Die Ulduar Hardmodes
Hat Blizzard sich verrechnet?
In der letzten Instanz vor Wrath of the Lichking, "Sunwell", war es eigentlich bei jedem Boss ein Muss mit speziellem Lineup zu spielen. Gegner wie die Eredar Twins, M’uru und auch Kil’Jaeden waren vor den großen Nerfs nur mit sehr sehr starken Gruppenkombinationen legbar. Hatte man dafür nicht genügend Spieler konnte man die Instanz nicht clearen. Dies hatte Vor- und Nachteile was den Spielspaß anging: Während man in einer guten Gilde trotzdem noch Progress hatte und zusätzlich auch noch das maximale aus einem Charakter herausholen musste, waren Gilden die mit weniger Spielern unterwegs waren fast immer dem Untergang geweiht. Es gab damals viele Spielerwechsel und viele Raidbündnisse, um überhaupt noch voran zu kommen.
Trotzdem war es für die Spieler, die sich in Sunwell rumtrieben, interessant und anspruchsvoll. Jeder Spieler musste seine Berufe mit den anderen Raidmitgliedern abstimmen um Items wie die "Trommeln der Schlacht" in jeder Gruppe zu haben. Dazu war auch perfekt gesockeltes und verzaubertes Gear ein "must have". Hatte man sich allerdings mit diesen Gegenständen vorbereitet, boten die Gegner in der Instanz schöne Herausforderungen und jeder Firstkill wurde von der Spielergemeinschaft bejubelt.
Am Ende wurden dann alle Gegner sehr stark generft, da Blizzard gewährleisten wollte, dass der Großteil der Community den Endgegner legen und somit den kompletten Content erforschen konnte. Im Endeffekt wurde die, zuvor sehr anspruchsvolle, Instanz zu einem Witz und nicht mal annähernd herausfordernd.
Zum Release des Addons wurde dann bekannt gegeben, dass in Zukunft alle Instanzen so aufgebaut werden sollten, dass auch Spieler die weniger Zeit investieren möchten, jegliche PvE Inhalte erleben können. Für die Hardcoregamer, quasi die Pro-Gamer aus der World of Warcraft, sollten die Hardmodes eingeführt werden. So sollte jede Raidgruppe die Möglichkeit haben sich den Schwierigkeitsgrad selbst auszusuchen und somit auch festzulegen wie hochwertig die erbeuteten Gegenstände sein würden.
Mit dem Drachen Sartharion und seinen drei Adds wurde der erste schwierige Modus bekannt. Anfangs hatte man das Gefühl dieser Boss wäre nicht legbar und selbst die bekannten Gilden besiegten erst einmal die einfache Variante. Allerdings folgen schon nach ein oder zwei ID’s Videos, die die Encountermechanik bis aufs kleinste Detail durchleuchteten und somit vielen Raidgilden mit einer Lösung für ihr Problem bedienten. Dazu kamen die zu der Zeit deutlich zu starken Todesritter Tanks und schon war der „hardest Encounter ingame“ eigentlich zu einfach. Reichte das nicht aus, so wurde einfach die nächsten Wochen die Bosse in Naxxramas und dem Auge der Ewigkeit gefarmt und man stand mit neuen epischen Gegenständen vor Sartharion. Nahezu jede Gilde die es ernsthaft versucht hatte, konnte nach 2-3 Raidabenden den Hardmode besiegen. Kurz vor dem Patch 3.1 wurden sogar Weltrekorde aufgestellt, in denen der Drache in weniger als 80 Sekunden besiegt wurde.
Für Ulduar hatte man angekündigt, dass die Hardmodes wirklich hart sein würden und dass selbst gute Gilden mit Topequip aus Naxx und Co sich erst einmal an die Qualität der Begegnungen gewöhnen müssten. Allerdings hat man sich da wohl seitens der Spieleschmiede enorm verrechnet. Nicht nur, dass Algalon wie gesagt freigeschaltet wurde, nein, in der ersten Woche wurden Bosse im Hardmode besiegt. Wie konnte das sein? Man hatte doch alles vorher auf dem PTR getestet und sollte eigentlich genug Informationen gesammelt haben, dass so etwas nicht passieren sollte.
Blizzard hat seit Bestehen von WoW immer schon Bosse abgeschwächt. Manchmal waren sie overtuned, manchmal sollten sie einfach den Content verlängern und manchmal waren sie einfach verbugged. Cockblocks wurden dann generft, oder gar ganze Instanzen wie Sunwell stark abgeschwächt. Noch nie gab es aber den Fall, dass man die Bosse stärker gemacht hatte. Es wurden mittlerweile alle Hardmodes gebufft, zum Teil so stark, dass Gilden, die in der letzten ID Erfolge errungen hatten, diese Woche die Waffen niederlegten und die einfache Variante wählen mussten. Im Moment gibt es Encounter die einfach nicht machbar sind. Bei vielen Gilden fehlen über 30 Prozent an Schaden um überhaupt in die Nähe eines Erfolges zu kommen. Und von wegen "Bring the player not the class": Alle Hardmodes die in den letzten Tagen besiegt wurden, bestanden wieder aus den Speziallineups. Andere Klassen mit zu nehmen wäre utopisch und absolut nicht förderlich.
Ob das wirklich im Interesse der Macher von WoW ist bleibt abzuwarten. Wir haben uns diese Woche die Zähne ganz gut ausgebissen und letztendlich resigniert. Mit unserer Mischung aus guten Spielern aus verschiedenen Klassen war es einfach unmöglich alle Hardmodes zu besiegen. Zwar konnten wir einige Semi-Hardmodes wie Iron Council und Freya erledigen, doch am Ende bleibt ein sehr negativer Beigeschmack.
Im 10er Modus scheint sich übrigens auch der ein oder andere Fehlerteufel eingeschlichen zu haben. Während Hardmodes wie Thorim fast schon lächerlich wirken, scheint man für den "Casual-Harmode" des XT-002 eine ganze Armee 10er Gruppen zu benötigen.
Wir werden euch natürlich trotzdem über unsere Erfolge in Ulduar auf dem Laufenden halten - drückt uns die Daumen für guten (Tank)Loot!
lol venom ^^
gz zum Ulduar clear.... unfassbar.. ich hab grad ma 3 Bosse down...
Bossencounter wenig innovativ - Hardmode design nicht genügend durchdacht. Itemisation ist mehr als mangelhaft wenn man durchweg die Meinung aller Klassen einholt. Auf ein Frohes Item gefarme um Hardmodes später mal mit keinem speziellen Lineup legen zu können. Wird nen tolles halbes Jahr bis vlt neuer Content kommt, der etwas mehr durchdacht ist und von Spielern mehr abverlangt als die richtige Klasse ausgewählt zu haben ...
Naxxramas 25 erforderte zwingend Priester - ob man sie hatte oder nicht war irrelevant. Andernfalls ist man halt nicht an Razuvious vorbeigekommen. Das manche Encounter nicht mit jedem x-beliebigen Lineup möglich sind, sollte klar sein - wobei es tatsächlich Extremfälle wie Vezax gibt.
[quote]Im Endeffekt wurde die, zuvor sehr anspruchsvolle, Instanz zu einem Witz und nicht mal annähernd herausfordernd.[/quote]
Wenn dem so ist, warum haben einige Gilden es dann trotz 3.0 nicht geschafft? SWP wurde im Vergleich zu vorher stark vereinfacht - war aber immer noch nichts für Movementkrüppel, Geizkragen in Bezug auf Equip oder "Lowbobs".
[quote]Anfangs hatte man das Gefühl dieser Boss wäre nicht legbar und selbst die bekannten Gilden besiegten erst einmal die einfache Variante. Allerdings folgen schon nach ein oder zwei ID’s Videos, die die Encountermechanik bis aufs kleinste Detail durchleuchteten und somit vielen Raidgilden mit einer Lösung für ihr Problem bedienten. Dazu kamen die zu der Zeit deutlich zu starken Todesritter Tanks und schon war der „hardest Encounter ingame“ eigentlich zu einfach.[/quote]
Was erwartest du? Das Gilden wie Ensidia & Co. wochenlang an einem Encounter zergen? Sarth 3D ist nicht sonderlich schwer - erfordert aber etwas Übung. Als "zu einfach" würde ich Bosse bezeichnen, die du ohne Probleme mit Random-Gruppen schaffst; da gehört Sarth 3D jedenfalls nicht dazu. Zumindest nicht auf jenen Servern, auf denen ich verweile.
[quote]Reichte das nicht aus, so wurde einfach die nächsten Wochen die Bosse in Naxxramas und dem Auge der Ewigkeit gefarmt und man stand mit neuen epischen Gegenständen vor Sartharion.[/quote]
Ein Hardmode ist auch nicht derart konzipiert, ihn mit Blau/Grün-Equip zu schaffen. Diese Aussage ist eine einfache Feststellung von einer klar deklarierten "Regel". Keine Ahnung, was du damit sagen willst ;)
[quote]Kurz vor dem Patch 3.1 wurden sogar Weltrekorde aufgestellt, in denen der Drache in weniger als 80 Sekunden besiegt wurde.[/quote]
In Anbetracht das die Russen so oder so High-End-Equip vom Feinsten hatten, 4 Furor-Krieger zum Mass-Execute und nur einen Heiler hatten, war das gar nicht mal so abwegig. Auch zu BC gab es Videos, von 1:20 Kills vom ersten BT Boss oder Ähnliches.
[quote]Nicht nur, dass Algalon wie gesagt freigeschaltet wurde, nein, in der ersten Woche wurden Bosse im Hardmode besiegt. Wie konnte das sein? Man hatte doch alles vorher auf dem PTR getestet und sollte eigentlich genug Informationen gesammelt haben, dass so etwas nicht passieren sollte.[/quote]
Wie schon gesagt: Du kannst nicht erwarten, dass Pro-Gilden (wie Wraith) ewig an Hardmodes rumzergen. Wenn du den ganzen lieben Tag nichts anderes machst, wie Bosse im Hardmode klopfen, müssen sie ja irgendwann umfallen: Sei es Vernunft des Bosses von wegen "Der klügere gibt nach" (Stichwort: mehr Glück als Skill) oder einfach nur Skill. Algalon wurde nur im 10er freigeschaltet; daher kannst du das Lineup beliebig ändern.
Desweiteren ist es sicher nicht Sinn der Sache einen Boss auf den PTR zu bringen, den man ohnehin komplett ändert, wenn man merkt, dass die Spieler "zu gut" / der Boss "zu einfach" ist. Es werden seine Stats verändert; jedoch nur selten die Mechanik. Einen Encounter ins "Unmenschliche" zu bringen, nur weil er auf dem PTR schon fast down geht, wäre schier falsch und dumm von Blizzard. Das würde evtl. den "Progamern" gefallen - aber das ist nur ein minimaler Anteil der Community.
Zum Abschluss sei gesagt: Ulduar ist die erste Instanz, wo Blizzard so richtig schön mit Hardmodes und dergleichen arbeitet. Das diese Instanz noch nicht perfekt balanciert sein kann sollte logisch sein - trotz PTR. Auf dem PTR wurden die groben Fehler beseitigt; die Feinheiten merkt man erst, wenn wesentlich mehr Spieler (und daher wesentlich mehr mögliche "Cases" vorhanden sind) das ganze "testen".
SWP wurde von Gilden gelegt, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht mal Razorscale legen konnte. Movementkrüppel, wie Du sie nennst, hatten nur bei den Twins noch enorme Auswirkungen auf den Raiderfolg, während Felmyst fast gar kein Movement mehr benötigte, da sein Schaden + die gewirkten Heilungen seinen Schaden quasi obsolet machten.
Sarh 3D wurde auf Azshara am Ende von sehr vielen Randomgrps geschafft, vor allem mit der Zerg Taktik. Dazu liegt das Problem an Sarth nicht am Schwierigkeitsgrad für Randoms, sondern eher daran, das PUGs selten die Geduld haben einen Encounter über 2-3 Stunden einzustudieren.
Wenn man seine Epixxe gefarmt hatte, war es zum großen Teil nicht mehr nötig sich auf Sarth groß vorzubereiten. Selbst Surfer können gerettet werden + wenn Leute in der Voidzone geidlet haben, wurde das einfach durch mehr Damage ausgeglichen. Wenn man das mit den Eredar Twins oder M'uru Pre Nerf vergleicht, ist es ein Witz, dass Sartharion 3D als "hardest Encounter ingame" bezeichnet wurde.
High-End Equip vom Feinsten ist nicht einmal von Nöten + im übrigen haben die Chinesen mit reinem Caster Lineup deutlich kürzer für den Encounter gebraucht ;) Was ich damit sagen möchte ist, dass der Encounter nicht komplett durchdacht wurde (bspw. 4H Vanilla Shieldwall)
Die Kritik die ich mit der Erwähnung des Algalon Encounter einbringen wollte ist die, dass in der jetzigen ID es zum Teil nicht mehr möglich ist, die selbe Leistung wie in der vorherigen Woche zu bringen, da man leider die Bosse derart gebufft hat, dass es nicht schaffbar ist. Ergo muss man sich schon wundern was Blizzard sich dabei gedacht hat, diese "Hard"modes live zu bringen.
Auf dem PTR wurden auch Hardmodes getestet, extra mit dem Shirt of Uber bspw. Trotzdem konnte Blizzard aus den erbrachten Daten nicht richtig auswerten da General Verzax im Hardmode in der ersten ID OHNE Shirt of Uber gelegt wurde. Da stellt man sich doch die Frage wozu man diese speziellen Modes testet, wenn sie auf dem Live-Server dann untertuned erscheinen.
Ich freue mich aber sehr über deine konstruktive Kritik + hoffe ich konnte dir mit meinem Comment noch etwas näher bringen was ich ausdrücken wollte.
Ich schaue immer wieder mal in die Comments ob Du vielleicht noch die ein oder andere Idee zum neuen Content einbringst, die ich momentan nicht sehe.
Deine Aussage bzgl. SWP wirkt etwas widersprüchlich. Zum Einen meinst du, dass SWP von Gilden "gelegt" wurde, die heute nicht Razorscale schaffen - zum Anderen jedoch sagst du auch, dass man bei Bossen wie den Twins mit Movementkrüppeln nicht vorbei kommt. Wirkt etwas widersprüchlich ;)...
Fakt ist, dass SWP "gecasualt" wurde. Jedoch nicht in jener Form, dass du die Bosse wie im 3.0-Naxxramas spätestens im 3. Try down hast, sondern das du weniger auf spezielle Lineups und exakt-abgestimmten Gear zurückgreifen musstest. SWP verzieh keine Fehler vor 3.0; um den Content allen zugänglich zu machen (und somit auch Jenen, die Fehler machen), hat Blizzard einfach mal einen "Über-Nerf" draufgespielt. Im Endeffekt nichts anderes als jetzt die Hardmodes. Nur hat man zu BC Zeiten im Hardmode released und später zum "Easymode" generft - heute kann man sich das ja individuell aussuchen.
Es ist bei keinem Boss ein absolutes Muss sich mit Bufffood vollzustopfen, Flasks zu schlucken und Taktiken bis ins Detail zu studieren; erleichtert jedoch den Encounter. In Anbetracht im 3D Mode 150% Shadow-DMG zu kassieren ist es für mich etwas seltsam zu hören, dass man Voidzone-"Penner" getrost ignoriert werden konnten bzw. durch andere Faktoren ausgeglichen werden konnten. Ebenso ist der 150%-Feuer-Debuff das sichere Ende für beispielsweise Schamanen die ne Flamewall abkriegen, da sie ohnehin - trotz Schild! :D - nicht sehr viel HP haben. Dazu kann ich aber wenig sagen; ich habe im 3D Mode nie eine Voidzone oder Firewall abgekriegt.
Sarth 3D war der 3.0 "hardest Encounter ingame" - diese Aussage ist zu 100% zutreffend. Selbst wenn die SWP Bosse zig mal schwerer sind - durch 10 Level mehr, besseres Equip und "krachenderen" Fähigkeiten wurden diese Bosse einfach überlevelt und sind daher nicht mehr als sonderlich schwer anzusehen. Sie sind eben nicht für WotLK konzipiert gewesen; Sarth (3D) hingegen war von Anfang an für WotLK gedacht und war durchaus der schwerste Encounter bis zum Release von Ulduar. Besonders im 10er war er tatsächlich nicht ohne - zwar kein Vergleich mit SWP pre 3.0 Bossen, aber auch nichts mehr für die "Casualspieler".
Das Argument bzgl. der Ulduar-Hardmodes ist durchaus berechtigt; derzeit gibt es hier und da noch diverse Schwierigkeiten. Ich selbst bin derzeit zwar eher weniger am Raiden, lese aber fleißig in Foren etc. Wenn man hört, dass XT-002 im Hardmode 12,5 Mio HP im 10er hat, ist da durchaus was beim Balancieren schief gegangen. Nichtsdestotrotz wird - teilweise gerechtfertigtes - "Mimimi" im Forum die Encounter wieder zu "Normalgröße im Hardmode" bringen. Jedoch sieht man am derzeitigen "Mimimi" das bereits Encounter geschwächt werden, die es nicht gebraucht hätten. Durchaus muss Blizzard lernen zwischen einfachem "mimimi giev epix plx!" und konstruktiver Kritik zu unterscheiden. Da haben sie scheinbar noch ihre Problemchen.
So geht mir Brecher deutlich schlechter von der Hand als Tank. Genauso sind Begriffe wie Buffs, Nerfs + Encounter nahezu fließend ins deutsche übergegangen. Staräkungszauber + Schwächungszauber sagt kaum jemand bzw. sind die Worte aufgrund ihrer Länge eher unbeliebt.
Ich versuche möglichst wenig denglish zu benutzen + auch WoW "Sprache" möglichst einleuchtend zu erklären oder in vielen Fällen auch zu umgehen. Allerdings geht das als WoW-Nerd auch nicht gerade "mal so" :)
Es wird, wenn es meine Zeit erlaubt, auch noch einen Einsteiger Artikel zum PvE Bereich geben, der auch einige Begrifflichkeiten erläutern wird.


















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