Autor: geschrieben am Freitag 11.04.2008 um 10:00 Uhr

mTw vor Ort

Kurztrip München

Vom 5. bis 8. April fand in München das Event "Munich Gaming" statt. Bei dieser Veranstaltung rund um das Thema Gaming war auch Turtle Entertainment als Partner vertreten. Grundinformationen, Showmatches, Diskussionsrunden und Expertenmeinungen standen auf dem Plan. Maxi „iinside Streifeneder machte sich auf den Weg um Eindrücke des Events einzufangen.

 

Es ist Sonntag Abend, vermutlich prägen die Strapazen der letzten zwölf Stunden mein Aussehen auf negative Weise. Die Zeit ist gekommen, den heutigen Tag Revue passieren zu lassen. Start der ganzen Aktion war im Grunde genommen der Samstag Nachmittag. Ein Tag gefüllt von Langeweile und Gleichgültigkeit. Doch ein Gedanke schoss mir durch den Kopf, der durch eine News der ESL verursacht wurde. Die Munich Gaming – eigentlich einen Besuch wert, wieso auch nicht. Schnell noch registriert, Konzept entworfen und alle nötigen Reisematerialen gepackt. Einem gelungenen Abschluss des Wochenendes stand somit nichts mehr im Wege. 

10:02 Uhr – Mein Zug Richtung Rosenheim, meinem Umsteigebahnhof, fährt ein und ich kippe beinahe aus den Schuhen. Müdigkeit, Nervosität und Einsamkeit bilden einen mehr oder weniger ereignisreichen Einstieg in den Tag. Die Dame früheren Baujahres ist so freundlich und verstaut ihr Gepäck dort, wo auch die vorgesehene Halterung ist. Mit Musik im Ohr erreiche ich den Bahnhof Rosenheim, der vom Zielort nur knappe 65 Kilometer entfernt ist. Servicepersonal und Polizisten soweit das Auge reicht. Ein 20-minütiger Aufenthalt am Bahnhof verleitet mich bereits am frühen Morgen dazu, einer amerikanischen Fast-Food-Kette einen Besuch abzustatten. 

11:27 Uhr – „Nächster Halt/Next Stop: Isartor. In Fahrtrichtung rechts aussteigen!“ Trotz einer übersichtlichen Anleitung zum Erreichen des Publikumevents der Munich Gaming bin ich nicht in der Lage, mich nur ansatzweise zu orientieren. Ich nutze die nächste Gelegenheit, um einen Passanten nach der Richtung zu fragen. „Entschuldigung, eine Frage: Könnten sie mir bitte den Weg zur Praterinsel zeigen?“ „Sorry, I´m from Russia, I can´t help you.“ Nichtsdestotrotz gelingt es mir schlussendlich den Weg zu besagtem Standort zu finden. Die Ausschilderung, bescheiden - im Umkreis von 200 Meter sind in etwa 15 Wegweiser ausgehängt. Die Umgebung lässt die mühevoll aufgekommene Spannung der letzten Minuten auf mystieriöse Art und Weise verschwinden. Alte Häuser, heruntergekommene Parkanlagen und jede Menge Abfall stimmen mich missmutig.


Ein Vorgeschmack des Viertels
 

11:40 Uhr – Der Eingang zum Publikumsevent ist durchaus sehenswert, gut möglich dass die hübschen Damen am Einlass viel Anteil daran haben. Trotz allem trifft mich auf den folgenden fünf Metern der sprichwörtliche Schlag. Das angekündigte Publikumsevent besteht aus einem Saal mit knapp 50 Sitzplätzen, derzeit etwa zur Häflte besetzt. Die Vorab-Informationen zur Ausstellung musste ich wohl missverstanden haben.

 

Aussteller, die sich mit einer Fläche von 7,5 m², vergleichbar mit einer großen Toilette, vermarkten. Enttäuschend allemal, dass ich die Anzahl jener Aussteller an einer Hand aufzählen kann. Die ESL hat mit einem enorm unterbelichteten Raum, suboptimal ausgestatten Notebooks und keinem Ansprechpartner kein goldenes Händchen bewiesen.

12:00 Uhr - Ein Vertreter der „MultimediaManufaktur“ stellt ein kinderfreundliches Programm zum Erstellen von Grußkarten anhand von interaktiven Hilfen vor. Die Hinführung zur digitalen Medienwelt eines heranwachsenden Menschen sollte seines Erachtens nach bereits im Alter von drei Jahren geschehen. Im Anschluss daran, zerrt sich ein ominöser Herr der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf die Bühne. Hauptaugenmerk seiner Rede lag auf der Berücksichtung der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle), wobei einige Zuhörer längst aus den Räumlichkeiten flüchteten. 


Die Bühne mit dem Herrn der Bundesprüfstelle
 
Die lange aber zielstrebige Suche nach einem vernünftigen Lebensmitteladen endet bei einem Chinesen gegen 13:30 Uhr. Running Food – klingt komisch, ist aber so. Das Geld war es allemal wert. Gestärkt durch die Mahlzeit aus dem Fernen Osten trete ich den Rückweg zur Munich Gaming an.

14:30 Uhr -  Lea Niggemann, den Älteren unter uns besser bekannt als Initiatorin des Elternguides, entführt die Erziehungsberechtigten und Pädagogen in das Ambiente von World of Warcraft. Detailliertes Wissen über die Szene und das Spiel verleihen ihr eine gewisse Glaubwürdigkeit. Ein Argument: jeder Aufenthalt im Internet oder prinzipiell am PC, der länger als eine Stunde dauert, macht zum Einen unaufmerksam und beinflusst zum Anderen die sozialen Kontakte im Negativen. Auch Gaming befürwortende Sätze kommen ihr über die Lippen, da die Kreativität und insbesondere die Fantasie im Bezug auf WoW gefördert wird. "Endlich 16 Uhr, weiter zum spannenden Teil des Programms." Giga Moderator Ethienne erläutert mit gewohnter Leichtigkeit und einem Schuss Humor die Anfänge und die aktuelle Bedeutung des eSports.
 
Um Fünf nehme ich die S-Bahn zurück zum Ostbahnhof, an dem ich weitere 45 Minuten warten darf und mir die Zeit mit einem Bier und einigen ausschweifenden Gedanken vertreibe. Einige boshafte Momente mit dem Zugbegleiter des Eurocitys in Richtung Verona beendet den kurzfristigen Ausflug und mein Drahtesel, Anno 1939, befördert mich langsam aber sicher nach Hause.
 
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#1 Sh4d0wm4n, geschrieben am 11.04.2008 19:43:10
schien zwar nich der hit gewesen zu sein ... aber die \"bühne\" sah gut aus :P
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