interessant geschrieben, man will mehr sehen :)
Admins, Mikrowellen und zweite Plätze
Rückblick auf die Dreamhack Winter
Finale gegen MYM und der Anspruch des eSports
Das Finale hatte seinen Namen dann aber verdient. In einem riesigen Kinosaal hatte die Dreamhack eine tolle Kulisse aufgebaut und die Fans kamen in Strömen. Schon 1 1/2 Stunden vorher standen die Zuschauer Schlange um noch in den Saal zu gelangen.
Das Match gegen MeetYourMakers war wohl eines der besten des gesamten Turnierverlaufs. Mit drei Maps, einer Overtime und vielen unglaublichen Frags, war es ein absolut verdientes Finale.
Problematisch war allerdings die Uhrzeit, das Match endete erst kurz vor drei Uhr nachts. Für unsere Jungs, die ihr erstes Spiel um 10:00 Uhr hatten, ging es da auch langsam an die Grenze der Belastbarkeit. MYM.swe hatten ein wenig mehr Schlaf, ihr erstes Spiel begann erst um 13:00 Uhr. Natürlich kann man das nicht als Grund auslegen, dass mTw.int verloren hat. MYM hat super gespielt und am Ende sicherlich verdient gewonnen.
Aber auch hier zeigte sich, dass die Organisation einfach schlecht gelaufen ist. Die Gruppenphasen am Freitag hatten sich schon sehr stark verzögert und der Spielplan der Playoffs war von Anfang an als unrealistisch einzuschätzen. Pro Match waren nicht einmal zwei Stunden vorgesehen, wer jemals an einem CS Turnier teilgenommen hat weiß, dass sowas nicht einzuhalten ist. Drei Maps, ein oder zwei Overtimes, Timeouts, Disconnects, PC-Probleme, Laggs, alles Sachen die bei jedem Match passieren können und mit denen man rechnen muss. Dazu kommt, dass man den Spielern auch mal eine faire Pause können muss, eine Stunde um etwas zu essen oder zu trinken zu organisieren.
Unsere Spieler waren zum Teil schon sehr genervt vom Zeitplan, wie schon gesagt gab es auch oft falsche Angaben zum nächsten Match, man hatte auch keinen direkten Ansprechpartner der einem eine zu 100% korrekte Aussage geben konnte.
Die Dreamhack ist da sicherlich kein Einzelfall oder ein schlimmes Beispiel. Es wird aber Zeit, dass sich im eSport ein paar Dinge ändern. Man möchte immer professionell angesehen werden,die Bemühungen den eSport in der Gesellschaft als echten Sport zu etablieren sind riesig. Aber in Wirklichkeit stehen wir immer noch bei vielen Dingen am Anfang von allen.Es war nicht das erste Mal, dass unsere Spieler zu so später Stunde noch ein wirklich wichtiges Match bestreiten mussten. Und es wird in den nächsten Monaten auch nicht das letzte gewesen sein. Aber wie professionell sieht das aus? Würde sich ein Cristiano Ronaldo oder sein Verein Real Madrid zu so später Stunde noch auf den Platz begeben? Was würden deren Sponsoren sagen, wenn Spiele zu so später Stunde ausgestrahlt werden würden, zu einer Zeit wo man sonst nur Werbung für Telefonnummern der besonderen Art sieht? Sicherlich ist ein 'ave' kein Cristiano Ronaldo was das Gehalt angeht oder auch den weltweiten Bekanntheitsgrad. Aber wenn wir uns nur in der Counter-Strike Szene umsehen, dann sind die Spieler von mTw.int natürlich bei der Weltelite dabei und gehören zu den Superstars.
Und auch für die Sponsoren und Partner hätten nur Vorteile davon, wenn die Spiele deutlich früher gezeigt werden würden, da man mit humanen Zeiten auch mehr Zuschauer vor den Fernseher lockt.
So war das Kino der Dreamhack auch schon zur letzten Map nur noch zur Hälfte gefüllt. Vielen wurde es einfach zu spät und nach zwei Tagen LAN merkt man das dann auch.
Man sollte also grundsätzlich überlegen was man in Zukunft bei solchen Events erreichen möchte. Besser geplante Zeitpläne, internationale Admins und vor allem ein einheitliches Regelwerk, wenigstens für europäische Events, wären wünschenswert.
Ob und wie man das ganze umsetzen kann bleibt natürlich an allen hängen. Spieler, Clans, Organisatoren und Admins müssen gemeinsam einen Weg finden professionellere Turniere abzuhalten, sich an Absprachen und Regeln zu halten und gemeinsam einen Weg zu finden um den Partnern und Sponsoren eine bessere Struktur der Turniere anbieten zu können.
Am Ende kann man sagen, dass die Dreamhack für mTw.Mindfactory ein voller Erfolg war. Auch wenn wir letztendlich "nur" Zweiter geworden sind hatten wir ein tolles Turnier mit den wohl schwereren Gegnern. Bereits am Freitag Abend hatten die Jungs sich über den Verlauf geärgert, erst SK-Gaming danach zu 99% fnatic, da war der Weg ins Finale nicht wirklich sicher. Und trotz Standin haben es unsere Jungs rund um Danny 'zonic' Sørensen geschafft. SK bezwungen und dann endlich den Angstgegner fnatic aus dem Turnier geworfen und mit einem unglaublich dominanten Spiel gegen complexity den Einzug ins Finale gesichert. Wenn unsere Jungs diese Spielweise mit ins nächste Jahr nehmen und dann wieder mit ihrem Stamm-Lineup antreten, steht unseren Dänen ein gutes Jahr 2010 bevor.
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arizzR, geschrieben am 07.12.2009 19:31:31
arizzR, geschrieben am 07.12.2009 19:31:31Bitte einloggen
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