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eSport 2.0: Das kann doch nicht so schwer sein
geschrieben am 13.03.2009 12:51
Fragster will Blogs haben um das inhaltliche Angebot abzurunden und die Schreiber an die Seite zu binden, mousesports und mTw geben News und Informationen auf per Twitter ab und readmore hat versucht die Interessen der Leser mit Gruppen weiter auszubauen. Bisher haben alle diese Versuche (auch wenn dieser Blog gerade bei Fragster erscheint) nicht so ganz. Keine entscheidenden Anteile an den Seitenaufrufen, keine einzigartigen Funktionen, mit denen man sich von der Konkurrenz abheben kann und was am wichtigsten ist, keinen wirklichen Mehrgewinn gegenüber den traditionellen Platzhirschen StudiVZ, Facebook oder Twitter.

eSport bei Facebook kommt eine größere Rolle zu als auf UGame oder der ESL. Man kommuniziert untereinander, mischt RL-Freunde und Online-Community und nutzt die Seitentiefe von der sogar die ESL träumt. Auch das Zwitschern per Microblogginganbieter Twitter funktioniert besser als es bisher ein Blog bei Fragster oder UGame geschafft haben. Gibt es also überhaupt einen Markt für Web 2.0-Funktionen im eSport?

Ja, den gibt es. Aber nur wenn er nicht wie beim Bloggen auf Fragster.de oder den Gruppen auf readmore.de ein einzelnen Feature ist, sondern in die Seite mit eingebaut ist. Eine Nutzungsgebühr per Coins und die Belohnung fürs schreiben und kommentiert werden, reicht da nicht. Auch statische Bilder in einer Ecke der Webseite oder orangene Signalfarbe ersetzen keine Verknüpfung mit dem Rest der Seite.

Wenn Blogs wirklich einen Platz als wichtiges inhaltliches Element bei Fragster bekommen würden, finden sich schnell viele interessierte Schreiberlinge, derzeit ist es eher ein nettes Nebengewächs was manche aus Jux und Dollerei nutzen. Wenn Twitter nicht von der Redaktion als Verteilungskatalysator sondern von den Spielern eines Clans als wirkliche Microblogging-Methode eingesetzt wird, werden Fans sehnsüchtig auf den nächsten Eintrag warten und Coverage-Webseiten per RSS die Mini-Blogs erwarten um die Infos zu nutzen.

Auch Gruppen sind ein interessantes Feature, wenn man denn auch ein Profil hat, das zum rumsurfen einlädt und man damit mehr macht als nur einen Link in sein Profil einzufügen und das Postfach zu füllen. Die Demo-Gruppe bei readmore zeigt, dass es möglich ist, aber am Ende bisher auf den Einsatz der Admins oder User einkommt. Natürlich ist es nicht die Aktivität in den Gruppen hochzuhalten, wenn es sowieso fast keiner mitbekommt.

Web 2.0 ist also nicht nur schlecht, muss nur in ein Gesamtkonzept passen und Werkzeug sein, nicht Lösung. Das funktioniert nicht bei Web-StartUps und wird auch nicht im eSport-Kosmos klappen. Es gibt so viele gute Ideen, die funktionieren können. Schade das die wirklichen Innovationen schon fast vier Jahre alt sind - Aber Schlagzeilen und übersichtlicher Ticker haben in manchen Fällen auch außerhalb des eSport Verwendung gefunden.
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