Junkie über die World Cyber Games
WCG 2007 - Fairness? - Fehlanzeige!

Das Jahr 2007 ist offensichtlich nicht das der WCG Grand Finals. Die Geschehnisse überschlagen sich, die Gerüchte häufen sich und immer mehr Fragen tauchen auf. Angefangen hat es mit der Kontroverse von fnatic nach ihrem verlorenen Match gegen MiBR. Eine Unterschrift seitens der Schweden hat gereicht, um eine langwierige Demoanalyse zu verhindern. Diese haben nämlich erst kurz nach dem Match und der schriftlichen Ergebnisbestätigung erfahren, dass Brasilien sich auf der Map schamlos mit Russenducks fortbewegt hat und eigentlich dafür haften müsste. Pech gehabt, würde der Zyniker sagen.
Die Sachlage zwischen eSTRO und dem Team von Meet Your Makers war nach der oben genannten Begegnung dann der Grund für die lange Diskussion. Offiziell ist eine Entscheidung schon längst gefallen und die Analyse beendet - Die Gemüter dahinter kochen aber immer noch. Besonders fraglich ist der Einsatz eines koreanischen Admins in dieser Begegnung. Aus Gründen der Kommunikation, hieß es von Seiten der WCG. Ein Aussenstehender würde das eher als unfair bezeichnen, vor allem die drei Stunden Bearbeitungszeit, welche eSTRO für die Demoanalysen gewährt wurde. Trotz Unterschrift, versteht sich.
Völlig unverständlich, welchen offensichtlichen Vorteil diversen Teams ermöglicht wurde. Und welchen diese Rechte untersagt werden. Bestes Beispiel ist das Match zwischen Virtus.Pro und den Amerikanern von eMazing. Eine Rivalität, die deutlich spürbar war. Sowohl Zurufe als auch Provokationen schmissen sich die beiden Vertreter der Großmächte an den Kopf und auch im Match kämpften sie, als würde es ums nackte Überleben gehen. Überwältigend war dann auch die Freude bei den Amerikanern, die dieses schwere Match für sich entscheiden konnten. Irgendwie nachvollziehbar war dann auch die Reaktion von Virtus.Pro: Zunächst keine Unterschrift für de_nuke, eine genaue Russenduck-Analyse der Demo sollte folgen. Der betreuende Admin des Protestes gab den Russen jedoch nur ca. 45 Minuten um über die Sachlage zu sprechen und die Demos stichprobenartig zu prüfen. Obwohl ein fragwürdiger Sprung bei eMg entdeckt wurde, war von Kooperationsmöglichkeiten wie bei eSTRO keine Spur. Und hätte man aus vorherigen Fehlern nicht gelernt, war der betreuende Admin auch noch kanadischer Staatsbürger.
Jedoch gab es nicht nur im CS-Turnier Dinge zu bemängeln, auch bei StarCraft war das Ausnutzen eines Bugs Grund für Verwirrung. Denn das Match wurde auf der Mainstage übertragen und von Moderatoren kommentiert, die mehrmals auf dieses schwere Vergehen hingewiesen hatten. Die Admins scheinen jedoch nichts gesehen zu haben und verwarnten den Koreaner lediglich mit einer gelben Karte. Dieser hatte das Match nämlich schon in seiner Hand, somit sei der Buguse nicht spielentscheidend gewesen. Eigentlich unwahr, denn der Fehler hatte Einfluss auf eine bestimmte Einheit des Leidtragendes und machte diese untauglich. Das wäre so, als wenn in der 15. Runde eines CS-Matches das siegende Team ohne Vorwarnung einen Aimbot starten würde. Ist da eine Verwarnung nicht zu harmlos?
Ein kleiner Ausschnitt aus einem nahezu seitenlangen Register. Das passt den Spielern nicht, den Zuschauern schon gar nicht und erst recht nicht den Teambetreuern. Diese haben beschlossen, sich noch vor Ort zusammenzusetzen und über die Probleme des Events zu sprechen. Dass die Enttäuschung bei den Teilnehmern tief sitzt, ist bei einem Event wie den World Cyber Games, welche eigentlich einen fairen olympischen Gedanken als Vorbild haben, erschütternd. Welche Konsequenzen die Nationen aus diesem Vorfall ziehen werden, bleibt ihnen überlassen. Sicher ist nur, die Geschehnisse große Wellen nach sich ziehen werden.
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stuessy, geschrieben am 08.10.2007 02:27:49

















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