Autor: Platin geschrieben am Mittwoch 30.11.-0001 um 00:00 Uhr

Vor- und Nachteile

CGS: Das Ende von Counter-Strike?

[image]7124[/image][center][cc]Valve set mode: -CS(:Source) in Europe[/cc][/center] [float=left][center][thumb]7125[/thumb][/center][/float]Großes kündigt sich an, wenn man die News über Counter-Strike Source in den letzten Tagen verfolgt. Genauso groß ist jedoch auch die Enttäuschung, wenn man sich die aktuellen Geschehnisse genauer anguckt. Das kleinste Übel dabei wird wohl sein, dass wir compLexity und Team 3D nur noch auf Direct-TV sehen werden. Viel entscheidender ist die Frage: Wer hat in Europa eigentlich Direct-TV? Außerhalb Englands ist der Sender eher ein Spartenkanal, so wie früher NBC Giga in Deutschland. Genauso schwer ist es auch ihn zu empfangen, da man dafür ans digitale Satelitennetz angeschlossen sein muss. Neben diesen kosten wird für Direct-TV nochmal eine monatliche Gebühr von mindestens 30 US-Dollar fällig – da soll nochmal jemand sagen Giga2 sei teuer ... ... Giga2? Da war doch was ... GENAU! Die Championship Gaming Series hat doch die Exklusivrechte für CS:S in Nord- und Latinamerika, England und im Rest Europas. Wenn man genauer forscht findet man schnell heraus, dass Direct-TV und die CGS nicht zu trennen sind. Was heißt das nun für uns Mitteleuropäer? Wir sind gezwungen, wenn wir Counter-Strike Source im Fernsehen schauen wollen Direct-TV oder ein daran angeschlossenes Netz zu kaufen. Und Giga? Die gehen leer aus, ebenso GAME TV, GameSports und die andren europäischen Internetstreams und Gamingsender. „Was juckts mich – guck ich halt Source TV“ werden wir uns nun denken, doch welche Liga, welcher Veranstalter sollte Interesse haben ein Spiel zu unterstützen, dass er nicht über Medienpartner vermarkten kann? Ohne diese TV-Streams fallen einige Werbeflächen und Einnahmen weg die vorher noch die Preisgelder gesichert haben. Wenn sich die Veranstalter von Ligen und Großevents wie die WCG und den ESWC nicht mit der CGS einigen können werden diese davor zurückschrecken die neuere Version zu wählen und bei CS 1.6 bleiben. Doch Moment, auch hier wurden noch keine TV-Rechte ausgegeben[float=right][center][thumb]7126[/thumb][/center][/float] und wenn man Valve glaubt hat das Unternehmen auch nicht vor solche auszugeben. Werden wir also in Zukunft weder Counter-Strike, noch Counter-Strike Source in Ligen bewundern können? Counter-Strike wird sich kaum verdrängen lassen, dazu ist die Community zu stark – doch wie sieht es beim kleinen Bruder aus? Hardwarehersteller und andere Sponsoren setzen klar auf die neuer Version - das sieht man deutlich in Amerika, denn wer braucht schon die neuste Hardware wenn ein alter für Counter-Strike reicht? Wenn sich die Veranstalter von Events und Ligen nicht mit Valve oder für Source mit der CGS einigen können, welche Mittel hat die Community dann noch dafür zu sorgen, dass ihre Spiele nicht in die Bedeutungslosigkeit abrutschen und von nachrückenden potenziellen eSporttiteln wie Enemy Teretory – Quake Wars abgelöst werden? Was eine Ironie, dass Valve selbst die Antwort gib ... [center][cc]Der neue Weg oder „Wie retten wir CS“[/cc][/center] Stellen wir uns das schlimmste Szenario vor: Valve gibt keine Rechte für Counter-Strike heraus, kein Veranstalter kann sich mit der CGS einigen und für seinen Medienpartner die Erlaubnis aushandeln die eigene Source-Liga zu zeigen. Somit ist es vorbei – entweder alle verzichten darauf CS zu gucken und kaufen sich Direct-TV um wenigstens den kleinen Bruder gucken zu können oder die Anhänger der beiden verfeindeten Spiele tun sich zusammen und lassen sich etwas einfallen. Da ersteres wohl unter keinen Umständen eintreten wird und man nicht nur die CGS sehen will läuft alles auf Lösung zwei hinaus, doch wie kann diese aussehen? Eigentlich einfacher als man denkt: Wir reisen in die alte Zeit zurück, gucken HLTV und Source TV mit einem Shoutcast anstatt Giga, GameSports und GAME TV. Das ist nicht mal ein großer Rückschritt, schließlich machen es so derzeit schon die meisten. Wo ist also die Neuerung? Die Ligen und Veranstalter sind darin interessiert ihre Geldgeber in Szene zu setzen. Dieses geschieht durch Werbeblöcke während der Spiele, doch die fallen nun weg. Ohne Werbung keine Preisgelder, ohne Preisgelder kein Ansporn für die Profis und ohne die keine Interesse Spiele zu verfolgen. Somit kommen die gar nicht erst zu Stande, da CS und CSS aus den Spielsortiment der Ligen früher oder später verschwinden werden. [float=left][center][thumb]7127[/thumb][/center][/float]Ziel ist es also neue Werbeflächen zu schaffen und das hat Valve uns in CS 1.6 kürzlich erst wunderbar vorgemacht. Nun muss man also nur noch die Werbeflächen für die Liga zu nutzen machen – und das hat die CPL auf den eignenden Maps schon gezeigt, bestes Beispiel ist hier ganz klar der „Muschigang“ de_cpl_mill. Vielleicht nicht der einfachste, doch ganz bestimmt der beste Weg ist es einen neuen Mappool zu erschaffen. So erwarten uns nicht nur neue Taktiken und Abwechslung, sondern auch die Rettung unserer Spiele durch das einbauen von Werbeflächen die jeder Veranstalter mit seinen Partnern füllen kann.Letzte Hürde hier ist dann lediglich die verschiedenen Köpfe unter einen Hut zu bekommen – doch sollte das durch den Druck der Community zu schaffen sein. Doch wenn nicht, was machen wir dann? Welche anderen Spiele hätten die Chance Counter-Strike und Counter-Strike Source dne Rang abzulaufen? [center][cc]Neue eSport-Titel für Europa[/cc][/center] Den meisten wird jetzt wohl direkt „Wenn die weg sind kommt halt der ProMod“ in den Kopf geschossen sein. Da Valve jedoch jetzt schon angekündigt hat rechtlich gegen diese vorzugehen müssen wir uns bei ihr nicht allzu große Hoffnungen machen. Also welche Spiel hat das Format den erfolgreichsten Shooter der Welt abzulösen? Vielleicht ist es Enemy Territory: Quake Wars, dass bald schon seinen Release feiern darf. Das Spiel wurde von Grund auf als Multplayer-Game konzipiert und einigen Previews sollen uns davon überzeugen, dass [float=left][center][thumb]7128[/thumb][/center][/float]bereits vor Veröffentlichung das Spiel fast vollständig ausbalanciert ist. Zurückschrecken lässt uns jedoch der Gedanke mit Fahrzeugen durch die Landschaft zu fahren, doch wird es auch einen Modus ohne diese geben. Auch der Schritt weg vom kauf, hin zum Klassensystem wird vielen CS-Anhängern nicht gefallen. Gefallen wird man jedoch an der taktischen Vielfalt haben die Counter-Strike bei weitem übertreffen wird. Auch ein Übertragungstool das HLTV und SourceTV ähnelt ist angekündigt. Ist ET:QW also die ein würdiger Nachfolger? Das wird sich wohl erst zeigen, wenn das Veröffentlicht ist. Denn erst wenn das Spiel für jeden Spielbar ist wird sich der Spielmodus ergeben, denn ein 16 gegen 16 oder 10 gegen 10 ist für einen eSport-Titel mit Lanpotenzial nicht realisierbar. Ein weiterer Anwärter, auf den jedoch zur Zeit eher Insider setzen, ist Parabellum. Auch dieses Spiel ist auf den Multiplayer ausgelegt und erinnert etwas mehr an Counter-Strike. Zwar gibt es auch hier das Klassensystem, doch wirken sich die Ausrüstung auf Laufgeschwindigkeit und [float=right][center][thumb]7129[/thumb][/center][/float]Ausdauer aus. In dem auf ein 5 gegen 5 ausgelegten Szenario haben Terroristen eine Atombombe in New York platziert. Eine Sondereinheit von Spezialisten soll diese nun entschärfen und das Leben von Millionen von Menschen retten. Das klingt schon etwas vertrauter, oder? Auch vertraut klingt, dass das ganze rundenbasiert ablaufen soll, jedoch mindestens ebenso taktische Tiefe wie ET:QW haben soll – auch hier beginnend mit der Zusammenstellung des Teams bei der Waffenwahl. Ob sich dieser viel versprechende Titel jedoch durchsetzen kann bleibt wie immer abzuwarten. Vielleicht ist die Aufregung ja auch vollkommen umsonst und es kommt zu einer Einigung zwischen den einzelnen Parteien. Doch wie könnte diese aussehen? [center][cc]Happy End mit CS und CSS?[/cc][/center] Nicht nur die Community und Veranstalter werden ein großes Interesse haben [float=right][center][thumb]7131[/thumb][/center][/float]Counter-Strike und Counter-Strike Source ausstrahlen zu dürfen. Das größte Interesse liegt wohl beim Entwickler und Publisher. Wer will schon an einem toten Multyplayer-Game? Wer würde Geld ausgeben, wenn er keine Mitspieler mehr findet? Auch zweieinhalb Jahre nach Release von Counter-Strike Source verdienen sich Valve und EA noch eine goldene Nase an dem Spiel. [float=left][center][thumb]7132[/thumb][/center][/float]Durch die erst kürzlich eingebaute Ingame-Werbung bei CS 1.6 würden weitere Einnahmen in mehrstelliger Millionenhöhe verloren gehen. Würden Valve dafür den europäischen Markt zu Gunsten Nordamerikas und Englands aufgeben und an den Exklusivrechten der CGS für Source festhalten? Wird Valve bei diesen Aussichten keine Senderechte für Counter-Strike 1.6 ausgeben? Wohl eher nicht! Aber eventuell muss Valve nicht einmal eingreifen. Zwar hält die CGS die Exklusivrechte, doch auch sie wird ein großes Interesse daran haben die Source-Liga auf dem europäischen Festland einem großen Publikum zeugen zu können. Wenn diese Rechte nicht zu teuer angeboten werden könnten die Medienpartner der großen Veranstalter durchsetzen auch diese Konkurrenzligen zeigen zu dürfen – die Spieler der CGS sind dort aufgrund der Exklusiven Bindung eh nicht zu sehen. Das größte Fragezeichen steht also hinter dem Vorgänger von dessen Wahl eben wegen diese Probleme für die WSVG abgesehen wurde. Doch auch hier sollten wir uns aus gleichem Grund optimistisch Stimmen: dem Geld! Also bleiben nur zwei Wege für die CS-Community in Mitteleuropa offen. Zum einen die das absolute Ende für den beliebtesten aller Shooter im eSport und der Umschwung zu neuen, bald erscheinenden Titeln oder das fortbestehen – doch zu welchem Preis? Ob mit neuen Maps die für Abwechselung sorgen oder einer Aufteilung der besten Teams durch vertragliche Bindungen ist noch ungewiss. Einzig gewiss ist, dass die Championship Gaming Series ihr Ziel in jedem Fall erreichen wird: Sie wird den eSport Weltweit verändern!
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