Autor: kNolli geschrieben am Mittwoch 30.11.-0001 um 00:00 Uhr

Auf geht's nach Bilbao

Auf geht's nach Bilbao

[float=left][thumb]7491[/thumb][center][size=9]gob b jubelt jetzt für mousesports[/size][/center][/float]Zwei Wochen nach dem Stelldichein am Port de Versailles in Paris wandert Counter-Strike Europa gen Westen. Im nordspanischen Bilbao offeriert die GameGune Möglichkeiten zur Rehabilitation, Lineuperprobung oder Erfahrungssammlung. Für die anreisenden Mannschaften geht es dabei um äußerst verschiedene Dinge. ESWC-Loser alà mousesports oder x6tence werden versuchen mit neuer Aufstellung zu mehr Erfolg zu kommen. Vielleicht gibt es ja anstatt des im gemeinen Sport bekannten „Trainereffekts“ den „Spielereffekt“ und alles läuft wieder am Schnürchen. Besonders die Deutschen begeben sich direkt wieder auf Messers Schneide, in dem sie sich mit dem uneingespielten Lineup der Konkurrenz stellen. Tritt nicht der oben besagte Effekt ein, bleibt immer noch die Hoffnung auf ein Mixteamwunder. Wer weiß aber wie viele der liebe Gott davon für Deutschland reserviert hat, immerhin haben aTTaX und ID Gaming schon zwei verbraucht. Geht die Premiere gleich ordentlich schief, sollten die fünf Mannen am besten eine Stierkampf-Arena von innen besichtigen, damit sie wissen welch Druck die ganze Saison über auf ihnen lasten wird. Ebenfalls Besserungsbedarf besteht beim spanischen mousesports-Pendant x6tence. Auch sie rüsteten die eigenen Reihen mit zwei redCode-Spielern noch gehörig auf, bevor sie zum Rachezug ausreiten, um das Ausscheiden in der ersten ESWC-Gruppenphase wett zu machen. Vor eigenem Publikum lastet zusätzlicher Ballast auf den Spaniern, die ihren treuen Anhängern endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis ins Land liefern sollten. Doch auch über diesem Vorhaben ragen nicht enden wollende schwarze Wolken in Form von Trainingsmangel und einfach der Tatsache, dass x6tence momentan weit wie lange nicht mehr von der europäischen Spitze entfernt ist. [float=left][thumb]7494[/thumb][center][size=9]SK kann's allen beweisen[/size][/center][/float]Probleme dieser Art hat SK Gaming keineswegs. Trotz heftiger Kritik am Nachrücksystem seitens Manager bds durften die Schweden beim ESWC aussetzen. Das katastrophal schlechte Abschneiden der ihnen vorgezogenen Begrip-Spieler dürfte die SK-Verschwörungstheorie nur bestätigt haben. Ob SK die erste Gruppenphase wirklich überstanden hätte steht in den Sternen, im Baskenland jedoch könnten sie zumindest Hinweise auf die Lösung des unlösbaren Rätsels geben. Beschert ihnen die Glücksfee Begrip Schweden als Gegner, könnte SK mit einer Demontage der Paris-Versager entscheidende Akzente setzen, um das ESWC-Regelwerk vielleicht irgendwann doch zu ändern. Begrip steht irgendwie vor der gleichen Aufgabe wie mousesports und x6tence. Wichtiger Unterschied: Es gibt genug andere konkurrenzfähige schwedische Mannschaften zum Anfeuern, sodass Begrip bei Erfolglosigkeit einfach Links liegen gelassen werden kann. Ach ja, um es eindeutig festzuhalten: SK zählt natürlich zu den Anwärtern auf den Sieg, Begrip nicht. Vergleichbares ESWC-Gezicke gab’s auch in anderen skandinavischen Ländern. Direkteinladungen in Norwegen und Finnland ließen so manche Gemüter heiß laufen, schließlich fehlte jegliche sportliche Fairness. Wesentlich mehr Fingerspitzengefühl bewiesen die GameGune-Organisatoren, die immerhin die beiden vermeintlich besten Teams der jeweiligen Länder einlud. Team Logitech sowie Convention brennen darauf den bevorzugten 69N-28E beziehungsweise MYM die Schneid abzukaufen. Punkten könnte 69N-28E auch abseits des Servers und zwar mit einer Entschuldigung für die Beleidigungen gegenüber des behinderten Global Gaming Spielers. Viel los also im Norden. [float=left][thumb]7492[/thumb][center][size=9]ZYKON-Routinier Roman R[/size][/center][/float]Internationale Erfahrung sammeln, tut immer gut. Sicher ein guter Vorsatz für die Mannen vom Münchner Himmel. Trotz idealer Trainingsmöglichkeiten im eigenen LAN-Raum sowie einer ansprechenden EPS-Saison bleibt TBH.eSports international ein Grünschnabel. Spitzenmannschaften dienen die fünf Wahlbayern lediglich als Sparringpartner, doch was zählt das schon, wenn man international spielen darf, es geht ja um Erfahrung nicht Erfolg. Gleich in die vollen haut auch Team ZYKON mit der neuen Konstellation. Die als sehr reisefreudig bekannte Organisation hat mit der aktuellen Aufstellung wenigstens erstmals einen wirklichen Grund an ernsthaften internationalen Turnieren teilzunehmen. Vor allem Roman R bringt die viel zitierte LAN-Erfahrung ins Werksteam, dem vor dem EPS Auftakt eine Leistungsfeststellung gewiss gut tut. Ob es reicht um die alteingesessenen Favoriten zu überraschen, sei dahin gestellt und eher sekundär zu betrachten. [float=right][thumb]7493[/thumb][center][size=9]GoodGame in der Presse[/size][/center][/float]Viel zu viel Blau-Weiß-Rot sticht einem beim Blick auf die Teilnehmerliste ins Auge. Mehr Masse als Klasse bietet die Equipe Tricolore für den Showdown in Spanien auf. Mehr als die Nähe zu Bilbao haben fünf der sechs Franzosen nämlich nicht zu bieten. Die Ausnahme heißt emuLate, das auf dem ESWC immerhin die von GoodGame aufs Spiel gesetzte französische Ehre rettete. Für letztere scheint der Name momentan Programm zu sein, darum sollten sie in ihren Skripts nicht vergessen „GG!“ zu binden, um nach Niederlagen schnellstens den Server und am besten auch die Halle durch die Hintertür verlassen zu können. Diese Äußerungen zählen natürlich nicht für den Fall, dass die Franzosen auf dem ESWC nur ihre Taktiken „gesaved“ haben und sich deshalb mit null Punkten begnügten. Vielleicht spielen sie ja auch nur ungern vor heimischen Publikum, wer weiß. Konsequenter machen es da schon Brasilien und Großbritannien. Beide schicken nur einen Vertreter nach Frankreich und haben damit bessere Chancen als die Armada der Franzosen. Für alle Berufs-AWPler bietet Cogu bestimmt wieder genug Lehrmaterial für die nächsten Wochen und wenn seine Compagnons die kleinen Mängel ausbessern, darf er womöglich bis zum Ende Katz Maus spielen. Auf der Jagd befindet sich auch die fnatic-Truppe und zwar nach einem Titel. Immer nur zweite oder dritte Plätze sind auf Dauer dann auch zu wenig, weshalb dieses Mal der Knoten platzen soll. Aber was soll all die Hoffnung, solange es noch PGS Gaming gibt...
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