Politiker unterbinden IFNG am 5. Juni
IFNG Karlsruhe abgesagt!
Als hätte man es geahnt: Das Intel Friday Night Game in Karlsruhe wurde nun nach einigem Hin und Her doch abgesagt, dies verkündete die ESL gestern als Ergebnis der langen Debatten in den letzten Tagen. Ein nahezu offensichtlicher Grund für das Verhalten der Karlsruher Veranstalter scheinen die Kommunalwahlen zu sein, die am 7. Juni beginnen. Mit dieser Maßnahme wollen sich die kandidierenden Politiker scheinbar bei den Wählern profilieren.
1: Joachim Herrmann (CSU) auf der ersten Deutschen Verleihung des Deutschen Computerspielpreises: ,,Killerspiele widersprechen dem Wertekonsens unserer auf einem friedlichen Miteinander beruhenden Gesellschaft und gehören geächtet. In ihren schädlichen Auswirkungen stehen sie auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie, deren Verbot zu Recht niemand in Frage stellt.
2: So auch Christine Haderthauer (CSU) über das "Killerspiel" World of Warcraft: "Simulation realitätsnaher Tötungshandlungen".
Zu Frau Haderthauer muss man sagen, dass der Philologenverband (bpv) diese Aussage mit folgenden Worten zurückgezogen hat: "In der Pressemiteilung vom 09.09.2009 ist uns ein Fehler unterlaufen: „World of Warcraft“ ist natürlich kein Beispiel eines für besondere Brutalität bekannten Spiels und nicht vergleichbar mit Shootern wie etwa „Counterstrike“ oder „Manhunt“."(bpv)
CDU-Kreisvorsitzender Ingo Wellenreuther zu dem INFG in Karlsruhe:
„Mit dem Werteverständnis der CDU sind Spiele, bei denen es darum geht, möglichst viel und möglichst grausam zu morden, nicht vereinbar. Spiele, die zu Gewalt, menschenverachtenden Handlungen und Brutalität anleiten, widersprechen eindeutig unserer christlichen Grundhaltung. Veranstaltungen, die dieser Art Spiele eine Plattform bieten, haben in Karlsruhe nichts zu suchen.“
Wichtig ist vor allem, dass wir nun ausharren bis die Wahlen und die Turbulenzen vorbei sind, denn dann ist das Thema wieder nebensächlich. Mehr Informationen über die kritische und teilweise undifferenzierte Haltung gegenüber Videospielen findet ihr in diesem sehr gelungenen Youtube-Beitrag: Link
griSu, geschrieben am 28.05.2009 09:25:35
Darauf hat die ESL auch anfangs plädiert..... Allersings waren sie dann so konsequent zu sagen: ,,Ihr wollt uns nicht? okay dann eben nicht..." Man muss berücksichtigen dass ein IFNG reichlich Besucher anlockt, was für Karlsruhe ja nur Positiv sein kann ;) jetzt ist keiner als sieger hervorgegangen
Warum man hier klein beigibt und seine Rechte nicht durchsetzt ist für mich nicht nachvollziehbar.
Ich wusst bisher garnet dass die IFNG's auch in Karlsruhe waren, is ja garnet so weit weg von mir.
Schade das mich außer SC eh net viel interessiert.
Trotzdem scheiße wie der Esport unnötig in den Dreck gezogen wird von der Politik, aber hey, immerhin sind wir groß genug um von den Politikern bemerkt zu werden - wenn die Durststrecke aka Finanzkrise over ist gehts hoffentlich rapide aufwärts.

















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