Jop, wird es geben, aber wir wollen jedem die Chance bieten zu verstehen, was undisputeD macht. Daher diese Einleitungen :)
mTw erklärt WoW
Was ist eigentlich Raiden?
Heute geht es um den Bereich des PvE, also Player vs Environment. Im Grunde beinhaltet dies alles, bei dem Spieler gegen "Nicht-Spieler-Charaktere" (NSC oder NPC) also gegen "vom Computer gesteuerte" Kreaturen kämpfen. Auch wenn dies auch auf das Leveln des Charakters oder der Interaktion mit einem Verkäufer zutrifft, spricht die Community, wenn sie über PvE-Content redet, über die Raid-Instanzen.
Was sind Instanzen?
Instanzen sind Gebiete die, wie der Name schon sagst, instanziert sind. Diese Gebiete können nur von einer bestimmten Anzahl von Personen gleichzeitig betreten werden. So gibt es verschieden große Instanzen, angefangen von 5er Gruppen, bis hin zu den Schlachtfeldern die bis zu 40 Spieler erlauben. Die Server auf denen die Instanzen laufen, sind unabhängig von den sogenannten "Welt-Servern", d.h. auch wenn die Spieleranzahl pro Gruppe limitiert ist, so gibt es (fast) keine Begrenzung wie viele Gruppen sich in einer Instanz aufhalten.
Instanzierung von Gebieten ermöglicht es ungestört von anderen Gruppen, oder der gegnerischen Fraktion, Quests zu erledigen, oder Bossgegner zu besiegen um bessere Gegenstände zu erbeuten. In den Instanzen gibt es grundsätzlich die beste Ausrüstung zu erbeuten.
Der Charakter
In World of Warcraft erschafft man sich einen Avatar mit dem man die große Welt von Azeroth erforscht. Der Charakter beginnt mit Level 1 und kann/muss bis zum maximalen Level von 80 gespielt werden. Da wir uns heute um den PvE-Content kümmern, gehen wir davon aus, dass der Charakter grundsätzlich auf 80 gelevelt wird. Es gibt auch Spieler die ihre Spielfiguren nicht auf das höchste Level spielen, aber die Gründe hierbei sind oft vielschichtig und für uns erst einmal nicht interessant.
Der Hauptcharakter (Mainchar) ist der wichtigste Avatar und wird als erstes ausgerüstet. Nebencharaktere, auch Twink(s) genannt, haben zwar weniger Priorität, können aber im Schlachtzugbereich noch wichtig werden. Neben dem Leveln ist das Ausrüsten des Charakters das Wichtigste und für die meisten Spieler auch das Interessanteste. Es gibt insgesamt 16-17 (je nach Klasse) Plätze in denen Rüstungen, oder Schmuckstücke angelegt werden können.
Gegenstände
Items haben in WoW verschiedene Wertigkeiten. Es gibt graue, weiße, grüne, blaue, lila und orange Gegenstände. Die Farbe gibt, meistens, die Qualität an. Während graue Schwerter fast immer nur zum Verkauf an einen NSC gut sind, sind blaue und lila Rüstungsstücke meistens so gut, dass sie entweder selbst getragen oder für Gold an andere Spieler verkauft werden können. Orange Items sind legendäre Ausrüstungsgegenstände und sind am seltensten zu erbeuten.
Die meisten Spieler rüsten ihren Avatar mit möglichst vielen epischen, also lila Items aus. Ausnahmen gibt es immer wieder, vor allem dann wenn Blizzard Easter Eggs einbaut. So kann auch mal ein graues Schwert der beste Gegenstand zum Leveln eines Charakters sein. Wenn man Level 80 erreicht hat, kann man sich zusätzlich auch noch goldene Gegenstände kaufen, diese sind nicht an einen Charakter gebunden, sondern können bspw. an Twinks verschickt werden, damit diese damit schneller vorankommen.
Die Klassen
Bei der Erstellung eines neuen Charakters hat man mittlerweile die Wahl aus 10 verschiedenen Klassen:
Druide, Hexenmeister, Jäger, Krieger, Magier, Paladin, Priester, Schamane, Schurke und Todesritter stehen einem Spieler zur Auswahl. Der Todesritter ist die erste Heldenklasse und ist erst seit dem neuesten Addon Wrath of the Lich King im Spiel implementiert. Er ist auch die einzige Klasse die freigespielt werden muss, indem man einen Charakter auf Level 55 hoch spielt. Alle anderen Klassen sind frei verfügbar.
Jede Klasse hat spezielle Fähigkeiten und Besonderheiten. Wir werden in den nächsten Specials jede Klasse genau durchleuchten und ihre Rolle im Raid erklären. Für jetzt reicht es, kurz zu erklären welche Aufgaben eine Klasse übernehmen kann. Jeder Charakter hat zusätzlich zu seinen Klassen Fähigkeiten Talentbäume in denen er sich für eine Aufgabe spezialisieren kann.
Hexenmeister, Jäger, Magier und Schuken können sich auf verschiedene Arten auf das Zufügen von Schaden spezialisieren. Sie sind die einzigen Klassen, die nur eine Ausrichtung trotz dreier Talentbäume zulassen -> Reine Schadensklassen Priester und Schamanen haben zwei Möglichkeiten im Schlachtzug zu helfen: Beide können entweder als Heil- oder Schadensklasse ihre Wirkung zeigen. Der Schamane kann sich auch noch zwischen Nah- und Fernkampf entscheiden.
Es ist ein Tauren Krieger geworden!Druiden und Paladine sind quasi die Allrounder in WoW. Sie haben die Möglichkeit als Tank, Heiler oder Schadensklasse im Raid mitzumischen. Krieger und Todesritter dienen dem Schlachtzug als Tank oder Damagedealer. Alle Klassen die mehrere Aufgaben erfüllen können, werden als Hybriden bezeichnet.
Kommen wir nun zum wirklich interessanten Teil, den Schlachtzug-Inhalten oder Raids:
World of Warcraft ist nun gut vier Jahre alt. Nach zwei Addons und unzähligen Patches mit neuem Inhalt hat sich selbverständlich auch viel an den Schlachtzügen getan. Zu den Classic Zeiten von WoW bestanden Raidgruppen aus 40 Mitgliedern und Gilden waren dementsprechend groß. Viele hatten über 100 Spieler versammelt um zu ihren Raidtagen und -zeiten spielen zu können. Die erste Instanz für die PvE-Spieler war der Geschmolzene Kern mit seinem Endgegner Ragnaros. Dort droppte auch der erste legendäre Gegenstand: <Thunderfury>.
In Vanilla, so nennt man WoW-Classic auch, kamen dann noch die Instanzen Pechschwingenhort mit dem Endgegner Nefarian, Ahn'Qiraj in dem der alte Gott C'thun besiegt werden musste und Naxxramas mit Kel'thuzad als Bösewicht dazu. Zwischenzeitlich erkannte man seitens Blizzard welchen Aufwand es mit sich brachte ständig 40 Spieler bereit zu haben. So entstanden die Instanzen Zul'Gurub und die Ruinen von An'quirai bei denen man nur 20 Spieler benötigte.
Als das Addon The Burning Crusade erschien lies die Spieleschmiede Vivendis dann auch gleich eine Bombe platzen: Der komplette Schlachtzugbereich sollte umgestaltet werden. Die 40er Instanzen seien nicht weiter haltbar und man wolle mehr Spielern ermöglichen jegliche Spiele-Inhalte zu erleben. So wurde festgelegt, dass es von nun an nur noch 25-Mann-Schlachtzüge geben sollte und man sogar Instanzen einbauen würde in denen 10 tapfere Recken genügen würden.
In BC gab es dann Karazhan und Zul'Aman, die ebenso sehr kleine Raidgruppen bediente. Für die größeren Raidgruppen gab es die Instanzen Höhle des Schlangenschreins, Das Auge, der Hyalgipfel, der Schwarze Tempel und letztendlich das Sonnenbrunnen Plateau.
Während anfangs das Geschrei groß war als die Schlachtzüge verkleinert wurden, musste man nach den ersten erlebten Instanzen zugeben, dass die Qualität und der Spielspaß doch deutlich stieg. Die Bosskämpfe wurden immer besser gestaltet und die geringere Anzahl der Spieler machte es deutlich einfacher einen Schlachtzug zusammen zu bekommen.
Mit Wrath of the Lichking wurde dann erneut ein Einschnitt in das Leben der PvE-Spieler getan: Mittlerweile gibt es jede Schlachtzuginstanz im 10er oder 25er Modus (normal und heroisch) und zusätzlich verschiedene Schwierigkeitsgrade (Hardmodes). Doch kommen wir zurück zum praktischen Teil des Raidens.
Klassenverteilung und Aufgaben
Geht man von einem 25er Schlachrzug aus ist klar, dass man die Gruppe nicht einfach bunt mischen kann um möglichst erfolgreich zu sein. Grundsätzlich ist man auf Klassen angewissen die drei Aufgaben übernehmen müssen:
1. Der Tank
Der Tank, oder auf deutsch der "Brecher", hat in einem Schlachtzug die Aufgabe gegnerische Charaktere (Mobs) an sich zu binden und jeglichen Schaden auf sich zu ziehen. Durch seine verschiedenen Fähigkeiten ist der Tank dafür prädestiniert, er bekommt den geringsten Schaden aller Mitglieder und kann den Mob dauerhaft an sich binden.
2. Der Heiler
Heilklassen haben die Aufgabe den Tank und die anderen Gruppenmitglieder zu heilen, also ihre Lebenspunkte durch Zauber wieder aufzufüllen. Heiler halten im Gegenzug dafür eher weniger Schaden aus und machen eher weniger Schaden auf gegnerische Ziele.
3. Der Damage Dealer
Klassen die sich auf Schaden spezialisiert haben sind dafür da, dass ein Gegner möglichst schnell besiegt wird, am Besten bevor den Heilern das Mana ausgeht, oder der Tank so feste auf die Mütze bekommt, das selbst er umfällt.
In einem Raid gibt es daher auch eine feste Anzahl an Plätzen für die Aufgaben. Die meisten Bossgegner erfordern 1-2 Tanks, zwischen 5 und 10 Heilern und dementsprechend zwischen 13 - 19 Schadensklassen. Wie viele Charaktere pro Kategorie man mitnimmt, hängt auch immer von den speziellen Anforderungen eines Kampfes ab.
Wenn neue Gegner angegangen werden geht man meistens mit einer "defensiven" Ausrichtung in den Kampf. So wird anfangs ein Setup gewählt das aus mehreren Tanks, 8-10 Heilern und "nur" 12-15 Damage Dealern besteht. Man tastet sich dann immer Schritt für Schritt an das "perfekte" Lineup heran.
Welche Aufstellung für eine Gilde aufgeht, hängt natürlich auch immer damit zusammen, welchen Spielerpool sie besitzen und wie stark jeder Einzelne mit seiner Aufgabe zurecht kommt.
Der Bosskampf
Hat man nun seine Schlachtgruppe nach seinen Bedürfnissen aufgestellt und steht in der Instanz beginnt das, was den meisten Spielern in World of Warcraft Spaß macht. Begegnet man zum aller ersten Mal einem Boss, möglichst ohne vorher viel vom Ablauf gespoilert bekommen zu haben, ist es fast immer ein episches Gefühl.
Der Tank läuft in den Boss und versucht ihn mit all seiner Macht an sich zu binden, während die Heiler die ersten großen Heilsprüche auf ihn drücken um am Anfang möglichst viel zu sehen. Die Damage Dealer haben neben ihrer eigentlichen Aufgabe auch die Pflicht möglichst viel von der Mechanik des Kampfs mitzunehmen.
Meistens wird man dann innerhalb weniger Sekunden komplett ausgelöscht und die Gruppe findet sich beim Geistheiler wieder. Man begibt sich zurück in die Instanz wird dort automatisch wiederbelebt und sammelt erst einmal die Informationen. Was genau ist passiert? Woran sind die ersten Gruppenmitglieder gestorben? Welche Fähigkeiten hat der Boss eingesetzt? Wieviel Schaden hat der Tank bekommen? Reichen die Heiler aus? Muss sonst wo getauscht werden? Weniger Tanks, mehr Tanks?
Wir werden in den nächsten Wochen immer wieder einzelne Bosskämpfe herauspicken und per Video genau erklären was passiert und wie der Raid darauf reagiert. Pauschal zu sagen der Boss macht X und die Gruppe darauf Y funktioniert zwar für einen grundsätzlichen Ablauf, aber mitlerweile sind die Fights so unterschiedlich aufgebaut, dass es unmöglich scheint alle Kämpfe mit einer Erklärung abzuspeisen.
Feedback der Community
Wie für einige von euch World of Warcraft ein neues Thema ist, so sind für uns die Artikel und Beschreibungen von WoW-Inhalten gänzlich neu. Wir als WoW-Profis verstehen den "Slang" der Community und haben den Überblick darüber was in einem Raid passiert. Wir möchten aber euch als mTw-Community auch einen Einblick in unser größtes Hobby geben. Daher die Frage (und Bitte): Was können wir in Euren Augen besser machen und was würde euch besonders interessieren? Es ist einfach Artikel für WoW-Spieler zu schreiben und die MMO-Welt bietet genug um ganze Lexikas mit Inhalt zu füllen. Wir möchten aber natürlich, dass sich das ganze auch für nicht-WoWler spannend liest, dementsprechend: Immer her mit Kritik und Ideen!
Was sind Instanzen?
Instanzen sind Gebiete die, wie der Name schon sagst, instanziert sind. Diese Gebiete können nur von einer bestimmten Anzahl von Personen gleichzeitig betreten werden. So gibt es verschieden große Instanzen, angefangen von 5er Gruppen, bis hin zu den Schlachtfeldern die bis zu 40 Spieler erlauben. Die Server auf denen die Instanzen laufen, sind unabhängig von den sogenannten "Welt-Servern", d.h. auch wenn die Spieleranzahl pro Gruppe limitiert ist, so gibt es (fast) keine Begrenzung wie viele Gruppen sich in einer Instanz aufhalten.
Instanzierung von Gebieten ermöglicht es ungestört von anderen Gruppen, oder der gegnerischen Fraktion, Quests zu erledigen, oder Bossgegner zu besiegen um bessere Gegenstände zu erbeuten. In den Instanzen gibt es grundsätzlich die beste Ausrüstung zu erbeuten.
Der Charakter
In World of Warcraft erschafft man sich einen Avatar mit dem man die große Welt von Azeroth erforscht. Der Charakter beginnt mit Level 1 und kann/muss bis zum maximalen Level von 80 gespielt werden. Da wir uns heute um den PvE-Content kümmern, gehen wir davon aus, dass der Charakter grundsätzlich auf 80 gelevelt wird. Es gibt auch Spieler die ihre Spielfiguren nicht auf das höchste Level spielen, aber die Gründe hierbei sind oft vielschichtig und für uns erst einmal nicht interessant.
Der Hauptcharakter (Mainchar) ist der wichtigste Avatar und wird als erstes ausgerüstet. Nebencharaktere, auch Twink(s) genannt, haben zwar weniger Priorität, können aber im Schlachtzugbereich noch wichtig werden. Neben dem Leveln ist das Ausrüsten des Charakters das Wichtigste und für die meisten Spieler auch das Interessanteste. Es gibt insgesamt 16-17 (je nach Klasse) Plätze in denen Rüstungen, oder Schmuckstücke angelegt werden können.
Gegenstände
Items haben in WoW verschiedene Wertigkeiten. Es gibt graue, weiße, grüne, blaue, lila und orange Gegenstände. Die Farbe gibt, meistens, die Qualität an. Während graue Schwerter fast immer nur zum Verkauf an einen NSC gut sind, sind blaue und lila Rüstungsstücke meistens so gut, dass sie entweder selbst getragen oder für Gold an andere Spieler verkauft werden können. Orange Items sind legendäre Ausrüstungsgegenstände und sind am seltensten zu erbeuten.
Die meisten Spieler rüsten ihren Avatar mit möglichst vielen epischen, also lila Items aus. Ausnahmen gibt es immer wieder, vor allem dann wenn Blizzard Easter Eggs einbaut. So kann auch mal ein graues Schwert der beste Gegenstand zum Leveln eines Charakters sein. Wenn man Level 80 erreicht hat, kann man sich zusätzlich auch noch goldene Gegenstände kaufen, diese sind nicht an einen Charakter gebunden, sondern können bspw. an Twinks verschickt werden, damit diese damit schneller vorankommen.
Die Klassen
Bei der Erstellung eines neuen Charakters hat man mittlerweile die Wahl aus 10 verschiedenen Klassen:
Druide, Hexenmeister, Jäger, Krieger, Magier, Paladin, Priester, Schamane, Schurke und Todesritter stehen einem Spieler zur Auswahl. Der Todesritter ist die erste Heldenklasse und ist erst seit dem neuesten Addon Wrath of the Lich King im Spiel implementiert. Er ist auch die einzige Klasse die freigespielt werden muss, indem man einen Charakter auf Level 55 hoch spielt. Alle anderen Klassen sind frei verfügbar.
Jede Klasse hat spezielle Fähigkeiten und Besonderheiten. Wir werden in den nächsten Specials jede Klasse genau durchleuchten und ihre Rolle im Raid erklären. Für jetzt reicht es, kurz zu erklären welche Aufgaben eine Klasse übernehmen kann. Jeder Charakter hat zusätzlich zu seinen Klassen Fähigkeiten Talentbäume in denen er sich für eine Aufgabe spezialisieren kann.
Hexenmeister, Jäger, Magier und Schuken können sich auf verschiedene Arten auf das Zufügen von Schaden spezialisieren. Sie sind die einzigen Klassen, die nur eine Ausrichtung trotz dreier Talentbäume zulassen -> Reine Schadensklassen Priester und Schamanen haben zwei Möglichkeiten im Schlachtzug zu helfen: Beide können entweder als Heil- oder Schadensklasse ihre Wirkung zeigen. Der Schamane kann sich auch noch zwischen Nah- und Fernkampf entscheiden.
Es ist ein Tauren Krieger geworden!Druiden und Paladine sind quasi die Allrounder in WoW. Sie haben die Möglichkeit als Tank, Heiler oder Schadensklasse im Raid mitzumischen. Krieger und Todesritter dienen dem Schlachtzug als Tank oder Damagedealer. Alle Klassen die mehrere Aufgaben erfüllen können, werden als Hybriden bezeichnet.
Kommen wir nun zum wirklich interessanten Teil, den Schlachtzug-Inhalten oder Raids:
World of Warcraft ist nun gut vier Jahre alt. Nach zwei Addons und unzähligen Patches mit neuem Inhalt hat sich selbverständlich auch viel an den Schlachtzügen getan. Zu den Classic Zeiten von WoW bestanden Raidgruppen aus 40 Mitgliedern und Gilden waren dementsprechend groß. Viele hatten über 100 Spieler versammelt um zu ihren Raidtagen und -zeiten spielen zu können. Die erste Instanz für die PvE-Spieler war der Geschmolzene Kern mit seinem Endgegner Ragnaros. Dort droppte auch der erste legendäre Gegenstand: <Thunderfury>.
In Vanilla, so nennt man WoW-Classic auch, kamen dann noch die Instanzen Pechschwingenhort mit dem Endgegner Nefarian, Ahn'Qiraj in dem der alte Gott C'thun besiegt werden musste und Naxxramas mit Kel'thuzad als Bösewicht dazu. Zwischenzeitlich erkannte man seitens Blizzard welchen Aufwand es mit sich brachte ständig 40 Spieler bereit zu haben. So entstanden die Instanzen Zul'Gurub und die Ruinen von An'quirai bei denen man nur 20 Spieler benötigte.
Als das Addon The Burning Crusade erschien lies die Spieleschmiede Vivendis dann auch gleich eine Bombe platzen: Der komplette Schlachtzugbereich sollte umgestaltet werden. Die 40er Instanzen seien nicht weiter haltbar und man wolle mehr Spielern ermöglichen jegliche Spiele-Inhalte zu erleben. So wurde festgelegt, dass es von nun an nur noch 25-Mann-Schlachtzüge geben sollte und man sogar Instanzen einbauen würde in denen 10 tapfere Recken genügen würden.
In BC gab es dann Karazhan und Zul'Aman, die ebenso sehr kleine Raidgruppen bediente. Für die größeren Raidgruppen gab es die Instanzen Höhle des Schlangenschreins, Das Auge, der Hyalgipfel, der Schwarze Tempel und letztendlich das Sonnenbrunnen Plateau.
Während anfangs das Geschrei groß war als die Schlachtzüge verkleinert wurden, musste man nach den ersten erlebten Instanzen zugeben, dass die Qualität und der Spielspaß doch deutlich stieg. Die Bosskämpfe wurden immer besser gestaltet und die geringere Anzahl der Spieler machte es deutlich einfacher einen Schlachtzug zusammen zu bekommen.
Mit Wrath of the Lichking wurde dann erneut ein Einschnitt in das Leben der PvE-Spieler getan: Mittlerweile gibt es jede Schlachtzuginstanz im 10er oder 25er Modus (normal und heroisch) und zusätzlich verschiedene Schwierigkeitsgrade (Hardmodes). Doch kommen wir zurück zum praktischen Teil des Raidens.
Klassenverteilung und Aufgaben
Geht man von einem 25er Schlachrzug aus ist klar, dass man die Gruppe nicht einfach bunt mischen kann um möglichst erfolgreich zu sein. Grundsätzlich ist man auf Klassen angewissen die drei Aufgaben übernehmen müssen:
1. Der Tank
Der Tank, oder auf deutsch der "Brecher", hat in einem Schlachtzug die Aufgabe gegnerische Charaktere (Mobs) an sich zu binden und jeglichen Schaden auf sich zu ziehen. Durch seine verschiedenen Fähigkeiten ist der Tank dafür prädestiniert, er bekommt den geringsten Schaden aller Mitglieder und kann den Mob dauerhaft an sich binden.
2. Der Heiler
Heilklassen haben die Aufgabe den Tank und die anderen Gruppenmitglieder zu heilen, also ihre Lebenspunkte durch Zauber wieder aufzufüllen. Heiler halten im Gegenzug dafür eher weniger Schaden aus und machen eher weniger Schaden auf gegnerische Ziele.
3. Der Damage Dealer
Klassen die sich auf Schaden spezialisiert haben sind dafür da, dass ein Gegner möglichst schnell besiegt wird, am Besten bevor den Heilern das Mana ausgeht, oder der Tank so feste auf die Mütze bekommt, das selbst er umfällt.
In einem Raid gibt es daher auch eine feste Anzahl an Plätzen für die Aufgaben. Die meisten Bossgegner erfordern 1-2 Tanks, zwischen 5 und 10 Heilern und dementsprechend zwischen 13 - 19 Schadensklassen. Wie viele Charaktere pro Kategorie man mitnimmt, hängt auch immer von den speziellen Anforderungen eines Kampfes ab.
Wenn neue Gegner angegangen werden geht man meistens mit einer "defensiven" Ausrichtung in den Kampf. So wird anfangs ein Setup gewählt das aus mehreren Tanks, 8-10 Heilern und "nur" 12-15 Damage Dealern besteht. Man tastet sich dann immer Schritt für Schritt an das "perfekte" Lineup heran.
Welche Aufstellung für eine Gilde aufgeht, hängt natürlich auch immer damit zusammen, welchen Spielerpool sie besitzen und wie stark jeder Einzelne mit seiner Aufgabe zurecht kommt.
Der Bosskampf
Hat man nun seine Schlachtgruppe nach seinen Bedürfnissen aufgestellt und steht in der Instanz beginnt das, was den meisten Spielern in World of Warcraft Spaß macht. Begegnet man zum aller ersten Mal einem Boss, möglichst ohne vorher viel vom Ablauf gespoilert bekommen zu haben, ist es fast immer ein episches Gefühl.
Der Tank läuft in den Boss und versucht ihn mit all seiner Macht an sich zu binden, während die Heiler die ersten großen Heilsprüche auf ihn drücken um am Anfang möglichst viel zu sehen. Die Damage Dealer haben neben ihrer eigentlichen Aufgabe auch die Pflicht möglichst viel von der Mechanik des Kampfs mitzunehmen.
Meistens wird man dann innerhalb weniger Sekunden komplett ausgelöscht und die Gruppe findet sich beim Geistheiler wieder. Man begibt sich zurück in die Instanz wird dort automatisch wiederbelebt und sammelt erst einmal die Informationen. Was genau ist passiert? Woran sind die ersten Gruppenmitglieder gestorben? Welche Fähigkeiten hat der Boss eingesetzt? Wieviel Schaden hat der Tank bekommen? Reichen die Heiler aus? Muss sonst wo getauscht werden? Weniger Tanks, mehr Tanks?
Wir werden in den nächsten Wochen immer wieder einzelne Bosskämpfe herauspicken und per Video genau erklären was passiert und wie der Raid darauf reagiert. Pauschal zu sagen der Boss macht X und die Gruppe darauf Y funktioniert zwar für einen grundsätzlichen Ablauf, aber mitlerweile sind die Fights so unterschiedlich aufgebaut, dass es unmöglich scheint alle Kämpfe mit einer Erklärung abzuspeisen.
Feedback der Community
Wie für einige von euch World of Warcraft ein neues Thema ist, so sind für uns die Artikel und Beschreibungen von WoW-Inhalten gänzlich neu. Wir als WoW-Profis verstehen den "Slang" der Community und haben den Überblick darüber was in einem Raid passiert. Wir möchten aber euch als mTw-Community auch einen Einblick in unser größtes Hobby geben. Daher die Frage (und Bitte): Was können wir in Euren Augen besser machen und was würde euch besonders interessieren? Es ist einfach Artikel für WoW-Spieler zu schreiben und die MMO-Welt bietet genug um ganze Lexikas mit Inhalt zu füllen. Wir möchten aber natürlich, dass sich das ganze auch für nicht-WoWler spannend liest, dementsprechend: Immer her mit Kritik und Ideen!
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sehr gut schrieben passt alles :) ^^ weiter so :9
Den Ansatz den Du da gibst hyre klingt für mich richtig interessant, ich denke das werden wir beim nächsten Encounter so machen. Danke dafür schon mal!
Ich habe zwar nie WoW gespielt und werde es wohl auch nie tun, aber solche Artikel finde ich ganz nett mal zu lesen. :>
Mich würde für später interessieren, was man z.B. alles auf bildern wie dem letztem erfahren kann und natürlich wie ihr speziell innerhalb von Sekunden eines auf den Sack bekommt! ;D
Mich würde für später interessieren, was man z.B. alles auf bildern wie dem letztem erfahren kann und natürlich wie ihr speziell innerhalb von Sekunden eines auf den Sack bekommt! ;D
Btw. bevor ichs vergessen, Raiden ist doch der Bösewicht aus Metal Gear Solid ? :P Glaube mich da zu errinnern...haha =)
Der mit dem Panzer :D
raiden is der one and only blitzligott aus mortal kombat...hyre du napppl :D
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Anstatt son allgemeines bla bla zu verfassen, was auf jeder x-beliebigen WoW-Community-Seite zu finden ist, könnte man verfassen was die Raidleitung beschlossen hat als _ihr_ zum ersten mal in einen hardmode-encounter reingerannt seit, was _ihr_ da für Probleme empfandet und wie eure Lösungsansätze waren. Natürlich für jeden Encounter ansich, mit der Essenz auf die interessanten Encounter. Es interessiert einen Leser doch eher, was seine möglicherweise "Lieblingsgilde" für Probleme hatte als sie neu in irgendwas reinrannte, net was nen Raid ist und was nen Bosskampf ist. Wer den Artikel liest, der kennt WoW wohl eh schon ;)
Mal davon abgesehen ist das hier mTw, net inWoW.
Meine Aussage schmälert in keinster Weise den Aufwand dieses Artikels.
Ach und ja ich hab gelesen, dass in der nächsten Zeit einzelne Bosskämpfe kommen sollen, Guides und Spoiler gibs genug im Inet, es individualisiert auf Undisputed`s herangehensweise zu schreiben ist für mich persönlich vieeeeeeel interessanter.