Autor: Platin geschrieben am Sonntag 16.09.2007 um 20:00 Uhr

Die Vorschau

Team Fortress 2 angespielt


 

Team Fortress 2 - Das Logo
„An Team Fortress 2 ist alles genau ausgearbeitet. Es gibt keine Zufälle im Design des Spiels“, erzählt der von Valve eingeflogene Entwickler in der Orangebox. Der Klassiker der Multiplayershooter auf Basis von Half-Life bekommt seinen Nachfolger. Die Orangebox ist der Vorführraum auf der Games Convention.

Doch genug gesehen, ich will endlich selber spielen. Was der Gute her gezeigt hat, sah nicht nur interessant aus, es scheint auch Spaß zu machen. Also schnell zum Termin mit den beidem Managern vom EA Community Team. Nach etwas suchen, findet man endlich den gut versteckten Stand und kommt ins Gespräch. „Was das Spiel an Ressourcen frisst, wissen wir auch noch nicht, wir haben es am Mittwoch selbst zum ersten Mal gespielt“ gibt Andreas Koch zu. „Aber wir haben trotzdem schon einige Gimmicks - sowohl auf der Xbox, als auch auf dem PC gefunden“. Marc Tast ruft während dessen im Zelt neben dem Microsoft-Riesenrad an. „Andreas und ein Redakteur kommen gleich vorbei, sperr für die nächste Stunde mal einen Platz für die beiden“. Gesagt, getan und schon sind Andreas und ich auf dem Weg durch die Besuchermassen. Im Zelt angekommen, werde ich dem Standpersonal vorgestellt. Ich solle mich erstmal hinsetzen und selbst probieren. „Auf der Kommataste wechselst du die Klasse, ich komme in 20 oder 30 Minuten zu dir, wenn du bis dahin keine Fragen hast“.


Gespanntes warten vor dem Zelt
Also los gehts, mal schauen ob das Spiel hält, was es verspricht. Zum ersten Mal sehe ich alle neun Klassen in der Übersicht. Die meisten kennt man schon aus dem Trailer, trotzdem ist es jetzt was anderes, sie selbst anwählen zu können. Zuerst teste ich den Scharfschützen. Leider muss ich schnell feststellen, dass dieser nicht ganz so einfach zu spielen ist. Das Visier hat nur einen, dafür intensiven Zoom und es ist schwer, die schnellen Gegner zu treffen. Also mach ich es wie alle anderen und nehme die am häufigsten vertretende Einheit auf dem 8on8-Server der Games Convention: den Heavy! Er ist neben seiner Primärwaffe, einer Railgun mit 200 Schuss, auch mit einer Schrotflinte ausgestattet. Leider sind es beides Waffen mit einer großen Streuung, die dafür durch große Durchschlagskraft und 300 Healtpoints ausgeglichen wird. „Abenteuer Dauerfeuer“, brüllt jemand mit einer weniger stark gerüsteten Klasse. Nun gut, genug rumgeluckt. Nächste Einheit. Da meine Teammades wie die Fliegen wegsterben, entscheide ich mich für den Medic. Zwar bekomme ich so keine Kills aufs Konto, doch überleben die anderen dann gefühlte zehn Sekunden länger. Selbst angreifen wird wohl nützlicher sein.


„Welche Klasse nehm ich nur“
Ich wähle die schnellste Einheit im Spiel, den Scout. Leicht bewaffnet mit einer Schrotflinte, einer Pistole und einem Baseballschläger mach ich mich also auf in Richtung gegnerische Kontrollpunkte. Auf den Weg stelle ich fest, dass mein Charakter in der Luft zwei Mal und das in unterschiedliche Richtungen springen kann - Gut zum ausweichen! Fix an den langsamen Heavys, Soldaten und Pyros vorbei, direkt auf zum Erobern. Auch dort erwartet mich eine neue Erkenntnis, denn der Scout nimmt den Kontrollpunkt doppelt so schnell ein, wie die anderen Klassen. Doch ehe ich mich versehe, ist die erste Map schon vorbei und die zweite wird geladen. Darüber hinaus ist nun schon eine halbe Stunde vergangen, trotzdem lässt mich das Standpersonal in Ruhe spielen. Gut so - es macht einfach einen Heidenspaß. Trotzdem wechsele ich die Klasse, es gibt immerhin neun, von denen ich erst vier gespielt habe. Der Entwickler von Valve meinte doch, dass der Soldier immer noch rocketjumpen könne - das will ich sehen! Nach kurzer Zeit hab ich sie dann auch so drauf, dass ich mich damit nach vorn bewegen kann, ohne mir selbst die Hälfte der Hitpoints abzuziehen. Da ich jedoch schon früher in Unreal Tournament nicht der beste Spieler mit dem Rocketlauncher war, wird auch diese Einheit nur kurz angespielt. Doch kurz bevor ich wechseln will, schallt es von hinten “Drück mal G!“. Ich habe nicht bemerkt, dass Andreas seit „nun fünf Minuten“ hinter mir steht und mich in meinen Treiben beobachtet. Ich denke mir, wenn er es sagt, werde ich es wohl machen müssen. Kurz danach sehe ich meinen Charakter mit zwei Granaten und seiner Schrotflinte jonglieren und falle fast hinten über. „Jeder Charakter hat für jedes Movie ein eigenes kurzes Video“, sagt der EA Community Coordinator zu mir und kann es sich nicht verkneifen, damit zu prahlen, dass er es vorgestern herausgefunden hat.



Konzentriert beim Funspielen
Trotzdem ist Zeit für Veränderung. Man legt mir den Spion nahe, da man mir an ihm ein paar nette Features zeigen will. Ein Standbetreuer nimmt Tastatur und Maus an sich, verkleidet sich als gegnerischer Heavy und schleicht sich hinter einen Gegner. Zack, jetzt enttarnt er sich und sticht ihm das Messer in den Rücken. „Der Spy muss nur einmal zustechen, er ist meine Lieblingseinheit“. Klar: rumcampen, anschleichen und dann abstechen ... Nachdem ich nun noch den Engineer anspiele und zwei Selbstschussanlagen aufbaue, ist die Stunde bereits vorbei. Ich kann es mir trotzdem nicht verkneifen, sitzen zu bleiben und noch einmal mit dem Scout über die Map zu flitzen. „Die Zeit verging so schnell, ich konnte gar nicht alle Einheiten anspielen“, sage ich zu Andreas, als ich mit ihm wieder an der Communitylounge ankomme. „Ich hatte sie auch erst nach drei Stunden durch, von daher. Hat es dir denn gefallen?“

Das hat es, detailverliebt und Spielspaß ohne Ende sind garantiert. Leider gab es auf meine Nachfrage, ob es auch als Stand-Alone erscheinen wird, die erste negative Antwort. „Das können wir noch nicht sagen, vorerst ist es nicht geplant … vielleicht einen Monat später, wenn eh schon alle die Orange Box gekauft haben.“ Trotzdem wurde der Spielspaß nicht gemindert, Team Fortress 2 steht dem Vorgänger im nichts nach und bringt die geballte Ladung eSport-Potenzial mit sich. Welche Klassenkombinationen zusammenspielen werden, kann man zwar noch nicht sagen, doch werden Pyro und Spy wohl eher auf Publicserver zu finden sein. Ersterer konnte mir als Gegner aufgrund seiner kurzen Reichweite nicht gefährlich werden, der andere wird im 5on5, wie es vorgesehen ist, zu schnell angesagt. Für mich heißt es nun warten. Warten bis zum 10. Oktober und dann die Orange Box kaufen. Wahrscheinlich wird es dann für mich so laufen, wie damals bei Half-Life 2. Damals habe ich CS Source installiert und den Rest ignoriert. Auch dieses Mal wird es darauf hinaus laufen, dass ich auch in zwei Jahren die Story hinter Episode Two nicht kennen werde. Doch allein der Nachfolger des Multiplayershooters und Portal werden das Geld wert sein - Spielspaß total!
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#1 lb, geschrieben am 16.09.2007 20:10:33
Cooler Bericht, ich freu mich schon auf morgen wenn ich das game anspielen darf :P
#2 venni, geschrieben am 16.09.2007 20:44:54
jop *freu* morgen ist glaub schon weihnachten ;D
#3 Platin, geschrieben am 16.09.2007 20:47:47
lb, ich auch ... es waren ahrte wochen nach der GC ohen TF2 ^^
#4 s1lenced, geschrieben am 17.09.2007 09:29:16
Sacht mal, bringt Pro-Loaden vom Spiel etwas ^^ oder sollte man einfach warten, bis die beta released wird
#5 SteF`, geschrieben am 17.09.2007 11:20:04
Boah liest bei euch eigentlich keiner die Artikel gegen? Lange nicht mehr so viel Augenkrebs beim Lesen bekommen. :ugly:
#6 lb, geschrieben am 18.09.2007 18:28:07
man bockt das game :)
#7 , geschrieben am 23.04.2009 10:57:51
guter bericht
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