Autor: kNolli geschrieben am Montag 09.07.2007 um 18:02 Uhr

Trotz Weltspitze nur zweitklassig?

fnatic erneut ohne Titel

Silber beim ESWC, Bronze bei der Intel Summer Championship, Fünfter bei den Kode5 Finals und bei der WSVG China, Dritter bei den WSVG Finals in New York. So lauteten die wichtigsten Ergebnisse des schwedischen Starensembles fnatic vor der Winter CPL in Dallas im Jahr 2006. Zwar zählte jeder das Team zur absoluten Weltspitze, eine große Veranstaltung wurde dennoch nie gewonnen. Man war unzufrieden. Niemand bei fnatic wollte der ewige Zweite sein, sondern der Primus. Und dann brach endlich der Bann. Dem dritten Platz auf den WSVG Finals folgte der Turniersieg in Dallas. Nach dem Finalsieg gegen MYM hatte fnatic den lang ersehnten Siegerscheck endlich in Händen. GotFrag hob die Schweden auf Platz eins ihrer Weltrangliste, sie galten als weltbeste Mannschaft. [b]Der Anfang vom Ende[/b] [float=left][thumb]7473[/thumb][center][size=9]Neuzugang ins[/size][/center][/float]Nach dem ersten Halbjahr 2007 befindet sich fnatic zwar immer noch in der Weltspitze, jedoch scheint der besiegt geglaubte Fluch zurückgekehrt zu sein. Kurz nach Jahreswechsel schockierte Kristoffer „Tentpole“ Nordlund mit der Ankündigung seiner Inaktivität. Die ständigen Reisestrapazen wurden ihm zuviel, weshalb er nur noch in einem lokalen Team spielen wollte oder völlig von der Bildfläche verschwand. fnatics Erfolgslineup existierte also nicht mehr, ein neuer fünfter Spieler musste her. Gefunden wurde dieser in Kappenmann Oskar „ins“ Holm, wenige Stunden nachdem dieser bei NiP verabschiedet wurde. Mit der berühmt berüchtigten roten Kappe im Kader schritt fnatic selbstbewusst ins neue Jahr. Europas Beste trafen sich im neuen Jahr erstmals bei der shgOpen in Kopenhagen. Die Veranstaltung fungierte als erster Gradmesser, da bei vielen Teams markante Lineupveränderungen vollzogen wurden. fnatic setzte die Premiere gleich ordentlich in den Sand. Nach der Niederlage gegen Pentagram warf sie Begrip Schweden mit 16:14 aus dem Turnier. Mehr als ein enttäuschender fünfter Platz blieb dem besten Team der Welt nicht. Ausrutscher passieren. [b]So nah, aber doch so fern[/b] Die prestigeträchtige CeBIT bot die Kulisse für die beiden nächsten Highlights im Turnierkalender. Für eines davon konnte sich fnatic jedoch gar nicht erst qualifizieren. SK Gaming hieß Schwedens Vertreter beim Europa Ableger der WCG, der Samsung European Championship. Nichtsdestotrotz wartete auch für fnatic Beschäftigung in Hannover. Die erste Saison der ESL Extreme Masters sollte auf der IT-Messe beendet werden. Doch auch in diesem Bewerb hatten sie am Ende wieder nur das Nachsehen. Obwohl im Halbfinale an SK Gaming Rache genommen wurde und nach der Niederlage Pentagrams der Weg frei schien, lief erneut nichts nach Plan. [float=right][thumb]7472[/thumb][center][size=9]An der Konzentration liegt es nicht[/size][/center][/float]H2k.Gaming überrumpelte nach Pentagram auch die Schweden und zog ins Overallfinale ein. Im Consolationfinale dann die nächste Ernüchterung. 10:16 endete die Partie gegen Pentagram und fnatic landete gar nur auf Platz drei. Nächster Versuch: NGL One Finals. Lediglich die vier besten Mannschaften der langwierigen Online-Saison durften in Berlin im lokalen Netzwerk ihr Können beweisen. fnatic durfte bei solch einer Veranstaltung natürlich nicht fehlen, getreu dem ungeschriebenen Gesetzt gewinnen aber auch nicht. Früh zeigte sich schon, wer diesmal zum Stolperstein avanciert. Bereits zum Auftakt kassierten die Schweden eine herbe Klatsche gegen 69N-28E. Zwar zeigten sie im Lower Bracket SK Gaming erneut die Grenzen auf und übersprangen auch die Hürde NoA, gegen die Truppe vom See Inari war jedoch erneut kein Kraut gewachsen. Wieder kein Titel. Ohnehin bekannt für die vielen Reisen zog es die fünf Schweden auch zum weit entfernten WSVG Stop nach China. Lediglich mit nationaler Konkurrenz in Form von wNv und TR.Victory konfrontiert, schien zumindest ein Triumph auf einem Mittelklasseturnier in Reichweite. Wie erwartet schaltete man die Lokalmatadoren der Reihe nach aus und näherte sich stetig dem Licht am Ende des Tunnels. Als wNv.cn im Upper Bracket auftauchte wurde die zunächst noch hell strahlende Lichtquelle immer blasser. Nach dem Consolationfinale bekam der einzige europäische Teilnehmer dann die Chance zur Revanche. Doch anstatt endlich die Ausfahrt aus dem schier endlos scheinenden Tunnel zu erreichen, holten sie sich das nächste blaue Auge an Stelle eines Turniersiegs. [b]Das falsche Finale[/b] [float=right][thumb]7471[/thumb][center][size=9]fnatic schwört sich auf den Gegner ein[/size][/center][/float]Ein Jahr nach der Finalniederlage gegen Made in Brazil steht fnatic dem selben Gegner erneut gegenüber. Die Ausgangslage vor dem Spiel ist jedoch bereits ernüchternd genug. Nicht das große sondern das kleine Finale machen die Vorjahresfinalisten in der fünften ESWC-Ausgabe unter sich aus. Einmal mehr Pentagram beendete die Hoffnungen auf einen Spitzenplatz. Trotz 1:0-Führung an Maps war es wieder fnatic, das enttäuscht letztendlich in die Sessellehnen sank und die Köpfe hängen ließ. Erneut wurden sie kurz vorm Ziel aus den Träumen gerissen und mussten als Verlierer zum Shake-Hands schreiten. Ein Finale durften die Schweden dann aber doch noch gewinnen. Im Spiel um Platz drei ließen Archi, ins, cArn, dsn und f0rest ihren brasilianischen Widersachern keine Chance. Das alles ändert freilich auch nichts an der Tatsache, dass fnatic in diesem Jahr ohne nennenswerten Turniersieg bleibt. fnatic läuft Gefahr eine ähnliche Durststrecke wie schon im Vorjahr zu durchlaufen. Sollten die Fünf nicht eine spontane Vorliebe für World in Conflict oder F.E.A.R. entwickeln, kann sie in diesem Jahr wohl auch die CPL Winter nicht mehr retten.
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#1 fr3t, geschrieben am 09.07.2007 21:38:22
fnatic FTW
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