Die besten Replays von mTw
WC3L-Best of Teil 1
Die WC3L ist für mTw.AMD seit kaum mehr als ein paar Wochen vorbei, jetzt geht es in den Playoffs um den Einzug ins Halbfinale. Damit die elf Spieltage der 14. Saison nicht komplett in Vergessenheit geraten, lassen wir in diesem Special noch einmal alle Spieltage Revue passieren. Zusätzlich krönen wir die besten Matches der einzelnen Begegnungen, damit das Spiel selbst nicht aus den Blickfeld gerät. Im ersten Teil dieses Zweiteilers beschäftigen wir uns, um die Chronologie zu bewahren, mit den ersten fünf Spieltagen.
Spieltag 1 – Der erste Schritt
Die beiden spannendsten Spieltage jeder Saison sind mit Sicherheit der Erste und Letzte. Am Ersten werden alle Mannschaften besonders beäugt, um einen ersten Eindruck von ihren Stärken und Schwächen zu erhalten. So waren auch viele Blicke auf mTw.AMD gerichtet, da ihr koreanisches Lineup von Anfang an als sehr stark eingestuft wurde. Der Gegner war mit nGize alles andere als leicht, schließlich sorgten die ehemaligen Spieler von PGS Gaming in der Vergangenheit immer wieder für nervenaufreibende Begegnungen.
Besonders die Matches zwischen unserem Orc Du Seop „mTw.AMD|WhO“ Chang und LiiLD.C ergaben einen wahren Augenschmaus. Um hier gegenüber beiden eine gewisse Fairness zu bewahren, wurde jeweils ein Sieg des anderen als Replay ausgewählt.
WhO vs. LiiLD.C auf Gnoll Wood: Orc gegen Nachtelf auf Gnoll Wood, wo ist das Problem? Kauf dir Stärke für deinen Blade Master (Circlets und Boots) und die Sache ist geritzt – schöne Vorstellung, doch LiiLD.C weicht auch vom standardisierten Prinzip der drei Helden, bestehend aus Demon Hunter, Beast Master und Tinker ab, um allein mit einer Warden zu brillieren. Eine schier undurchdringliche Masse an Huntresses brachte WhO von Beginn an in Verlegenheit, während LiiLD.C’s Held immer mehr in Richtung Level 6 marschierte. Mit halber Base und zerstückelter Armee konnte WhO nicht mehr viel Parole bieten, trotzdem ein großartiges Match.
WhO vs. LiiLD.C auf Secret Valley: Nach dem verpatzten Match auf Gnoll Wood wollte WhO auf Secret Valley sein Können zeigen, was er auch tat. Ein ständiges Hin und Her, bei dem beide Bases extrem in Mitleidenschaft gerieten, konnte von WhO besser kompensiert werden, wodurch er LiiLD.C zu Flüchtigkeitsfehlern zwang, welche sich zum Ende hin mehr und mehr summierten.
WinNerS vs YaNe auf Secret Valley: Secret Valley ist auch für die Geißel der Untoten ein beliebter Schauplatz bei Kämpfen gegen die Nachtelfen, so entschied sich auch YaNe von nGize für diese Map, um seinen vermeintlichen Vorteil nutzen zu können. Die Begegnung war von Anfang an von Dynamik geprägt: Der Death Knight YaNe’s zwang WinNerS stets in die Defensive, später drängten Gargoyles ihn weiter in die Enge. Die Rettung für unseren Baumschmuser war ein betrunkener, sprechender Panda, der am Ende auf Level 5 jegliche Gargoyles und Frostwyrms in Fetzen brannte.
Spieltag 2 – Eine harte Prüfung
Mit nGize als erstem Gegner hatte mTw.AMD noch einen akzeptablen Start in die WC3L gehabt, doch der erste Konkurrent um das obere Tabellendrittel stand bereits auf der Matte: SK Gaming. Mit großem Respekt ging man an diese Partie heran, schließlich war dies der erste Prüfstein für beide Teams, so dass ihnen die volle Aufmerksamkeit galt. Der starke 4-1 Sieg war ein klarer Fingerzeig auf die Finals, wodurch den anderen großen Teams bereits deutlich gemacht wurde, dass mTw.AMD das Zeug dazu hat, sich auf eine Stufe mit den Top 4 zu stellen.
WhO & Check vs. ReMinD & SoJu auf Turtle Rock: Den Beginn aller Matches macht immer das 2on2. Die Kombination aus Elf und Orc fand auf beiden Seiten breite Zustimmung, so dass Check und WhO auf das Duo ReMinD und SoJu trafen. Das gesamte Match bestand im Groben aus drei großen Fights, welche allesamt mehr als sehenswert sind. Dryaden- und Grunzerschreie im Wechsel und die stetig knappen Saves einzelner Heroes sind eines Replays würdig.
Check vs. ReiGn auf Twisted Meadows: Untote gegen Nachtelfen - dieses Matchup verspricht in der Regel die besten Fights, eine hohe Anzahl an Units und viel Pandapower. In dieser Partie greift Check auf eine für den Gegner sehr nervige Strategie zurück, indem er mit einer Warden und Shadow Strike, Stück für Stück die Ghoule seines Kontrahenten in die Mangel nimmt. Dadurch dass ReiGn mit dieser Einheit genug beschäftigt war, konnte er das Creeping des Pandas als second Hero nicht verhindern, wodurch dieser schnell Level vier erreichte, um sich dann der Gargoyles zu entledigen. Einziges Manko: ReiGn verließ mitten im letzten Fight das Spiel.
FoV vs. ReMinD auf Secret Valley: Die Aussage, dass Orcs vor und nach dem Patch stärker als Undeads seien, ist so alt wie die Zeit selbst, doch FoV stellt diese Regel mit diesem Match völlig auf den Kopf und beweist mit Geduld und perfektem Timing, wie man eine Grünhaut namens ReMinD wie einen Anfänger aussehen lässt. Am Anfang beschäftigt sich der Death Knight unseres Geißelanhängers mit gezielten Coils auf die Grunts, um sich nachhaltig und völlig ohne Creeping zu leveln. Einige Alibighoule sollen ReMinDs Angriffe mit dem Blade Master blocken, um in Ruhe den Tech auf Tier 3 durchziehen zu können. Wie es dann weiter geht, müsst ihr euch schon selbst anschauen.
Spieltag 3 – Korea gegen Deutschland
Als eine der wenigen Mannschaften deren Lineup nur aus Deutschen besteht, stellte sich RAPTOR-GAMING am dritten Spieltag unserem asiatischen Staraufgebot entgegen. Zugleich feierte unser neuester Zugang der Allianz sein Debut gegen TryDying, Resolver. Anlässlich seines Einstiegs in die Königsklasse konnte ein Replay seiner Matches sich in die Top 3 durchsetzen.
Trotz einer zuvor klar gesetzten Favoritenrolle für mTw.AMD war man natürlich auf ein hochmotiviertes Raptorenteam mit starken Zähnen vorbereitet, dennoch entpuppten diese sich am Ende als Senioren ohne ihre Dritten, was durch ein klares 5:0 besiegelt wurde.
Check & WhO vs. HLA & ReiGn auf Twisted Meadows: Die typische Begegnung eines Orc/Elf-Teams gegen ein Untoten/Elf-Duo auf einer beliebten 2on2-Map. Eher schwach beginnend, schaukelt sich die gesamte Partie zu einer gigantischen Welle aus Dryaden, Fiends und Grunzern hoch, die in zwei großartigen Fights gipfelt welche ihresgleichen suchen. Sofern man Dryaden gerne schreien hört (wer tut das nicht?), wird an diesem Match seine Freude haben.
Check & WhO vs HLA & ReiGn auf Gnoll Wood: Schnelles Spiel mit noch schnellerer Entscheidung: Knappe sieben Minuten dauerte diese Begegnung der kurzen Art, was vor allem durch einen gescheiterten Towerversuch auf Seiten von Raptor zu verschulden ist. Der Konter durch einen Pitlord war optimal gewählt, wodurch die Fiends und Huntresses schnell das Weite suchten.
WinNerS vs. TastyLeon auf Melting Valley: Kaum eine neue Map findet so viele Befürworter wie Melting Valley, da sie vor allem durch ihre langgestreckte Form dafür sorgt, dass Kämpfe häufig erst ausgefochten werden, nachdem einige Creepspots bereits von der Minimap verschwunden sind. Bei einer Begegnung unseres Nachtelfenspieler WinNerS mit dem Deutschen TastyLeon wird dieses Gesetz durch viel Scouting allerdings schnell außer Kraft gesetzt, weshalb beide Kontrahenten verbissen um den Erhalt der eigenen bzw. den Fall der feindlichen Expansion streiten. Das lang andauernde, aber sehr unterhaltsame Hin und Her konnte unser Koreaner am Ende zu seinem Gunsten wenden.
Spieltag 4 – Der Faktor Unbekannt
Der dritte Spieltag war für alle mehr als unangenehm, schließlich musste man gegen das bis dato unbekannte Team von NoWAYouT antreten, das noch nicht für internationales Aufsehen sorgen konnte. Trotz Unwissen war man ausgezeichnet vorbereitet, weshalb der vierte Sieg aus dem vierten Spiel mehr als verdient war. Mehr oder weniger unspektakulär klang dieser Spieltag aus, weshalb auch die Ausbeute der Wiederholungen begrenzt ist. Trotzdem sollte man auch hier einen Blick riskieren, schließlich eilt jedem Sieg ein gutes Spiel voraus.
Check vs. Kpect auf Melting Valley : Wozu einen Altar zuerst bauen, wenn es eine Taverne gibt? Diesem Motto folgend, stürzte sich das Elfenblut Check mit Beast Master und Panda auf ins Getümmel, um seinem untoten Kontrahenten durch geschicktes Scouting (Hawk sei Dank) und brillianten Breaths of Fire das Fürchten zu lehren.
Resolver vs. Sonik auf Terenas Stand: Das zweite Mal stand unser koreanischer Menschenspieler nun im Rampenlicht der WC3L und musste sich mit einem vergleichsweise leichten Gegner messen. Entgegen aller Logik war es nicht unser Human, der all seine Laming-Künste zückte, sondern sein Kontrahent, indem er durch die feurigen Attacken seines Pit Lords die Gold schürfenden Peasants ärgern wollte. Durch ein mehr als überlegenes Micro Management und entsprechenden Kontern, konnte Resolver am Ende einen exzellenten Sieg feiern.
Spieltag 5 – Siegesrausch und Bannerwechsel
Das fünfte Team, dem sich mTw.AMD entgegenstellen musste, war nicht berühmt für seine großartigen Spieler oder die vielen bereits eingeheimsten Titel, nein - sie waren viel bekannter für die Nachahmungen der gegnerischen Profilbanner. Auch als Anhänger mTw’s, konnte man sich ein gewisses Schmunzeln nicht verkneifen, als das knallrote Wappen mit KoD-Aufschrift die Matchseite der ESL zierte. Ihre spielerische Raffinesse konnte der Kreativität unserer Kontrahenten allerdings in keinster Weise das Wasser reichen.
FoV & WinNerS vs Strifecro & Axslav auf Avalanche: FoV hatte bereits in der frühen Phase der WC3L bewiesen, dass er wieder zu einer Leistung gefunden hat, die an seine Zeit bei den Four Kings erinnert. In diesem 2on2 stellte er zudem seine Flexibilität zur Schau, indem er mit einer Orc-Armee, bestehend aus Tauren Chieftain und Headhunters, zusammen mit WinNerS und dessen Huntresses perfekt harmoniert. Obwohl dieses Replay bereits nach der Hälfte der verstrichenen Zeit einen klaren Sieger darstellt, ist das Micro Management mehr als ansehnlich.
WinNerS vs Strifecro auf Terenas Stand: So ausgeprägt und geschickt wie das Headhunter-Micro von FoV, kann man auch das von WinnerS als Bärendompteur beschreiben. Die bärigen Kämpfe mit Strifecro endeten zumeist zu Ungunsten des KoD-Spielers. Nur am Ende konnte er den Demon Hunter unseres Koreaners zu Fall bringen, was dem Sieg aber nur einen unauffälligen, aber dennoch sichtbaren Fleck verpasst.
Der zweite Teil mit weiteren spannenden Begegnungen folgt in Kürze

















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