Am kommenden Freitag fällt der Startschuss zu den dritten aber doch
ersten EPS Finals für Counter-Strike: Source. Nach zwei Spielzeiten als
„Supported EPS“ wurde Source in die Riege der vollwertigen EPS-Titel
gehoben.

aTTaX auf dem Weg zum zweiten Titel, damals noch in der "Supported EPS".
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Am kommenden Freitag fällt der Startschuss zu den dritten aber doch ersten EPS Finals für Counter-Strike: Source. Nach zwei Spielzeiten als „Supported EPS“ wurde Source in die Riege der vollwertigen EPS-Titel gehoben. Demnach werden in Köln erstmals vier Mannschaften um Deutschlands Krone wetteifern. Die Manager der vier Titelaspiranten aTTaX, mTw, faculty und Team Speedlink attestieren dieser Veränderung unisono enorme Wichtigkeit für den Fortschritt der Source-Szene zu. „Dieser Schritt führt zu einer höheren Professionalität des Spiels“, meint etwa Speedlink-Betreuer Marcus „couNti“ Simon und auch sein Kollege bei faculty, Stephan „ludicrous“ Düsterhöft sieht darin einen „entscheidenden Schritt“ für die Source-Community. Für die nächste zwölfte Spielzeit wünscht er sich zudem eine kleine Erhöhung der Preisgelder, sodass diese sich langsam an die Summen für 1.6 herantasten. „Es ist wichtig, dass im Bereich CSS weiter gearbeitet wird und das Spiel weiter nach oben getragen wird“ ergänzt die einzige Dame der Runde, Susanne „LADY“ Fietzek, die im Dienste von aTTaX steht, die Euphorie im Vorfeld des Kölner Showdowns.

Enttäuschte Gesichter im Vorjahr bei faculty, wieder nur Zweiter
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Doch zurück zum wesentlichen, dem Wettkampf selbst. Wer geht als Favorit ins Turnier, wer fürchtet sich vor wem? Bei der Frage nach dem Favoriten üben sich die Vier im Understatement. Von den Männern sieht niemand ein Lineup wirklich klar im Vorteil und so überwiegt die Phrase „jeder kann jeden schlagen“. Einzig LADY bringt die Ansprüche ihrer Truppe auf den Punkt: „Als zweifacher Saisonsieger geht man automatisch als einer der Favoriten in das Rennen um den Titel.“ Nach zwei Titelgewinnen jeweils gegen faculty strebt aTTaX somit den Hattrick an. Mit dem ersten Platz nach der regulären Saison stehen die Vorzeichen dementsprechend gut, dieses Vorhaben zu realisieren. Doch vorschnell aufgeben will vor allem der Zweitplatzierte mTw noch nicht. „Unser Ziel ist es den zweifachen deutschen Meister aTTaX abzulösen und den Titel zu holen“, ertönt eine klare Kampfansage aus dem Munde von Till „Hempy“ Heinrich. Nach der desolaten Leistung in der Vorsaison rehabilitierte sich das neu zusammengestellte Lineup mit Platz zwei vollends, der Titelgewinn wäre da noch das Sahnehäubchen auf einer gelungenen Saison. Im direkten Duell mit dem ALTERNATE-Werksteam setzte es jedoch eine empfindliche 04:16-Schlappe.
Allgemein gestaltete sich die Saison bis zum Schluss als äußerst spannend und so verwundert es nicht, dass am Ende die ersten vier Mannschaften innerhalb von nur vier Zählern liegen. Kein Finalteilnehmer konnte sich gegen alle drei Kontrahenten durchsetzen, jeder leistete sich den einen oder anderen Ausrutscher. aTTaX gegen faculty, mTw gegen aTTaX und faculty, Speedlink gegen mTw und aTTaX und zu guter letzt faculty wiederum gegen Speedlink.

mTw sammelte bei der Digitallife 07 in New York Erfahrung, jedoch ohne zato
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Gerechnet haben die vier Manager jedoch schon damit, genau diese Gegner auf den LAN-Finals wieder zu sehen, auch wenn Hempy und ludicrous sich eingestehen müssen, von der Stärke Speedlinks etwas überrascht zu sein. Nach der überzeugenden Leistung während der regulären Saison wird man Speedlink aber sicherlich nicht unterschätzen. „Jeder kann jeden schlagen“ klingt also gar nicht soweit hergeholt, in Anbetracht dieser Umstände. Einen kleinen Vorteil besitzen aTTaX und faculty aber dennoch. Beide traten schon zweimal auf den Finals in Aktion und sind demnach mit der Atmosphäre vertraut. Auch wenn LADY und ludicrous die dadurch erlangte Routine nicht als großen Vorteil sehen wollen, kann diese Abgeklärtheit zwischen so eng beieinander liegenden Mannschaften, schnell den Ausschlag geben. Vor allem die Regelneuerung, die fünf der sechs Spiele direkt auf die Bühne verlegt, kann bei unerfahrenen Spielern schnell Nervosität hervorrufen. Davon unbeeindruckt sollten eigentlich auch die alteingesessenen mTw-Spieler sein, wäre da nicht der kurzfristige Spielertausch noch dazwischen gekommen. Mit Denny „zato“ Hupfer stieß am Saisonende ein Jungspund ins ansonsten gereifte Lineup. Dieser erhält von Hempy jedoch volle Rückendeckung: „Ich denke nicht, dass wir dadurch große Nachteile haben.“, blickt der mTw-Manager gelassen Richtung Köln.
Seit dem letzten Spieltag am Donnerstag stehen auch die Erstrundenpaarungen endgültig fest, dabei kommt es gleich zu Beginn zur Neuauflage des zweimaligen Finalduells zwischen aTTaX und faculty. Die zweite Begegnung bestreiten mTw und Speedlink. Was den Ausschlag für den Sieg in diesen Partien geben wird, wissen natürlich wiederum die Mannschaftsbetreuer am besten. Ludicrous setzt auf die Dreierkombination von Tagesform, Souveränität und Glück während LADY im Zusammenspiel von guter Vorbereitung, der Stimmung im Team, der Tagesform und letztendlich auch des besten Aimings die Spielentscheidenden Attribute sieht. Auch für Hempy steht die Treffsicherheit seiner Spielzeit im Vordergrund, couNti wiederum setzt auf die Vorbereitung. Spätestens Sonntag werden wir erfahren, welches Rezept das Erfolgreichste war.
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