Gamers Choice Award
mTw testet Hardware für Gamer
Die Hardware ist, neben den persönlichen Fähigkeiten, das entscheidende Kriterium im eSport. Aus diesem Grund testet mTw im Rahmen einer Artikelserie einzelne Komponenten auf ihre Tauglichkeit. Der Testsieger wird am Ende des Tests mit dem "Gamers Choice Award" von mTw ausgezeichnet. Dies soll Gamern helfen, sich in der schieren Masse von Hardware orientieren zu können, um die optimalen Gamingkomponenten zu erhalten.
Der erste Artikel dieser Reihe befasst sich mit dem passenden Gehäuse. Getestet und bewertet wurden die einzelnen Gehäuse jeweils auf Ihre Verarbeitung, das Design, die "Gaming"-Möglichkeiten sowie die Alltagstauglichkeit. Die Bewertung übernahm dabei ein kompetentes Team bestehend aus Informatikern, Spielern und Moddern, um alle Kriterien fachmännisch beurteilen zu lassen. Insgesamt drei Modelle führender Hersteller haben wir dabei unter die Lupe genommen. Diese sind im Einzelnen:
| Enermax Big Chakra |
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Hiper Anubis |
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CoolerMaster Stacker 832 |
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Enermax Big Chakra
Das Gehäuse ist äußerlich ein absoluter Blickfang. Hervorstechend sind die enormen Kühlrippen, hinter denen sich die Laufwerksblenden befinden. Seitlich ist, eingebettet in ein Sichtfenster, ein großer blau-beleuchteter Lüfter angebracht. Auf der Oberseite finden sich diverse Anschlussmöglichkeiten, darunter USB 2.0 sowie die Audioanschlüsse.
Im Innenraum ist das Gehäuse geräumig und bietet großzügigen Platz im ATX-Faktor. Die Verarbeitung wirkt dabei stabil und gut, alle Kanten sind abgerundet und das Kabel-Management rundet den guten ersten Eindruck ab. Der Einbau von Hardware gestaltet sich einfach und geht größtenteils schraubenlos von statten.
Enttäuscht wird man allerdings nach der ersten Inbetriebnahme. Das Big Chakra verfügt lediglich über einen Front- sowie Seitenlüfter, welche merklich hörbar sind. Einen Lüfter an der Rückseite sucht man vergebens, ebenso eine Möglichkeit der Lüftersteuerung. Zusätzlich zur doch klobigen Erscheinung sorgt dies für Abzüge in der Gaming- sowie Alltagstauglichkeit.
Fazit: Das Enermax Big Chakra ist mit 110€ ein vergleichsweiße günstiges Model. Dafür müssen jedoch Abzüge in der Ausstattung, Lautstärke sowie Kühlung gemacht werden. Wer eine günstige Alternative sucht, ist hier gut bedient - für die Anforderungen an LAN-Partys und Gaming ist das System jedoch nicht geeignet.
Ergebnisse (von 5 Punkten):
Alltagstauglichkeit: 3
Gaming: 3
Verarbeitung: 4
Design:3
Gesamt: 3,25
CoolerMaster Stacker 832
Das CoolerMaster Stacker 832 besticht in der Optik durch gebürstetes Aluminium sowie verwinkelte Flächen an der Außenseite. Die Abschlüsse des Gehäuses bilden dabei einen praktischen Tragegriff. Das Gewicht ist durch den massiven Einsatz von Aluminium allerdings sehr hoch, was die Mobilität wieder deutlich einschränkt. Auf und vor der Front befinden sich die vorderen Anschlüsse für USB, FireWire und Headset.
Im Innenraum findet ein Mainboard sowohl im ATX- als auch im BTX-Formfaktor Platz. Nach erfolgtem Einbau können zukünftige Wartungen komplett ohne Werkzeuge erfolgen, sämtliche Gehäuseteile sind schraubenlos zugänglich. Zwei Lüfter auf Vorder- und Rückseite sorgen für die Kühlung, eine Besonderheit ist die Möglichkeit, einen Lüfter oberhalb des Gehäuses unter zu bringen.
Der Stacker 832 kann durch eine gute Ausstattung sowie die unkomplizierte Wartung überzeugen. Deutliche Defizite werden erst beim Transport klar: durch die wuchtige Form und das hohe Gewicht, ist jeder Besuch einer LAN-Party eine Herausforderung. Mit 220€ ist der Preis zwar in Ordnung, doch immer noch happig.
Fazit: Das CoolerMaster Stack 832 ist ein gutes, aber teures Gehäuse. Selbst neueste Hardware wie der AMD Phenom X4 wird dank der guten Kühleigenschaften auch unter lang anhaltender Vollast hervorragend gekühlt. Das Gewicht und die Form des Gehäuses brechen jedoch der Mobilität das Genick.
Ergebnisse (von 5 Punkten):
Alltagstauglichkeit: 4
Gaming: 3
Verarbeitung: 4
Design: 3
Gesamt: 3,5
Hiper Anubis
Als "möglicherweise stärkste jemals gebaute Gehäuse" angekündigt, bestätigt sich der Eindruck nach dem Auspacken. Im Gegensatz zum Stacker ist das Anubis komplett aus Aluminium und zwar aus einer besonders hochwertigen Legierung namens 6063-T5 gefertigt. Beim Gewicht fällt die Aluminiumbauweise dank des relativ klassischen Designs und den Verzicht auf unnötige Verschnörkelungen nicht übermäßig schwer aus. Auf dem Bug ist das übliche Panel, mit den Anschlussmöglichkeiten für USB und Headset, verbaut.
Der Innenraum ist vollständig EMV-isoliert: Störsignale an Hardware oder Headset haben dadurch keine Chance. Die verwendete Bauform ist ATX, wobei auch hier großzügiger Platz beim Einbau garantiert ist. Auf der Rückseite befinden sich zusätzlich zwei Öffnungen für den Einsatz einer Wasserkühlung. Am gesamten Gehäuse lässt sich komplett ohne Schrauben arbeiten. Alle Einzelkomponenten sind zerlegbar, wie auf dem Bild eingangs des Artikels gut ersichtlich ist.
Die Verarbeitung ist auch hier makellos, doch das ein oder andere Extra setzt noch einige Highlights. So sind die Festplatten per Gummierung vibrationsfrei untergebracht. Und selbst an die Reinigung der Gehäuserippen wurde gedacht; dem Lieferumfang liegt eine passende Bürste bei. Das größte Manko liegt im Lüfterumfang. Lediglich ein Lüfter ist auf der Oberseite des Gehäuses von Werk aus montiert. Wir empfehlen daher zusätzlich weitere Lüfter für Front und Heck zu beschaffen.
Fazit: Der passionierte Benutzer erhält hier ein System, welches die Vorteile der beiden anderen Testkandidaten zu vereinen scheint. Unglaublich stabil, eine unkomplizierte Wartung und dennoch transportabel - und das alles zu einem Preis von 119,- €. Daher erhält der Hiper Anubis den ersten mTw Gamers Choice Award!
Ergebnisse (von 5 Punkten):
Alltagstauglichkeit: 4
Gaming: 5
Verarbeitung: 5
Design: 4
Gesamt: 4,5
Sh4d0wm4n, geschrieben am 26.09.2008 19:25:05




















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