web2.0 und dessen Gefahren
##bad!Wenn es im Internet gefährlich wird!
Die Gefahren im neuen Web 2.0
Lang erwartet, dann bewundert und heutzutage schon wieder verpönt. Das neue Web 2.0, das die Benutzter mehr integriert, ist schon öfters in ein schlechtes Licht gerückt worden und das nicht ganz zu Unrecht. Der jüngste Fall in Amerika zeigt wieder einmal die Schwächen der schönen neuen Internet-Welt. Ein junger 25-jähriger Student hat sich in Facebook (vergleichbar mit MySpace und StudiVZ) als junges Mädchen ausgeben und gleichaltrigen Jungen Sex versprochen. Zuerst sollten sie jedoch mit einem „Freund" verkehren und sich dabei filmen lassen. Dieser Freund war natürlich der oben genannte Student. Ein 15-jähriger Junge hat sich nach der Vergewaltigung an die Polizei gewandt und den Sexualstraftäter angezeigt. Warum er sich darauf eingelassen hat und sich mit dem „Freund" getroffen hat wurde nicht geklärt. Am Ende folgten 35 Jahre Haft für den jungen Mann, der schon früher in Chats aufgefallen war und andere sexuell belästigt hat. Sicher ist das kein Einzelfall, es bleibt jedoch zu hoffen, dass es eine von wenigen Ausnahmen ist.
StudiVZ und Co.
Das neue Web bietet auch viele andere Möglichkeiten in „Social Networks" schnell und unverbindlich neue Leute kennen zu lernen. Dabei ist schnell der eigene Name, die E-Mail Adresse, der Wohnort und im schlimmsten Fall auch noch ein Bild dem Gegenüber zugesendet. Liegt es an der Naivität bei den meisten Jugendlichen? Nicht immer ist die 17-jährige Schönheit, die sich gerne freizügig zeigt und auch gerne mit dem Gegenüber ein paar Sachen ausprobieren will, auch existent. Warum der ganze Ärger, wenn man schon mit ein paar Klicks sein StudiVZ Profil relativ sicher gegen Unbekannte machen kann? „Die Leute wollen heute, dass man sie kennt. Und am liebsten wollen sie berühmt sein", sagt Chris DeWolfe, Gründer von mySpace, einer der größten Online Communities der Welt. Berühmt werden, davon träumen viele. In der bunten Internetwelt scheint das per Youtube.com und Co. sehr schnell und einfach zu gehen. Einfach ein simples Video gemacht, in dem man gegen andere Fangruppen hetzt oder sich selbst bei einem Skateboardunfall filmt. Wem einmal richtig langweilig sein sollte, dem rate ich auf Youtube zu surfen. Dort findet man so manch Peinliches. Ein Beispiel ist Angie, wer kennt sie nicht? Angie setzt sich für Tokio Hotel ein, weil alle immer gegen die süßen Jungs aus Marburg sind. „ Ich bin stolzer Tokio Hotel Fan. Und nur wenn ihr meint, ihr müsstet Tokio Hotel Fans fertisch machen: Das packt ihr eh nisch! Und wenn ihr meint, ihr müsstet uns fertisch machen, machen wir euch richtig fertisch. Ja? Also haltet lieber euren Maul und macht nicht immer „Ja, guck, mal wie doof die sind" und „Die sind schwul" und so. DIE SIND NICHT SCHWUL. JA? Wenn ihr meint, die sind schwul, dann seid ihr selber schwul. Oder was auch immer." Das war jetzt nur ein kleiner Auszug. Aber natürlich verstehen wir Angie - wenn wir sagen, dass jemand schwul ist, sind wir es selber auch. Logisch, oder? Der Spiegel schreibt dazu: „Eine Generation zieht sich online aus, manchmal wortwörtlich, manchmal indem sie ihre Gefühle und Gedanken, ihren Alltag und ihr Familienleben offen präsentiert - die mediale Distanz lässt auch bisher gültige Schamgrenzen fallen." An dieser Stelle appelliere ich an die Allgemeinheit: Weniger Angie, mehr Hirn!
Google weiß Bescheid!
Das Web 2.0 ist auch dort zu finden, wo man es kaum erwartet. Das Online-Einkaufszentrum Amazon.de arbeitet nach dem „Aal-Prinzip". Wer diesen Ausdruck zum ersten Mal hört wird sich nun denken, was hat Online-Shopping mit Fisch zu tun. Im Grunde gar nichts. Hierbei geht es nur darum, dass Amazon den Nutzer arbeiten lässt. Das Ganze nennt sich „Andere-arbeiten-lassen-Prinzip". Das drückt sich durch die Kundenbewertungen für diverse Artikel aus. Der Benutzer macht öffentlich bekannt, was ihm gefällt und was nicht. Schon kann das Sortiment umgestellt und auf den Benutzer zugeschnitten werden. Oft sind solche Bewertungen auch problemlos in Google zu finden. Heutzutage kann alles und (fast) jeder per Google gefunden werden. Den meisten ist gar nicht bewusst, dass sie inzwischen einen Googleeintrag wert sind. Einfach mal selber ausprobieren. Wer einmal über Google zu finden ist, kommt dort kaum noch raus. Inzwischen können Bilder und persönliche Einträge, die politisch nicht ganz korrekt sind, mit einem guten Anwalt gelöscht werden. Aber wer denkt bei so etwas gleich an einen Anwalt? Im ersten Moment denkt man sich gar nichts dabei und sucht weiter bei Amazon die neue Kaffeemaschine.
Das Super-Azubi-Casting
Viele Unternehmen machen sich per Web 2.0, Google und Yasni (Personensuche) über neue Bewerber schlau. Wer gerade dann neue Bilder von sich bei der letzten Party mit Alkohol-Vollkontakt hochgeladen hat, der hat dann eben die „Arschkarte" gezogen. Der neue Bewerber hat kaum noch eine Chance, den Personalleiter zu einem Vorstellungsgespräch zu treffen. Aber auch wer sich dem Web 2.0 verschließt, kann die Chance auf den neuen Job verlieren. Wer nicht im Web zu finden ist - und vor allem bei medienorientierten Berufen ist das von Bedeutung -, scheint mit der neuen Technik nicht vertraut, kennt sich also offenbar wenig im Internet oder mit den neuesten Office-Vorlagen aus. Wo liegt also der perfekte Mix zwischen Bekanntgabe jeder persönlichen Pleite und der völligen Verweigerung des Mediums Internet und dem World Wide Web? Das sollte dem gesunden Menschenverstand überlassen bleiben.
Es gibt auch positive Ausnahmen unter der angeblich so naiven Jugend, die sich im Web 2.0 betätigt. Beispielsweise in Bezug auf die neuen AGBs in StudiVZ. Diese besagen im Groben, dass die Daten von jedem User der Institution StudiVZ voll zur Verfügungen stehen und damit darf gemacht werden, was den StudiVZ-Bossen gefällt. Eben diese neuen AGBs wurden häufig unter Protest abgelehnt. Machen sich da etwa doch ein paar Jugendliche Gedanken über den gläsernen Deutschen? Es muss wohl so sein, denn es ist sicher nicht leicht, sich von seinem gut besuchten StudiVZ Profil zu trennen - gerade jetzt, wo doch die schöne Tübinger Studentin sich auf ein Treffen einlassen will.
Wir müssen alle etwas vorsichtiger mit unserer zweiten Identität im Internet umgehen, ein kleines bisschen Vorsicht hat noch keinem geschadet. Es muss ja auch nicht gleich jedes Foto hochgeladen werden nur um zu zeigen, dass man mehr verträgt als der Schulkumpel. Meistens ist es besser, wenn diese Bilder in Privatbesitz bleiben.
Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass die bunte Internetwelt nicht immer so schön ist wie sie scheint. Aber wer sich ein wenig Zeit nimmt, kann auch im Web 2.0 anonym und sicher seine täglichen Interessen verfolgen.

















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