Autor: geschrieben am Montag 08.09.2008 um 21:21 Uhr

Forderungen der Gamer an die Politik

Wahl der Spielekiller

Die Zeitschrift PC-Games und einige Medienpartner protestieren gegen die Forderung des bayerischen CSU-Innenministers Joachim Hermann, Killerspiele zu verbieten. Unter dem Motto "Ich wähle keine Spielekiller" wurde ein Schreiben aufgesetzt, das sich jeder Wahlberechtigte herunterladen und unterschrieben an die Verantwortlichen der CSU senden kann.

Konkret werden in dem Schreiben vier Forderungen formuliert:
- den Begriff "Killerspiele" aus der Debatte um Computerspiele zu verbannen
- die Kompetenz des aktuellen Jugendschutzes nicht länger in Zweifel zu ziehen
- die Medienkompetenz der Bevölkerung zu steigern
- die Videospiele-Industrie zu fördern

Der Grund für das Schreiben sind aktuelle Stellungnahmen von CSU-Politikern: Sie fordern abermals ein Verbot so genannter "Killerspiele". Die PC-Games wertet dies als "Gängelung und Bevormundung der Wähler" und fordert mit dem Schreiben alle Gleichgesinnten auf, sich ihrem Protest anzuschließen.
Am 28. September finden in Bayern Landtagswahlen statt. Die Spielezeitschrift versucht nub die Politiker an ihrer empfindlichsten Stelle zu treffen. Denn das Schreiben endet mit dem Satz: "Aus diesem Grund werde ich Ihre Partei und Sie persönlich [...] nicht mit meinen Stimmen unterstützen."

 

Links: Protestschreiben

 

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#1 csc, geschrieben am 09.09.2008 00:48:13
Also die Aktion ist sicherlich ganz lustig, aber irgendwie erkenn ich den Sinn nicht wirklich. Möglicherweise bin ich aber auch zu voreingenommen in dieser "Öffnet die Tore für die Ballerspiele"-Diskussion. Bei aller Kritik an den Tendenzen der Gesetzesverschärfungen seien aber auch die Auswirkungen und Folgen solcher Spieler bedacht. Nicht ohne Grund gibt es die FSK und auch Alterskontrollen, Sicherheitskontrollen etc.
#2 Daniel, geschrieben am 09.09.2008 13:43:25
Sehe ich genau so. Es hat schon seinen Grund dass es die FSK gibt und es kann einfach nicht sein dass Kinder mit 13 Jahren blutrünstige Spiele spielen. Die Hauptverantwortung trägt (und kann) dabei jedoch weder die FSK noch irgend ein Gesetzt (tragen), sondern es ist eine Aufgabe der Eltern sich darum zu kümmern, womit sich ihre Kinder beschäftigen. Wenn ich mir das Forum und die Community so ansehe muss ich leider immer wieder feststellen dass die Eltern in dieser Rolle oft versagt haben (nebenbei bemerkt).
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