehen die Meisten der Tastatur als Schlafplatz scheinbar das gewohnte, heimische Bett vor. [b]„es gibt doch noch große LANs?“[/b] Doch auch die Zeit der großen kommerziellen LAN-Partys scheint dem Ende zuzugehen. innovaLAN, Deutschlands wohl größter Veranstalter in diesem Segment musste diese Entwicklung im Dezember des vergangenen Jahres recht schmerzlich erfahren. Als „Rekord-LAN“ mit 6280 Teilnehmern angekündigt, konnte man am Ende der „Dimension6“ froh sein die Hälfte der Teilnehmer begrüßen zu dürfen. Viel mehr hätten auch nicht fehlen dürfen; man munkelte bereits während der Veranstaltung vom finanziellen Untergang der Firma. Allerdings fallen mir immer mehr Faktoren auf, die eine solche Entwicklung zulassen, vielleicht sogar beschleunigen. So wird mehr und mehr nur noch auf eine LAN-Party gefahren um ein Turnier zu gewinnen, um das Treffen von Freunden oder den puren Spaß an der Atmosphäre geht es immer weniger. So ist es Heute meist auch besonders wichtig den „inet-fame“ zu widerlegen und auch „auf LAN“ zu zeigen was man kann.[float=left][center][thumb]7051[/thumb][size=9]Austragungsort mit Flair: Stadthalle Osnabrück[/size][/center][/float] Der eigentliche Grund durch den man früher fast schon gezwungen war sich zu treffen um überhaupt gemeinsam Spielen zu können fehlt heute einfach. Es spielt auch eigentlich keine Rolle mehr, welche Geschichte eine LAN hat, was das besondere Flair einer Veranstaltung ausmacht oder wie diese entstanden ist. Das Einzige für was man sich noch interessiert ist doch, seien wir mal ehrlich, welcher Preis für den ersten, zweiten und dritten Platz rausspringt. [b]Ideenreichtum? - Mangelware[/b] Doch sind an dieser Entwicklung auch die Veranstalter nicht ganz unschuldig. Scheinbar hat man es sich inzwischen immer mehr zum Ziel gesetzt mit Großveranstaltungen wie einem ElectronicSportsWorldCup oder den WorldCyberGames mitzuhalten. Sicherlich ist es als positive Entwicklung anzusehen, dass Turniere mit besseren Preisen aufwarten können. Jedoch stellt sich die Frage, ob man diesen Part nicht lieber den richtigen eSport-Veranstaltern überlässt und sich auf die wichtigen Bestandteile einer LAN-Party konzentriert – die Atmosphäre und vor allem, das Spielen aus Leidenschaft. Man mag mir jetzt entgegnen, dass wenn die Preise fehlen auch keine Top-Clans mehr, beziehungsweise überhaupt deutlich weniger Besucher kommen würden. Sicherlich – na und? Früher hat es doch auch funktioniert, wieso heute nicht mehr? Einerseits mag da der Fehler bei den Besuchern liegen, die nur kommen, wenn es auch ordentliche Preise gibt. Andererseits sind diese Leute doch auch kein Garant für die Atmosphäre und das Besondere an einer solchen Veranstaltung. Vielleicht bedarf es um wieder mehr Leute anzuziehen ja dem einfachen Konzept „back to the roots“. In genau dieselbe Kategorie fällt auch der nächste Punkt, denn bei nahezu jeder größeren LAN gibt es inzwischen immer eine „Event-Area“, auf deren Bühne dann dilettantische Moderatoren versuchen die erschienene Menge, meist nicht mehr als ein Dutzend Leute, anzuheizen und sie zum Brüllen von Werbesprüchen zu bewegen. Als Lohn fliegen dann fünf Schlüsselbänder in die „Menge“ – verdammt wichtig! Die meisten Stimmen, die ich über solche „Events“ vernommen habe, waren eher negativ. Ich glaube nicht einmal, dass die Leute etwas gegen eine richtig gute Show hätten. Abgestimmt mit der Turnierleitung und einer Turnierpause würde so etwas sicherlich gut ankommen. Andererseits fehlt zum Anheuern richtiger Show-Acts dann auch wieder das Geld – warum dann nicht gleich bleiben lassen, denn beim Spielen, dem Hauptaugenmerk einer LAN, von einer einfältigen Show gestört zu werden, empfinden die Meisten dann wohl eher als lästig. [b]Die Masse machts - nicht[/b] Auch Versuche, mit immer größeren Veranstaltungen die Massen zu bewegen, scheinen nicht der Weißheit letzter Schluss zu sein. Wie bereits Eingangs erwähnt kam es bei der Dimension6 schon fast zum Debakel, durch mehr als 50% fehlender Teilnehmer wurde der Veranstalter auf eine sehr harte Probe gestellt, sowohl nach Außen hin als auch im Team selbst. Doch fragt man sich wie es so kommen konnte. Werden doch zum Beispiel im schwedischen Jonköpping regelmäßig neue Besucherrekorde gebrochen, wenn die „Dreamhack“ zum gemeinschaftlichen Zocken einlädt.Mehr als 10.000 Besucher zählte man dort zur letzten Veranstaltung. Eine Zahl die in Deutschland unerreichbar scheint, auch wenn die Wege in Schweden deutlich weiter und die Eintrittspreise für LAN-Partys im Ausland teilweise drastisch höher sind. Renkte sich mir doch fast der Kiefer aus, als ich den Eintrittspreis für eine der beliebtesten LANs in Großbritannien, die i-Series, von einem Freund erfuhr. 90 (in Worten: neunzig!) britische Pfund, also knapp 140 Euro, ist man dort bereit für drei Tage Spaß auf den Tisch zu blättern. Preise bei denen in Deutschland wahrscheinlich so Mancher den Veranstalter wegen Wucher anzeigen würde. Anders bei unseren Freunden von der Insel, „ruck-zuck ausgebucht“ lautet dort das Fazit. [b]Weniger ist also mehr?[/b] Das ganze führt bei mir eigentlich nur zu einer Fragestellung: Fehlt uns vielleicht einfach die richtige „LAN-Kultur“, oder noch viel schlimmer, hatten wir sie schon und haben es geschafft sie zu verlieren? So muss ich hierbei wieder an die beiden wichtigsten Faktoren denken, die eine gute LAN-Party ausmachen. Den Veranstalter und die Besucher. Ersterer hat dafür Sorge zu tragen hat, dass ein ordentliches Netzwerk, ausreichende Stromversorgung, gute Turnierleitung sprich schlicht und einfach eine gute Organisation stattfindet und ein reibungsloser Ablauf garantiert ist. Einen Faktor allerdings habe ich bewusst außen vor gelassen, da ich ihm besonderes Augenmerk schenken möchte. So wurden in der sehr großen Bremer Messehalle, in der die Dimension6 stattfand, während der LAN diverse Stimmen laut, dass dort einfach keine Atmosphäre herrschen würde und dass es so einfach keinen Spaß mache. Natürlich braucht man für eine große Veranstaltung auch eine große Halle, vielleicht ist es aber gleichwohl sinnvoller eine kleinere Halle und somit auch kleinere, feinere Veranstaltung durchzuführen, die allerdings schon eine gewisse Historie vorweisen kann. [float=left][center][thumb]7052[/thumb][size=9]The Zenith: Lokhalle Göttingen[/size][/center][/float]Wem fällt beim Begriff Lokschuppen Göttingen nicht der Name „The Zenith“ ein, oder wer denkt beim Gedanken an die „The Summit“ nicht an die Luxus-LAN mit Parkett und Teppichboden in der Osnabrücker Stadthalle. So sind Versuche neue Veranstaltungen einzuführen, nur um Rekorde zu brechen, meiner Meinung nach von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Aus dem einfachen Grund der fehlenden (Vor-)Geschichte. Eine Rückbesinnung auf das, was es den Besuchern früher schon im Vorfeld schmackhaft machte auf eine LAN zu fahren, würde vielleicht sicher dazu führen, dass weniger Publikum erscheint, allerdings würde ich persönlich lieber kleiner planen und ausverkaufte Reihen haben, als riesenhaftes anzustreben und dann mit Ausfällen rechnen zu müssen. [b]Ab 16 - oder doch ab 18?[/b] Den zweiten Faktor, den ich schon erwähnt hatte, die Besucher, kann man als Veranstalter natürlich nur bedingt beeinflussen. Doch hätte man dazu nicht vielleicht doch Möglichkeiten? Bedingt durch Jugendschutzmaßnahmen geht heutzutage kaum noch ein Veranstalter das Risiko ein und schafft einen „ab 16“-Bereich. Zu groß ist der organisatorische Aufwand hierfür, zu gering der Nutzen. Doch ist der Nutzen wirklich zu gering? Würde man sich vielleicht auf diese Art und Weise nicht gerade das Publikum erziehen, welches es zu schätzen weiß schon seit Jahren wieder und wieder auf dieselbe, gute Veranstaltung zu gehen? Das Publikum, welches die Organisation und das Flair genießt, ganz ohne selbst den Keller ausräumen zu müssen, nur um für zehn Freunde Platz zu schaffen, hat man im Rennen um die größte LAN und dem Sinnen auf Rekorde, aus den Augen verloren und vernachlässigt. Ein ganz anderer Punkt, welcher allerdings auch in die Sparte der Besucher fällt ist mir im Dezember auf der Dimension6 das erste Mal wirklich aufgefallen. Früher herrschten an den Plätzen leere Dosen und Flaschen von Koffein- und Taurin-haltigen Getränken vor; heutzutage sind es eher leere Alkoholika, die man findet. Das bizarrste Erlebnis allerdings hatte ich, als ich mir während eines Spiels des mousesports UT-Teams den Gegner begutachten wollte, nur um eventuell etwas über sie schreiben zu können. Was ich vorfand, waren vier Betrunkene, die mehr oder minder erfolgreich versuchten sich gegen das zu dieser Zeit stärkste Team Deutschlands, vielleicht sogar der Welt, zu verteidigen. Nachdem sie mich entdeckten, wie ich ihnen beim Spielen zuschaute, drohte man mir, ich solle „mich verpissen“ und warf mir vor ich wäre „ein Spion“; ein Spion in Diensten von mouz mit mymTw-Shirt - natürlich. Wobei ich hier wieder den Bogen zum Publikum, das eine LAN zu schätzen weiß schlagen muss. Solche Leute wissen genau dies eben nicht.[float=right][center][thumb]7053[/thumb][size=9]Dimension6: eher noch harmlos[/size][/center][/float] Vielleicht wissen das aber heute die Wenigsten, schließlich kann man jeden Abend mit seinen Clan-Kollegen spielen und muss sich nicht auf das Wochenende freuen, an dem das erst möglich ist. Wozu geht man also heute noch zu einer LAN-Party? Um zu Spielen oder um sich zu Betrinken? Bei so Manchen scheint Letzteres zu überwiegen; eine Entwicklung die ich mit großem Bedauern feststelle. An dieser Stelle nach einem Verbot von Alkohol zu rufen, halte ich für übertrieben. Vielmehr sollten die Spieler selbst einer solchen Entwicklung entgegenwirken und deutlich machen, dass solche Ausmaße nicht erwünscht sind. Wobei mir dabei wieder der Gedanke an unsere „LAN-Kultur“ in den Kopf kommt. [b]Mit Vorfreude ins Gefecht[/b] Abschließende Worte für diesen Text zu finden fällt mir etwas schwer. Gerade auch mit dem Gedanken an das kommende Wochenende auf der „The Summit“ frage ich mich doch: „Was erwartet mich?“. Ich hoffe auf eine entspannte Atmosphäre und eine Menge Spaß, weniger auf Mengen von Alkohol und erhitzten Gemütern. Möglicherweise hoffen die anderen gut 1200 Teilnehmer ähnlich. Einem Aussterben der doch recht langen Tradition von LAN-Partys in Deutschland würde am Ende wahrscheinlich nicht nur ich nachtrauern.
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#1 F|O, geschrieben am 13.04.2007 17:30:21
gabs auf readmore schonmar nen artikel zu ... aber ansonsten, gut geschrieben :bvb:
#2 mogelbumm, geschrieben am 13.04.2007 17:34:40
Ich hab mir darüber auch schon öfters Gedanken gemacht. Was du schreibst ist alles richtig, nur der Ruf nach einem Back-to-the-Roots nicht. Es ist nicht die Veranstaltung, die sich geändert hat, sondern die Spieler. Heute hat jeder Breitbandiges Internet Zuhause. Auf eine LAN darf man sowieso erst ab 18. Im Gegensatz zu früher hat jeder LAN-Besucher vor seiner ersten Party also schon grob 2-4 Jahre aktives Spielen hinter sich. Spielen im Multiplayer ist einfach nicht mehr so großartig attraktiv wie damals, weil man es ja jetzt zu jeder Zeit tun kann. Die LAN-Veranstalter müssen sich umorientieren, wenn sie weiter existieren wollen. Das kann einerseits durch eine reine Ausrichtung als Fun-Party sein, oder aber als eSport-Veranstaltung. Und dagegen sträubt sich niemand so extrem wie die deutschen Veranstalter. Liest man auf den bekannten Lanparty Portalen, dann überbieten sich die Veranstalter gegenseitig damit, wer die Progamer am besten ausgrenzt. Ein Blick auf die fngs zeigt aber, dass gerade hier der eSport sehr erfolgreich vermarktet werden kann. Fressen oder gefressen werden. Im Computerbereich kann man heute keine Produkte mehr von 1995 verkaufen. Das gilt auch für Lanparties.
#3 hrk, geschrieben am 13.04.2007 17:40:29
irgendwann is man halt aus dem alter raus würd ich sagen..
#4 mateTee, geschrieben am 13.04.2007 17:47:19
hmm ich finde in den meisten punkten hast du recht! allerdings das mit dem alk kommt auch wenns keine ordentlichen preise gibt, denn es ist halt so das es mehr spaß macht wenns um was geht! und mit früher kannst du das nicht vergleichen denn damals gabs noch kein richtiges preisgeld, heute kann man mit eSport hundertausende verdienen! das ist der punkt wo auch der \"kleine\" mann was abhaben möchte: also meiner Meinung nach bessere preise = ernsthafterer versch zu gewinnen = weniger trinken. denn besoffen spielt sichs halt nicht gut :) beispiel hatte ich gerade vor nem halben jahr, hier gibt es so eine fun-lan ohne gute preise die weren sogar verlost nichtmal erspielt! dadurch gabs hat viele die zum saufen gekommen wagen schlußendlich musste einer per krankenwagen abgeholt werden! Wenn motivation fehlt zu gewinnen muss man sich halt anders beschäftigen - naja man könnte auch einfach zum spaß an der feude spielen, aber ernsthaft das macht doch kaum noch einer
#5 otacon, geschrieben am 13.04.2007 19:43:56
bei der i-30 wurde aber auch ein beträchtlicher anteil des eintrittspreises für richtige preisgelder (geld und keine gehäuse oder headsets) verwendet auch in skandinavien gibt es auf größeren lans immer wieder vergleichbar viel preisgeld (ich wiederhole: preisGELD) das fehlt einfach in dtl. ist sicherlich ein faktor neben den genannten, aber der muss auch mal gesagt werden @hrk: es geht aber auch darum, dass keine neuen nachkommen
#6 select, geschrieben am 13.04.2007 19:56:54
Teilweise hat er recht aber man kann einfach nicht erwarten dass man mit einem Konzept von 1995 heute noch erfolg haben kann. Man kann es gut mit der Musikindustrier vergleichen, die einfach den Sprung nicht geschafft haben und die Entwicklung jahrelang verpasst haben. In diesem Sinne wir sehen uns auf dem onair-festival (www.onair-festival.de) select ist sooo alleine, besuch seinen account :scare:
#7 SteF`, geschrieben am 14.04.2007 02:21:58
Mh stimmt ich war irgendwie auch schon ewig nimma auf Lan, selbst was georgat wurd auch lang nicht mehr, is eigentlich schade :( Mit Freude denk ich da an Zeiten zurück, wo man als Gewinner des HLDM Turniers ne Flasche Vanilla Coke in die Hand gedrückt bekam.. :D Aber mir persönlich steht irgendwie auch nicht so die Lust nach irgendwelche perfekt organisierten Lans wo es eigentlich eh nur um die Turniere und um fett Kohle geht, Atmosphäre is so viel wichtiger, wohl der Hauptgrund warum kleine Lans immer mehr Spaß machten.. Das Publikum macht ne Lan aus, nicht die Preise.
#8 Nisei, geschrieben am 14.04.2007 11:09:19
ja, meine lan war in cuxhaven die sturmnacht. 120 leute aber immer eine tolle atmosphäre und immer die gleichen gesichter und das 2mal im jahr. das ist/war eine kultveranstaltung. die leute, mit denen man da früher gezockt hat, sind nun auch alle um die 24, also teil der red bull generation. spielen da heute die 16-20 jährigen muss man leider festellen, dass sie alle mit alkohol bewaffnet kommen. nichts geht mehr ohne diesen scheiß alkohol. betrinken und nichts besseres zu tun, das jedes wochenende und immer fast ins koma. leider eine vollkommende verarmung in diese richtung.
#9 TissyMadeInHell, geschrieben am 14.04.2007 11:51:40
Zu dem Alkoholkonsum sage ich nur: bioxar.schmitt @ 6 Liter Rotwein vs Rutsche, PE-LAN \'07! http://www.youtube.com/watch?v=8hKK5AKy1aA http://www.pe-lan.de/coppermine/displayimage.php?album=20&pos=204 Anfangs war\'s noch lustig aber später konnte man nur noch den Kopf schütteln.
#10 f!re, geschrieben am 14.04.2007 11:59:10
JA guter Artikel. ICh muß gestehn, ich sehe mich auch um ob ich minestens den Entritt mit Preisen reinbekomme. Allerdings ist dies nciht das wichtigste. Was ich furchtbar finde, ist der Alkoholkonsum auf LANs. Wenn Du besoffen gröhlende Gegner oder gar unbeteiligte hast die deine Konzentration stören ist es einfach scheisse...
#11 Ice, geschrieben am 14.04.2007 12:11:52
wohne aufm dorf. musste immer lange anfahrtswege in kauf nehmen. dazu kam eintritt und geld für essen drinken. da waren mal schnell 40-50 euro weg. dann hat man auf kleinen lans mit ca. 30 personen en kleines turnier cs oder wc3 gemacht wo die teams dermaßen unausgeglichen waren das es 0 spass gemacht hat. oft konnte man sich auf kein spiel einigen oder es wurde nur geleecht. der spass hielt sich somit in grenzen. ich bin zwar zu meiner schulzeit recht gerne auf lans gegangen, aber den stress brauch ich heut echt nimmer. zu den großen lans. war einmal auf ner 1000er. hab dort nette tischnachbarn gehabt mit denen ich echt viel spass hatte. kann also nicht behaupten das atmosphäre nur auf kleinen lans existiert. meiner meinung sollte man nicht immer der vergangenheit nachtrauern. die entwicklung wird niemand aufhalten können. da heisst es wohl anpassen oder weiter von der \'guten alten zeit\' träumen. haut rein
#12 csc, geschrieben am 14.04.2007 14:22:41
ist aber eine eigentlich normale entwicklung, die darauf ebruht, dass es ein überangebot gibt, bessere internetverbindungen und eine \"pro\"-szene, die es nur auf preisgelder abgesehen hat und dadurch der eigentliche sinn einer \"lan\" vollkommen verloren geht..
#13 pirson, geschrieben am 14.04.2007 15:06:35
Netter Artikel, du wirfst zwar viele Aspekte in den Raum, durchläuchtest sie aber wenig. 1. Beispiel: Lans in anderen Ländern. Wenn du dir die LANkarte eines deutschen LANpartyportal anschaust findest du überall in Deutschland LANpartys, jedes Wochenende Partys. Am WE vom 6. bis 8.04.07 waren es laut LANparty allein 16 Stück. von 25 bis über 500 möglichen Teilnehmern. Macht insgesammt über 2.000 Plätze. Es gibt in Deutschland einfach ein viel zu hohes Angebot an LANpartys. Die Dreamhack ist DAS Ereignis in Scheden. Die Jungs dort warten darauf wie hier die Fastivalgemeinde auf den Rock am Ring. 2. Die Masse machts nicht Kann man auch nicht bestätigen, Warum bleiben bei kleinen 200-300er Veranstaltungen die Leute weg, auch wenn die Partys über Jahre erfolg hatten? Daneben siehst du eine Community LAN oder eine MAXXimum #2 die ohne große Referenzen voll werden und dann mehr oder weniger in die Grütze gehen. Das Problem ist hier der Teilnehmer. Dieser selbst schaut wie du selbst festgestellt hast nicht mehr auf das was da hinter steckt. Er zieht nur noch Zahlen. Was nun mit der Dimension6 passiert ist, kann ich auch keine Antwort drauf finden, aber wenn knapp 10 Partys davor (Summit, NorthCon, Activation) gut mit dem Motte groß geklappt haben und nun eine Party daneben ging sollte man noch nicht den Teufel an die Wand malen. 3. Die Spieler Das verwundert mich am meisten an deiner Argumentation. Zum einen traumst du von der guten alten Zeit in der es nicht um Turniere ging sondern um Spass, zum anderen glaubst du, dass die Jungs auf LANpartys die mtw von mouz nicht unterscheiden können genau den Spassfaktor und das Flair einer Party nicht schätzt oder erkennt. Diese Leute kommen auf die LAN um Kumpels zu treffen ein wenig aus Spass zu spielen und zu feiern. Das heutzutage der Alkoholkonsum übertrieben wird ist sicher richtig, jedoch sind genau diese Jungs eigentlich die, auf die das \"alte\" Bild von LANpartys noch zutrifft. 3.Warum E-Sport und LANparty sich nicht vereinen Warum sich Veranstalter meist vom E-sport abgrenzen, versteht jeder der mal mit so genannten \"pro-Gamern\" zu tun hatte. Und ich nehme hier mal die richten professionellen \"alten\" Spieler raus. Den die sind meist sehr erträglich. Es sind meißt die Halbstarken, die glauben die größten zu sein und sich dann wunder das sie nachdem sie 2,5 Stunden irgendwo essen waren aus dem Turnier fliegen oder sich wie kleine Kinder aufregen wenn sie verloren haben und stundenland den Fehler beim Gegner oder beim Server suchen, anstatt einfach mal einzugestehen das die anderen besser waren. Sportliches Verhalten und Respekt nennt sich sowas. Das was (wem die namen noch etwas sagen)ein TheKing, ein Chucky, ein Koj und sogar ein untouchable (zumindest im realen Leben) noch wußten und auch immernoch wissen. Zwar sind diese neuen Gamer hier auf mymtw die Zielgruppe. Auf LANpartys sind sie jedoch nicht die Mehrheit. Dort sind es die Funspieler, die die keine Ahnung von der ESP haben und nicht wissen wer grade hipp am CS oder WC3 Himmel ist. Durch die neuen Spieler geht der Spass am Veranstalten verloren, was mich zum 2. wichtigen Aspekt zwischen LANpartys und E-Sport bringt. Spass. LANpartys werden von Leuten aus Spass veranstaltet. Dabei wird kein Geld verdient, was die meisten Spieler immer wieder vergessen. Der Eintritt ist eine Aufwandsentschädigung. Bisher ist innovaLAN das einzige Team in Deutschland die ihre Partys mit finanziellen Hintergrund veranstalten. Und auch da arbeiten fast alle für Lau was sich jeder denken kann, der etwas ahnung davon hat wieviel so eine Veranstaltung kostet. E-Sport hingegen ist Kommerz. Hier wird Geld verdient. Die Jungs der PlanetLAN GmbH (WWCL), der Freaks4U GmabH oder von der Turtle Entertainment GmbH (ESL) haben richtige Verträge, sind Angestellte, machen dies Hauptberuflich. Warum ist das so? E-Sport kann als Sport verkauft werden, ist Medienwirksam. LANpartys haben ein eher schlechtes Image bei Sponsoren. Deshalb ist auch viel weniger Geld drin. Bei der Frage nach ab16 oder ab18 teile ich deine Meinung. Jedoch sollte man auch hier den Hintergrund nicht vergessen. Eine LANparty wird aus Spass betrieben. 500 16jährige zu betreuen und darauf aufzupassen das sie sich nicht ins Koma saufen, Pornos reinziehen oder Quake spielen ist kein Spass. Jemand wie innovaLAN sollte sich diese Option vielleicht mal wirklich überlegen. Allerdings sind zum einen auch dort die Leute die diese Aufgabe dann warnehmen unbezahlt und zum anderen könnte man sagen das es bei LANpartyveranstaltern ein ungeschriebenes Gesetz gibt. Wer u18 Partys macht ist bei anderen Veranstaltern unten durch, weil er nicht die Bude mit Erwachsenen voll kriegt. Letztendlich geht es darum dem Spieler einfach mehr zu bieten als den DSL Anschluss zu Hause. Und da sage ich wiederum ist genau die Idee des Nebenprogramms wichtig. Vielleicht nicht die Bühne mit der Verlosung von Schlüsselbändern aber Dinge wie eine gute Coverage, Kicker Turniere und auch die Showbühne oder eine kleine Messe. Der deutsche LANparty Besucher ist halt sehr anspruchsvoll und würde auf einer Dreamhack ausrasten. Tische gebaut aus Paletten und Spanplatten, die allgemeine gewollte Möglichkeit Boxen anzuschließen und aufzudrehen und Turnierservern mit Pings von 80 und mehr sind dort Standard. Somit sind die großen Veranstalter schon auf dem richtigen Weg. Wenn man das ganze professioneller angehen soll, müssen sich die Gamer jedoch auch mit Preisen jenseits der 60 € einlassen. Und sind wir wieder beim traurigem Motto Geiz ist Geil. Das mal als Auzug meiner Erfahrung mit LANpartys der letzen 12 Jahre.
#14 az!d, geschrieben am 14.04.2007 21:08:09
www.lanxp.de
#15 X-Flu, geschrieben am 16.04.2007 01:07:08
hmm die kleinen fun-lans sind schon noch im trend, aber stehen natürlich nicht in der öffentlichkeit. ein gutes beispiel ist die freestyledust welche auf tradition und PARTY setzt. laute musik - sogenannte PG\'s unerwünscht - partyspass - Q1 DM turnier - ach schauts euch mal an ;) www.freestyledust.de
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