Deutschland im Kopf geschlagen
Deutschland im Kopf geschlagen
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Zittern bei Deutschland
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Was folgte, war Stille. Die Begegnung wurde nämlich erst einmal aufgrund Promotion am ESL Stand unterbrochen. Was eigentlich normalerweise jeden stört, trieb die Spannung diesmal zusätzlich in die Höhe. Die Spieler überbrückten die Wartezeit geduldig und verblieben auf den Server, um sich warm zu halten. Dennoch zerrte die Unterbrechung an den Nerven.“Das war nicht optimal gelöst. Aber wir sind das ja gewohnt.“, kommentierte paN nach dem Spiel die Situation. Als es endlich weiterging, verdunkelte sich der Himmel über Deutschlands Hoffnungen blitzschnell. 4:1 zogen die immer wieder aufschreienden Dänen überraschend als eigentlich benachteiligte Terroristen auf und davon. Die vermeintliche Vorentscheidung. Deutschland gab jedoch nicht auf. Ohne Hektik, dafür mit einem klaren Ziel vor Augen, pulverisierten sie das Vorgelegte und glichen abermals aus. Vor allem die Erfahrung beider Nationen kam in dieser prekären Situation zur Geltung. In beiden Fraktionen stehen durch unzählige Veranstaltungen abgeklärte Spieler, die größtenteils auch im Clangeschehen schon miteinander gespielt haben. Charaktere, die bei Lärm, Platzmangel, Wartezeit und knappen Begegnungen gebraucht werden.
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guddo
außer Rand und Band |
Deutschland sah sich nach der Angreiferrunde mit einem 0:5 konfrontiert, keine Runde durfte mehr verloren gehen. Und das wird sie auch nicht, hieß die schwarz-rot-goldene Marschroute vor dem Seitenwechsel. Gewohnte „Auf gehts!“-Anfeuerung via Teamsay flackerte noch auf den Bildschirmen, als Deutschland zum Gegenschlag auszog. Die erste Runde gewonnen, schien alles seinen natürlichen Lauf zu nehmen. Als Zuschauer verlor man die Angst, dass die nächste Runde vielleicht die letzte im Upper Bracket sein könnte, so zielsicher und ungefährdet erfolgte der Spielaufbau. Der Thriller konnte also nur fortgesetzt werden.
Ein drittes Mal wurden Seiten gewechselt, Demos gestoppt und wieder gestartet und dreimal die Karte neu gestartet. Deutschland nun wieder zuerst Verteidiger. An den zuvor abgelegten Erfolgslauf konnte aber nicht angeschlossen werden, stattdessen wurde jede Gewinnrunde hart erarbeitet und anschließend beklatscht. Die Begegnung stand nicht mehr auf Messersschneide, es musste nicht mehr jede Runde eingefahren werden, Fehler schlichen sich ein. Endstand 3:2, ein Zwischenstand, der mehr auf Nachspielzeit Nummer 4 als auf Entscheidung deutete. Doch bei Deutschland schlich sich der Wurm ein, vor allem bei roman. Dieser fand überhaupt nicht mehr in sein Spiel und gestand sich dies mit der Nachricht „Ich krieg nix mehr tot“ an seine Teamkollegen auch ein. Roman war im Kopf geschlagen und auch seinen Teamkollegen erging es ähnlich, als die Dänen Runde um Runde gewannen. MooN konnte es nicht fassen, dass er von hinten überrascht wurde und schüttelte resignierend den Kopf. Auch paN, der in der Overtime beeindruckend unter Beweis stellte, weshalb er MVP der zurückliegenden Saison ist, vermochte es nicht, den Gegner aufzuhalten. Die gegenseitige Rückendeckung beim gemeinsamen Vorrücken brach zusammen und ermöglichte den Dänen die einzelne Eliminierung des Gegners. In der dreißigsten (!) Runde der Overtime war der Widerstand dann endgültig gebrochen. Während sich sein Bildschirm schwarz färbte, schmetterte roman sein Headset auf die Tischplatte und musste mit ansehen wie seine Mitspieler ebenfalls ausgeschaltet wurden. Nach drei ausgespielten Overtimes stand der Gegner endlich fest. Die Dänen hatten am Ende einfach den längeren Atem. Allzu enttäuscht waren die Deutschen allerdings nicht. Denn auch sie wussten: eine solche Partie bringt keinen wirklichen Verlierer hervor.
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, geschrieben am 24.08.2007 22:41:14

















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