Autor: geschrieben am Freitag 20.03.2009 um 09:59 Uhr

IFNG Vorschau - München

IFNG Vorschau - München

Ist denn wirklich schon Frühlingsanfang? Die Sonne kommt raus, die Launen vieler steigen quadratisch zur Temperatur und auch die deutsche CS:Source Szene darf sich auf Licht am Ende des LAN-Tunnels freuen. Heute findet das erste IFNG im Jahre 2009 und damit auch der ESL Pro Series Season 14 statt - mit von der Partie Andre „mTw|nooky" Utesch und vier seiner Mitspieler. Maxi „mTw|iinside" Streifeneder begutachtet die Voraussetzungen für den Freitag beim Match gegen Speed-Link und bezieht sich auf Geschehnisse aus der Vergangenheit.

mTws bisheriger Verlauf

Fünf Spiele - 13 Punkte. Die Ausbeute der bisherigen Spiele ist durchaus beachtlich, auch wenn die Stimmen der Nicht-Beteiligten eine andere Sprache sprechen. „mTw.css kriselt aber ordentlich", hallt es aus allen Richtungen. Wenn man bedenkt, dass ein Team, welches über etliche Monate hinweg mit der selben Konstellation trainert und offizielle Matches bestritten hat, einen neuen Mann integrieren muss, ist die bisherige Bilanz respektabel. Lediglich das Unentschieden gegen die KomaCrew verhinderte eine makellose Statistik, jedoch hat selbst das selbsternannte Partyteam hoorais zwei Punkte dort liegen lassen. Insofern: Vergangenheit abschreiben, die Zukunft ist im Mittelpunkt!

Chancengleichheit?

Doch fahren wir weiter fort zum eigentlichen Thema, dem IFNG in der Landeshauptstadt Bayerns - München. Der Gegner hat bisher nur die Siege der feststehenden Newcomerteams, n!faculty und ESC-Gaming, eingesackt. Abgesehen davon, dass jener Drittplatzierte der Season 13 bedingt durch Lineupänderungen geschwächt ins Rennen geht, liegt die Favoritenrolle eher auf den Rücken der mTw-Spieler. Selbst die Quoten bei Echtgeldwetten sprechen für einen solchen Vorteil im Vorfeld der Begegnung. So setzen weniger Leute in Zeiten der Finanzkrise ihr Geld auf SPEED-LINK, sondern eher auf mTw. Die Vorfreude auf das Spiel und die Münchener Tonhalle - Garant für eine bombastische Stimmung - ist enorm hoch: „Wir freuen uns riesig darauf, nach langer Zeit endlich wieder vor vielen Zuschauern zu spielen und unsere Höchstleistungen abzurufen." Auch die Konkurrenten des Abends beschreiben ihre Gefühle über den Hexenkessel und die Bayern in ihrem Pre-Matchstatement sowohl zuversichtlich, als auch enorm aussagekräftig: „Sollte mTw nicht seine alte Form wieder finden und wir unsere volle Leistungsfähigkeit abrufen können, ist ein Sieg in greifbarer Nähe." Es deutet alles auf einen stimmungsvollen und aufklärenden Abend, begleitet von gröhlenden TBH-Fans, in der Grafinger Straße hin.

„Nicht schon wieder Fifa!"

Der obligatorische Counter-Strike und WarCraft 3 Fanat weiß zu berichten: FIFA, immer diese Langeweile. Viel lieber schaut man sich neben einem genüsslichen, für Bayern üblichen, Weißbier ein gewohnt monotones WarCraft 3 Spiel an? Ohne Zweifel, WarCraft 3 mag eines der interessantesten und umfangreichsten Spiele sein, doch ist es nicht im Sinne aller, die emotionalsten Esportler schlechthin in den Boxen am Rande der Bühne zu erleben? Flames, Gefühls- und Wutausbrüche: Das braucht ein IFNG und vor allem ein FIFA Spiel, um die Menge zu unterhalten. Abgesehen davon sind n!faculty und Competo „Anwärter auf die Finals und das ohne Zweifel", beschwichtigt mTw.FIFA Teammanager Michael „zyy" Duske. Berühmt sind auch die ellenlangen und provokanten Raffles in Münchens Hexenkessel, besonders heftig vor dem letzten Spiel des Abends - in der Regel Counter-Strike. Teilweise sogar über 30 Minuten hinweg reizten die Moderatoren das Esport Gemüt, um die ESL T-Shirts der letzten Jahre an den Zuschauer zu bekommen. Sollten die „T-SHÖÖÖÖRTS"-Chöre diesmal etwas kürzer ausfallen, sind die Münchener Anhänger freilich besser gelaunt. Ob die ESL aus den letzen Jahren gelernt hat?

Bilderquelle: fragster

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