Wo sind die anderen EPS-Veteranen abgeblieben?
EPS Rückblick Teil 2
Wo sind die anderen EPS-Veteranen abgeblieben?
In der Tat kam so manches etabliertes EPS-Team noch gar nicht zur Sprache, was daran liegt, dass die Meisten von ihnen in dieser Saison kaum Chancen auf die Finals hatten. Denn trotz eines sechsten Platzes war für Competo schon relativ früh klar, dass man es nicht auf die Finals schaffen würde. Man gewann zwar die meisten Pflichtsiege, hatte aber den Spitzenreitern nicht wirklich viel entgegenzusetzen - enttäuschend, vor allem, da man in den letzten Spieltagen ein Team zu sehen bekam, das bereits aufgehört hatte, ernsthaft zu spielen. Den Höhepunkt bildeten dabei wohl die letzten beiden Matches, eines davon auf dem iFNG in Bochum, bei denen man Zeuge des traurigen Niederganges eines eigentlich guten Teams mit Potential wurde. Erwartungsgemäß wurden bereits vor Ende der Saison von verschiedenen Seiten aus Lineupwechsel angekündigt.Verbessert hingegen hat sich Team GAMED, welches am Ende der letzten EPS noch auf die Relegation fahren musste. Dieses mal gelang ihnen der Verbleib in Deutschlands Königsklasse, zudem konnte man einigen Größen ein Bein stellen.
Ebenso konnten sich Team Hardware4u und hoorai den Klassenerhalt sichern, beide tauschten die Platzierungen der letzten Saison untereinander aus. You Dont't Know Me, von der Relegation kommend und zu Beginn der EPS noch als NoWayOut bekannt, muss erneut auf Rele fahren, für ein Aufsteigerteam lieferten sie jedoch insgesamt eine recht ordentliche Saison ab, ganz im Gegensatz zu Team Nordisch, welches sich mit Ach und Krach noch in die EPS schummelte. Bereits vor dem ersten Spiel zeigte sich, dass man noch sehr unorganisiert und unprofessionell an viele Dinge ranging: So hatten zu Beginn der Saison einige Spieler noch keinen Premium Status, ein Bootcamp wurde aufgrund organisatorischer Schwierigkeiten kurzerhand abgesagt. Diese Linie zog sich danach auch spielerisch durch sämtliche Spieltage - Team Nordisch gelang nicht ein einziger Sieg, daher sind die sympathischen Jungs einer der Direktabsteiger.
Das zweite Team, das direkt in die EAS absteigt, bzw. sogar
disqualifiziert wurde, ist wooSai, der absolute Flop der Saison. Sie schafften
es, sage und schreibe zehn Minor Penalty sowie einen Major Penalty Point zu sammeln und wurden daher aus der laufenden Saison ausgeschlossen. Durch
Unachtsamkeiten wie fehlende Premium Accounts, verspätetes Lineup, fehlendes
Aftermatch-Statement und Wildcardeinsätze kamen sie bereits nach zwei Monaten
auf zehn Minor Penalty Points, am 24.10. im Spiel gegen Team Nordisch wurde das
Fass zum Überlaufen gebracht: Eine unvollständige Aequitas-Datei bescherte
ihnen einen Major Penalty Point, was das erlaubte Gesamtlimit an Strafpunkten
überschritt.
Infolge dessen wurden alle Spiele von wooSai gelöscht, was in der Punktetabelle noch einmal für spannende Umstrukturierungen sorgte. Ebenfalls enttäuschend war die Leistung von pod: Das Team um Lukas „Relay" Nething verlor mehrere Spiele, in denen sie als Favorit gehandelt wurden, ebenso erreichte man zweimal nur ein Unentschieden, was gerade in der Punktetabelle schmerzhafte Auswirkungen hat. Dass sie wohl selber höhere Ziele als einen zwölften Platz hatten, lassen manche Prematch-Statements erahnen, nun muss man sich möglichst gut auf die Relegation vorbereiten.
Frustrierend waren auch die Ergebnisse der a-Losers: Nur die SNOGARD Dragons und Team Nordisch konnte man in der gesamten Saison bezwingen, mit mickrigen sechs Zählern können die Spieler froh sein, dass wooSai disqualifiziert wurde, andernfalls hätte mit Sicherheit der Direktabstieg auf sie gewartet. Die beiden verbleibenden Teams, snook und SNOGARD, spielten mehr oder weniger erwartungsgemäß: snook konnte vier Siege holen, ihr größter Erfolg in dieser Saison dürfte jedoch das Unentschieden gegen n!faculty gewesen sein, mit Platz 13 belegen sie denselben Rang, den man auch in der elften EPS erreichte. Die SNOGARD Dragons dagegen schafften den Klassenerhalt und warten mit einem zehnten Platz auf die nächste Saison - ebenso wie wir.
Und was passierte noch so?
Ganz abseits der Server gab es auch in der EPS Season 13 natürlich die eine oder andere erwähnenswerte Geschichte - am Spannendsten und heiß diskutiert dürfte hier wohl die Affäre um Christoph „chrizzo" Krämers fehlende Aequitas-Datei sein, welche sogar fast rückwirkend fundamentale Änderungen in der Tabelle zur Folge gehabt hätte:
Im Spiel gegen Team GAMED!DE hatte laut chrizzo sein Aequitas einen Fehler, woraufhin keine Logfile erstellt wurde: „Aequitas hatte einen Fehler, den ich schonmal vor vier Seasons in der EPS hatte. Nach dem Spiel kam ich ins Windows und Aequitas ist einfach ausgegangen und hat keine Datei erstellt." Theoretisch kein Weltuntergang, GAMED!DE legte jedoch Protest ein und zwang die ESL damit, eine höchst unangenehme Entscheidung zu treffen: Wie chrizzo bereits im Statement anmerkte, trat dieser Fehler nicht das erste mal auf, im damaligen Fall bestätigte der Programmierer des Anti-Cheat-Tools, T-Man, den Bug als Fremdverschulden. Dementsprechend hätte die ESL auch dieses mal einen Freispruch aussprechen müssen, leider sah sie sich in einem zwickmühlenartigem Dilemma gefangen: Im Falle einer Schuldsprechung würde man an Seriösität verlieren, da sich die Argumentation sowieso Ausgangssituation zum letzten Fall nicht unterschied - ebenso wurden bis jetzt keinerlei Anstrengungen unternommen, diesen seltenen Bug in den Griff zu bekommen.
Auf der anderen Sache würde ein Freispruch dem Team von wooSai eine Rückkehr in die EPS ermöglichen - der entscheidende Major Penalty Point, der damals verhängt wurde, kam auf diese Weise zustande. Man entschied sich letztendlich für die Variante, die aus Sicht der ESL am wenigsten Komplikationen verursachen würde und gab GAMED!DE Recht. Dementsprechend bekam auch n!faculty einen Major Penalty Point und wurde gezwungen, das Spiel zu wiederholen, die drei Punkte blieben jedoch auch dieses mal bei den Kölnern. N!, ihrerseits natürlich erbost über die -aus ihrer Sicht- Fehlentscheidung sowie die damit verbundene Einbuße an Preisgeld, verlangten von der ESL eine Offenlegung ihrer Argumentation und Entscheidungsfindung. Das Ergebnis ist noch nicht bekannt, in jedem Fall hätten die Verantwortlichen bereits beim Match von wooSai recherchieren und dementsprechend entscheiden müssen, die gesamte Affäre raubte der ESL an Glaubhaftigkeit.
Aber genug der strafenden Wort, die Saison ist ohne wirklich
große Skandale vorbei gegangen, gestern endeten die größtenteils hochklassigen Finals
und ab dem Start der EPS Season 14 ist das sowieso alles nur noch Schnee von
gestern - auf eine weitere, erstklassige Saison!
Bild: readmore.de

















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