Autor: Missgunst geschrieben am Samstag 05.12.2009 um 15:00 Uhr

Admins, Mikrowellen und zweite Plätze

Rückblick auf die Dreamhack Winter


Das Match gegen SK

Kommen wir zurück zum Punkt "Probleme mit der Organisation und den Admins". Im Grunde ist es sicherlich immer schwer allen Bedürfnissen gerecht zu werden und wir alle sind Menschen und dürfen Fehler machen. Allerdings haben sich die Admins der Dreamhack einige Aussetzer erlaubt und auch die Organisatoren, die bspw. die Spieler so setzten, dass sie beim geringsten Blick über den eigenen Monitor auf die Monitore der Gegner schauen konnten, müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, nicht alles genau geplant zu haben.
Am Beispiel unserers Matches gegen SK-Gaming möchte ich das noch mal verdeutlichen.

Wie man bereits auf readmore und anderen Szeneseiten lesen konnte, schien die Organisation der Dreamhack überfordert zu sein. Neben den nicht einzuhaltenden Spielplänen und den damit entstehenden Verzögerungen gibt es unzählige Probleme mit der Technik, den Servern und auch der Regelkunde.
Wie wir bereits am Dreamhack Wochenende berichteten gab es in mehreren Matches einfach Restarts, zum Teil in spielentscheidenden Runden oder, wie bei uns, am Anfang der Pistolround. Das Problem hierbei ist, dass den Spielern auf der Mainstage das rcon Passwort gegeben wurde, so dass diese selbstständig restarten können. Allerdings waren alle Aktionen die man tätigte auf großen Bildschirmen zu sehen, dementsprechend hatte jeder aufmerksame Zuschauer das rcon Passwort zum passenden Server.

In unserem Match gegen SK standen aber auch die Admins im Fokus:
Anizz Counter-Strike stürzte nach gewonnener Runde ab und er musste es Neustarten. Also legte man eine Pause ein um dem Spieler die Möglichkeit zu geben wieder auf den Server zu connecten. Wir fragten nach ob Anizz Startmoney bekäme, da er nur mit 800 Dollar starten würde. Da wir die vorherige Runde aber gewonnen hatten wäre dies ein großer Nachteil für ihn und somit auch für das ganze Team.
Nach kurzem Hin und Her entschied sich unser Admin dazu kein Startmoney zu gewähren und unseren Spieler nur mit seinen 800 Dollar wieder ins Spiel einsteigen zu lassen. Als Grundlage, sagte man uns, würden die WCG Regeln genommen, in denen auch kein Startmoney enthalten ist.

Das Spiel war nun wieder im vollen Gange und es dauerte nicht lange bis es wieder pausiert werden musste. Erst kehrten sich zonics Maustasten um, danach wurde er in Steam-Friends mit Voiceeinladungen gespammt. Obwohl er aus den Friends ausgeloggt war, konnte der Spammer ihn über Einladungen penetrieren. Die Pause nervte die Spieler von SK und walle meinte im Chat, zonic solle sich doch einfach aus Steam Friends ausloggen.
Nachdem Danny dann einfach alles und jeden in seinem Steam-Friends Account geblockt und ignoriert hatte konnte es weiter gehen.
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Hat der Admin alles im Blick?
Dust 2 war eine knappe Angelegenheit und als mTw.int eine wichtige Runde holte kam von Seiten SK-Gamings der Ruf nach einem Timeout. Die Pause wurde direkt eingelegt, ohne dass unsere Spieler überhaupt wussten, dass es die Möglichkeit von Auszeiten gab. Erneut kontaktierten wir den Admin, denn in den WCG Regeln steht nichts von Timeouts, aus welchen Gründen auch immer.

Daraufhin wurde uns entgegnet, dass man ja sowieso nicht nach den original WCG Regeln spiele, sondern eine abgeänderte "Dreamhack Rules" Version nutze. Auf die Frage hin warum man dann uns kein Startmoney geben wollte wurde einfach abgewunken. Die Headadmins hätten entschieden das SK ein Timeout nehmen dürfe, somit hätte der Spieladmin es nur durchgesetzt. Wir fragten nach ob das Problem mit der Startmoney ebenfalls mit einem Headadmin besprochen wurde, was verneint wurde. Es hätte im Endeffekt ja auch nichts am Ergebnis geändert (It didn't affect the result...").
Gegen Ende des Matches gab es dann aber dennoch Gerechtigkeit, denn der gute walle musste selber Steam Spam ertragen und das obwohl er zonic doch so gute Hinweise gegeben hatte wie man so etwas umgehen könne.

Im Grunde können wir uns natürlich nicht über Benachteiligung beschweren, immerhin konnten wir SK mit 2:1 nach Maps besiegen. Dennoch ist es seltsam, dass auf einer LAN, mit einem solch hochkarätig besetztem Turnier, die Admins nur schlecht bis gar nicht englisch sprachen. Die Kommunikation war zum Teil unmöglich, manchmal bekam man einfach ein "Yes" auf eine Frage wie bspw. wann das nächste Match startet.
Nach dem Match gegen SK wollten wir uns erkundigen ob wir direkt gegen fnatic spielen müssten. Der Admin bejahte dies "You should start right now". Wir fragten kurz bei fnatic nach ob sie denn ihr erstes Match schon gespielt hätten, worauf hin get_right uns sagte, dass noch keine einzige Runde gespielt worden war.

Es ist sicherlich nicht immer einfach ein so großes Turnier richtig zu managen und jeder macht sicher seine Fehler. Aber was uns hier zum Teil begegnete zeugt schon sehr von unerfahrenen und überforderten Admins. Manchmal hatte man auch das Gefühl, dass der eine Admin nicht weiß was der andere tut.


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#1 arizzR, geschrieben am 07.12.2009 19:31:31
interessant geschrieben, man will mehr sehen :)
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