Ein Mann bereist Cannes
pres CPL-Tagebuch
Eingefunden hatten wir uns in Stellingen/Hamburg, geplante Abfahrt war 20.00 Uhr. Wie erwartet, verspätete sich der Bus um eine Stunde. Nachdem der gesamte Bus sich in den Makro Markt-Büschen entleert hatte, fing der Trip um 21.15 Uhr endlich an. Der einzige weitere Deutsche bis dato, war a-L.MSI|plague, WC3-Spieler, der bereits an der Grenze einstieg.
Nach den ersten Stunden Fahrt war die Stimmung dann auch etwas lockerer, zugegeben, sogar feucht-fröhlich. In Hannover und Frankfurt stiegen dann noch einige Spieler hinzu, so dass der Bus dann auch endlich voll wurde. Naja, so richtig voll war er nach dem Halt in Frankfurt nicht mehr. Irgendwie stellten wir fest, dass a-L.MSI|plague sich nicht mehr an Bord befand. Was klingt wie ein schlechter Hollywood-Film, wurde für ihn zur Realität. Vergessen an einer Raststätte wie ein ausgedienter Pudel, stand er verloren um ca. 2.30 Uhr nachts irgendwo in Deutschland. Die Option, den Bus umzudrehen, gab es wohl nicht. So musste er sich die Beine in den Bauch stehen, bis er dann per Zug und dann mit dem Flugzeug alleine nach Cannes flog. Diese ganze Situation sorgte nicht nur für mehr oder weniger verhaltene Lacher, sondern führte auch dazu, dass bei späteren Pausen stets von jedem der Bus im Auge behalten wurde.
Die Stimmung war auf dem Höhepunkt, es wurde wieder viel für die deutsch-skandinavische Völkerverständigung getan – meist erkennbar durch viele °plops° und ein gelegentliches Glasklirren – als die Sitze umgeklappt wurden und man sich in waagerechter Körperlage auf die CPL vorbereitete. Irgendwo auch hoffend, direkt in Cannes aufzuwachen. Dem war jedoch nicht so. Man kann es so sagen: wenn Italien aussieht wie ein Stiefel, dann hat er Schuhgröße 54. Das Land der Pizzen und Pasten schien nicht enden zu wollen. Der Fahrplan war eh utopisch, die Ankunft war für 11-12 Uhr geplant. Um 16 Uhr fuhren wir durch den 284. Tunnel, der durch Berg Nummer 284 führte. Die Minen von Moria sind ein Klacks gegen Italien. Die Fahrt wurde nicht angenehmer dadurch, dass die Dänen von erratic anscheinend Feurigen Bohneneintopf mit Röstzwiebeln zu sich genommen hatten. Und hey, es war zudem warm im Bus.
Endlich zumindest das Mittelmeer in Sehweite, erhellte der Anblick unsere leidgeprüfte Seele. Zudem erheiterte BlindGuardian mit seiner ungewöhnlichen Schlafart unsere illustre Runde (siehe Video). Er war vermutlich müde, a-L.MSI|Blizzard zu sagen, dass er die Klappe halten soll. Blizzard könnte selbst einen Berufs-Optimisten dazu bringen, sich auf der Love Parade als Zebrastreifen verkleidet auf die Strasse zu legen. Er hatte Angst, aufgrund der Verspätung einen Def-Loss zu kassieren. So war das Team a-L.MSI bei der Ankunft um 18 Uhr wie ein Haufen Schafe, die nicht wussten, wohin sie mussten, aber entschlossen waren, dies so schnell wie möglich zu tun.
Wir brachten vorerst das Gepäck in das, übrigens sehr nette, Hotel und duschten uns die 19stündige Fahrt vom Körper. Danach ging es dann aber flugs zur CPL. Von der Security wie am Flughafen durchgecheckt, galten wir als „sauber“ und ungefährlich. Auf dem Weg zum Turnierbereich flankierten uns Beat’em’up spielende Kids, allesamt mit ihrer/m Xbox/Dreamcast/NeoGeo beschäftigt. Die CPL selbst erscheint mir persönlich nicht sehr groß. Der Spectatorbereich befindet sich vor der Orgazone, in der wir sitzen. Dort stehen zwei große Beamer, die Leute müssen meist stehen oder auf dem Boden sitzen. Direkt hinter dem Orgabereich ist der Spielerbereich, in dem die Spiele ausgetragen werden. Mehrere Reihen mit Computern, vorne für CS, weiter hinten für andere Spiele, bestimmen das Bild. Alles scheint recht gut organisiert und die Spiele verliefen relativ reibungslos. Nur gegen Ende diesen Tages herrschte bei den Deutschen CSlern von a-L.MSI Missstimmung, da sie Punktgleich mit
Vermutlich fragt ihr euch, was aus plague wurde. Nun ja, er landete in Cannes, irrte dort mehrere Stunden rum, ohne die CPL zu finden. Endlich erreicht, bekam er spontan einen Def-Loss verpasst. Unschwer zu erraten, wer mein Donald Duck des Tages war.
Wir werden heute (es ist gerade 01:55 Uhr) versuchen, euch noch mehr Infos zu liefern. Vielleicht können wir ja auch die eine oder andere skurrile Geschichte mitliefern. Wenn nur halb soviel passiert wie am Freitag, wird es auf jeden Fall sehr interessant.
Bis morgen dann, euer "mTw.aTn "je-ne-comprends-pas" pre"
Zitate des Tages :
BlindGuardian im französischen Supermarkt. Will einheimisch wirken und bröckelt einige Französischbrocken auf den Bäckereitresen. Auf die Frage der Verkäuferin, ob dies denn alles wäre, enttarnt er sich jedoch mit einem verräterischen „WAS?!“ als Kraut.
So ziemlich alles, was der Bus Blizzard an den Kopf warf. Der größte Berg, den wir auf der Fahrt sahen, bildete sich in pickliger Form auf seiner Nase.
mymTw|roeb vorhin im Zimmer: „Habt ihr euch schon mal das Bettlaken wie eine Windel um den Unterkörper gehängt?“ No comment…
„Nique ta mère!“ Unbekannter französischer Spieler nach Niederlage gegen erratic.
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dewey, geschrieben am 15.03.2003 11:29:00
dewey, geschrieben am 15.03.2003 11:29:00hrhr n1
... jo :D ...
Good Game wird es aber nicht gewesen sein oder? :)
:D
rofl @ zitate der tages
lol @ zitat des tages ! Aber ansonsten nett geschrieben !
rofl
hehe "Vergessen an einer Raststätte" zu geil ;D
Hmm... :)
lustisch ^^ :elefant:
nice bericht! :)
n1... mehr davon, viel mehr! :D
„Nique ta mère!“ Unbekannter französischer Spieler nach Niederlage gegen erratic.
haha
nana diese boesen franzosen nur am flamen ;)
der arme plague .. wie deprimierend muss denn sowas sein :(
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